Facebook Files #2 | Douyin nur noch 40 Minuten am Tag erlaubt | Nachrichtenkonsum in sozialen Medien | YouTubes Empfehlungsalgorithmus

Salut und herzlich willkommen zur 746. Ausgabe des Social Media Briefings. Heute haben wir ein wirklich pralles Briefing für euch. Von daher an dieser Stelle gar nicht all zu viel Geplänkel sondern nur ein schneller Gruß und ein dickes Dankeschön für die Wertschätzung unserer Arbeit! Das ist wirlich der beste Job! Merci, Simon und Martin

The Facebook Files #2

Was ist

Direkt nachdem wir letzte Woche unser Briefing #745 verschickt hatten, veröffentlichte das Wall Street Journal den fünften Artikel aus der Serie „The Facebook Files“:

Im fünften Artikel geht es darum, wie Impfgegner trotz Zuckerbergs Ambitionen, ihnen die Mikros abzudrehen, die Website überschwemmten und Facebooks eigene Tools nutzten, um Zweifel an Covid-19-Impfstoffen zu säen.

Pushback

Facebook hat mittlerweile an verschiedenen Stellen auf die Serie des Journals reagiert. Neben dem Blogeintrag von Instagram, auf den wir im vergangenen Briefing bereits verwiesen haben, haben sich Instagram-Boss Adam Mosseri (ziemlich unglücklich), Nick Clegg, Vice President of Global Affairs, (fühlt sich falsch verstanden) und Facebooks Comms-Team (Lenken wie gewohnt den Blick auf das, was Facebook schon alles macht, man möge nicht zu harsch mit ihnen umgehen…) zu Wort gemeldet:

These are serious and complex issues, and it is absolutely legitimate for us to be held to account for how we deal with them. But these stories have contained deliberate mischaracterizations of what we are trying to do, and conferred egregiously false motives to Facebook’s leadership and employees.

“We know that more people die than would otherwise because of car accidents, but by and large, cars create way more value in the world than they destroy,” (…) “And I think social media is similar.”

Facebook has invested more than $13 billion in teams and technology to address safety and security issues. We now have 40,000 people across the company working in those areas.

Wie es weitergeht

  • Kritik an Mosseris Vergleich: Zunächst einmal sei erwähnt, dass Insta-Boss Mosseri für seine Aussage ordentlich Kritik eingefahren hat. Den Vergleich mit den Autos fanden viele eher missglückt: Instagram chief faces backlash after awkward comparison between cars and social media safety (CNBC)
  • Facebook verschleiert Daten: Laut einer aktuellen Recherche von The Markup hat Facebook in der jüngeren Vergangenheit Änderungen beim News Feed vorgenommen, die verhindern sollen, dass Dritte öffentliche Daten sammeln können – etwa NGOs oder journalistische Projekte. Auch wenn solche Tweaks aus Datenschutzgründen womöglich notwendig sind, passt das natürlich gut ins Bild und baut nicht gerade Vertrauen auf.
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