Zehn Dinge, die TikTok anders macht

Was ist

TikTok ist gekommen, um zu bleiben. Das ahnten wir schon im Frühjahr 2019, als wir in einer Sonderausgabe den Hype um TikTok ausführlich einordneten. Aufgrund des anhaltenden Erfolgs (Sensortower) lohnt es sich, noch einmal die wesentlichen Unterschiede zu anderen Social-Media-Plattformen aufzuzeigen. Genau das hat Sam Lessin¹ getan (The Information $). Wir fassen seine Beobachtungen zusammen und garnieren sie mit eigenen Eindrücken.

Was TikTok unterscheidet

    1. Konsum steht an erster Stelle: Wer TikTok herunterlädt und zum ersten Mal öffnet, kann direkt Videos gucken. Nutzerïnnen müssen dafür keinen Account anlegen – ein fundamentaler Unterschied zu Facebook, Instagram und Co, bei denen ein Signup unumgänglich ist. TikTok reagiert damit auf einen Trend, den Lessin als „account and identity fatigue“ beschreibt – Menschen haben einfach immer weniger Lust, sich irgendwo neu zu registrieren, bzw. neue Online-Identitäten aufzusetzen.
    2. Ranking durch Handlung: Im Gegensatz zu Facebook oder Instagram geht es bei TikTok nicht primär darum, wen Nutzerïnnen kennen / liken, sondern darum, wie sie mit Inhalten interagieren. Per Design kann immer nur ein Video entweder angeschaut oder weggewischt werden – jede Entscheidung wird von TikTok registriert und dafür genutzt, weitere Videos vorzuschlagen.
    3. Nur ein Feed: Während Facebook, Instagram und Snapchat verschiedene Orte anbieten, wo Inhalte konsumiert werden können, ist bei TikTok der Feed zentral. Zwar gibt es auch bei TikTok Überlegungen, ob analog zu Snapchat Discover ein Ort für professionelle Medieninhalte angeboten werden sollte (Briefing #606). Bislang bekommen Nutzerïnnen aber alles zentral und integriert serviert: Inhalte von Menschen, denen sie folgen und Inhalte, die TikTok vorschlägt.
    4. Müheloser Konsum: Lange Zeit galt Facebooks News Feed als das Nonplusultra der Distribution von Inhalten. Aus geschäftlicher Sicht mag das auch weiterhin stimmen. Nutzerïnnen hingegen stehen zunehmend vor der Aufgabe, aus einer Masse an unterschiedlichen Formaten (Videos, Fotos, Posts, Links, Stories, etc.) die für sie passenden herauszufiltern. Nun wollen wir nicht suggerieren, dass das Scrollen durch den News Feed eine fordernde Aufgabe darstellt. Aber das Zappen von TikTok-Videos ist im Vergleich mit nahezu null Aufwand verbunden.
    5. Trennung von Konsum und Produktion: „Was gibt’s Neues“, fragt mich Twitter. „Schreib etwas“, fordert mich Facebook auf. Die Social-Media-Plattformen versuchen seit Jahren mit immer neuen Kniffen, Nutzerïnnen dazu zu bringen, selbst Inhalte zu produzieren. Bei TikTok ist das anders: dort wird niemand aufgefordert, etwas zu posten. Aus gutem Grund, denn bei Social-Media-Plattformen gilt das Paretoprinzip – ein Großteil der Inhalte wird von einer Minderheit der Nutzerïnnen produziert. Dadurch, dass TikTok diese Tatsache akzeptiert, kann die Plattform Tools für jene anbieten, die wirklich Inhalte produzieren wollen.
    6. Produktion als soziales Event: Während bei Instagram primär Inhalte von und mit Einzelpersonen zu finden sind, bestehen TikTok-Videos sehr häufig aus einer Vielzahl von Akteuren. Somit ist auch die Produktion der Inhalte – insbesondere bei Challenges – viel stärker ein soziales Event. Klar, auch bei TikTok geht es um Wettbewerb. Trotzdem scheint die Plattform bislang weniger narzistisch.
    7. Lob der Kopie: Normalerweise ist es verpönt, Inhalte von anderen zu kopieren. Bei TikTok aber steht die Kopie im Zentrum. Egal ob bei Challenges, Duetts, Lipsync, Tanzmoves oder Fingerspielereien – die eigene Interpretation bekannter Themen ist elementarer Bestandteil der Plattform-Logik. Genau das macht es für Nutzerïnnen recht einfach, eigene Inhalte zu kreieren.
    8. Talent-basiert: Anders als bei den etablierten Social-Media-Angeboten geht es bei TikTok nicht nur um den Status, sondern darum wie gut die Inhalte sind, die geteilt werden. Daher ist die Plattform gerade für all jene interessant, die bislang vielleicht nur die zweite Geige spielten.
    9. Lotterie-Logik: Auf Social-Media-Plattformen gehen natürlich immer mal wieder Inhalte viral, die von ganz gewöhnlichen Menschen geteilt wurden. In der Regel verhält es sich aber so, dass denen gegeben wird, die bereits die Aufmerksamkeit auf ihrer Seite haben. Bei TikTok aber scheint eine Art Lotterie-Prinzip fest in die Plattform eingebaut zu sein. Immer wieder schaffen es Videos von regulären Nutzerïnnen in die Feeds von Millionen Menschen. Das kann kein Zufall sein, sondern eher eine Art perfides Anreizsystem.
    10. Amateure stehen im Fokus: In einer Welt, die voller Stars ist, fallen die vielen Krankenschwestern, Polizisten und Angestellten, die bei TikTok Videos teilen, extrem auf. Dieser Fokus auf Amateure und der Blick ins Private unterscheidet sich stark von den anderen Angeboten.

    Be smart

    Facebook, Instagram und Snapchat schauen sich ganz genau an, warum TikTok so schnell so populär wurde. Wir können daher sicher sein, dass wir viele der hier aufgeführten TikTok-Merkmale künftig auch bei den bereits etablierten Social-Media-Angeboten sehen werden.


    ¹ Sam Lessin ist der Ehemann von Jessica Lessin, Herausgeberin und Gründerin von The Information. Von 2010 bis 2014 arbeitete Lessin als Vice President of Product Management bei Facebook. Bei The Information wird er als Praktikant geführt.


    Foto-Quelle: Kon Karampelas, Unsplash


Im Schatten der Giganten

Was ist

Die längste Zeit schien es so, als sei Facebooks Siegeszug nicht aufzuhalten. Und ja: Die Quartalszahlen sind immer wieder aufs Neue beeindruckend. Gleichzeitig lässt sich aktuell aber so viel Bewegung im Markt feststellen wie lange nicht mehr. Ein paar Beispiele:

Talent vs status based

  • Über TikTok wurde in den letzten Monaten ja ausführlich berichtet. Das Angebot des chinesischen Unternehmens ByteDance hat es 2019 geschafft, in der westlichen Welt Fuß zu fassen. Der primäre Grund dafür besteht vor allem darin, dass die App komplett ohne Freunde funktioniert. Das ganze Nutzungserlebnis basiert nicht so sehr auf Status, sondern auf Talent. Ein entscheidender Unterschied zu Facebook und Instagram, bei denen Status (Stars, Friendgraph, etc.) zentral ist. Und auch ein entscheidender Grund dafür, warum Facebook den Erfolg von TikTok nicht so einfach aufhalten kann: es reicht eben nicht immer, einfach nur ein paar Features zu kopieren.

Musik & Social Media

  • Spotify testet derzeit ein Stories-Feature, das stark an die Features von Snapchat und Instagram erinnert. Der Clou: Spotify gibt Künstlerïnnen damit die Möglichkeit, ihre Fans direkt auf der Plattform zu unterhalten. Ein Umweg über Instagram ist nicht mehr notwendig.
  • Resso heißt der Streaming-Service von ByteDance, der ebenfalls Elemente aus der Welt der sozialen Medien mit Ideen von Musik-Angeboten verknüpft. Wie in Briefing #600 dargestellt, können Resso-Nutzerïnnen direkt unter einem Song Kommentare verfassen. Zudem sehen sie die Real-Time-Lyrics zu jedem Song – ein dauerhafter Karaoke-Modus sozusagen. Auch können Nutzerïnnen aus den Songs Gifs und Videos produzieren und sie auf der Plattform posten. Eine derart konsequente Verquickung von Streaming und Social Media hat bislang keine Plattform im Angebot.

Unabhängige, dezentrale Netzwerke

  • Planetary Social heißt der neueste Versuch, den übermächtigen Angeboten von Facebook und Co die Stirn zu bieten. Das Startup verspricht, alles besser zu machen als die Platzhirschen und soll dieses Jahr regulär starten – als „offene und humane Alternative zu Facebook“. Ob dies in der Breite gelingen kann, sei einmal dahingestellt. Wichtig ist lediglich, dass es Menschen gibt, die Social Media weiterdenken und sich zutrauen, dezentrale Alternativen zu erfinden. Der Clou von Planetary besteht nämlich vor allem darin, dass es mit einem offenen Protokoll arbeitet – etwa so wie Email. Planetary wäre damit das Gegenteil der prominenten Walled Gardens aus dem Silicon Valley. (Danke Johannes Brümmer für den Tipp 🙏)
  • Die Wiki-Alternative: Der Mitgründer der Wikipedia, Jimmy Wales, hat ein soziales Netzwerk – WT:Social – gelauncht, das explizit als „Gegenpol zu Clickbait und anderen Formen der Volksverdummung“ wahrgenommen werden soll. WT:Social soll komplett ohne Werbung auskommen und sich über freiwillige Spenden finanzieren. Die grundsätzliche Idee des Netzwerks besteht darin, Diskussionen zu bestimmten Themen in Gang zu bringen (t3n). Bislang hebt das Projekt zwar noch nicht so richtig ab – aber es sorgt für Bewegung im Markt.
  • Für den kleinen Kreis: Wie in Briefing #595 berichtet, haben zwei ehemalige Facebook-Mitarbeiter Cocoon gegründet. Das Startup wirbt damit, Familien und Freunden einen sicheren und intimen Ort zum Austausch zu bieten. Alles ohne Tracking und Werbung, dafür aber später einmal mit einer Bezahl-Version.

Special-Purpose-Netzwerke

  • Auch im Bereich der Special-Purpose-Netzwerke hat sich in den letzten Monaten und Jahren einiges getan: So haben sich Sportler-Netzwerke wie Strava einen festen Platz im Tagesablauf von Sportbegeisterten gesichert – nicht zuletzt durch die Möglichkeit, dort Fotos und Berichte von Events und Erlebnissen zu teilen.
  • Foto-Communities: Wer sich für Fotografie interessiert, bleibt nicht zwangsläufig bei Instagram stehen. Apps wie VSCO bieten Foto- und Kunstinteressierten Orte und Features, um sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Und sind so wirkmächtig, dass sie selbst zum Meme werden (VOX).
  • Berufsnetzwerke wie LinkedIn haben in den letzten Monaten eine regelrechte Rennaissance (Social Media Today) erlebt. Selten zuvor haben sich so viele Unternehmen & Kollegïnnen über ihre LinkedIn-Strategie Gedanken gemacht.
  • Entdecker-Portale wie Pinterest sind auch weit entfernt davon, das Licht auszumachen. Im Gegenteil: Pinterest entwickelt sich neben den Platzhirschen weiter recht anständig. Und hat häufig sogar die besseren Ideen (Pinterest Newsroom), wenn es um die Verantwortung gegenüber den Nutzerïnnen geht – eine Attitüde, die sich auszahlen könnte.

Livestreaming

  • Last but not least erleben wir gerade eine enorme Weiterentwicklung im Bereich des Livestreamings. Tummelten sich bislang vor allem Gamer auf den Plattformen von Twitch und Co, rücken zunehmend auch andere „Livestreaming-Gattungen“ ins Zentrum. Bei brand eins habe ich über diesen Trend geschrieben: Helden wie wir.

Be smart

Nicht alle Angebote können das nächste Facebook werden. Müssen sie auch nicht. Die Vielzahl der Services zeigt, dass sich jenseits der etablierten Unternehmen neue Akteure auftun (bzw. alte berappeln) und spezielle Bedürfnisse sehr viel besser befriedigen. Wer als Unternehmen oder Organisation darauf angewiesen ist, Menschen zu erreichen, sollte bekanntlich immer schauen, wo sich die Zielgruppe aufhält. Vielleicht ja irgendwo im Schatten der Giganten.


Foto: Daria Nepriakhina, Unsplash


Radikalisiert YouTube nun oder nicht?

Was ist: Ende vergangenen Jahres machte ein (mehr oder weniger) wissenschaftliches Paper die Runde, das angeblich zeigt, dass YouTube gar keine radikalisierende Wirkung hat (arXiv). Die beiden Autorïnnen Mark Ledwich und Anna Zaitsev behaupten gar, dass YouTubes Algorithmen Nutzerïnnen aktiv davon abhielten, extremistische oder radikalisierende Inhalte zu betrachten.

Warum das wichtig ist: Seit Jahren schreiben Medien über die angebliche Radikalisierungsmaschine Youtube. Am bekanntesten dürfte der Kommentar der Soziologin Zeynep Tufekci sein, die das Thema 2018 mit „YouTube, the Great Radicalizer“ aufbrachte (NYT). Meinem Kollegen Jannis Brühl hat sie ihre These auch in einem deutschsprachige Interview erklärt (SZ).

Im vergangenen August legte Kevin Roose mit einem Longread nach: In „The Making of a YouTube Radical“ (NYT) zeichnet er den jahrelangen Radikalisierungsprozess des 26-jährigen Caleb Cain nach, der selbst sagt: „I fell down the alt-right rabbit hole.“ Das Portrait lässt wenig Zweifel, dass YouTube eine zentrale Rolle bei Calebs Rechtsdrift spielte.

Haben Journalistïnnen also unbegründet Panik geschürt? Tun wir YouTube unrecht, wenn wir die Plattform als wirkmächtige Propagandaschleuder rechtsextremer Verschwörungstheoretikerïnnen bezeichnen?

Um es kurz zu machen: nein.

Warum das Paper wenig Aussagekraft hat: Am 28. Dezember setzte Co-Autor Ledwich seinen Tweetstorm ab (Twitter) und übte heftige Medienkritik: „Algorithmic Radicalization — The Making of a New York Times Myth“ (Medium).

Das vermeintliche Debunking wurde zumindest in meiner Timeline fleißig geteilt – doch es dauerte nur einen Tag, bis sich seriöse Wissenschaftlerïnnen die öffentlich verfügbaren Daten angeschaut hatten, die der Analyse zugrundeliegen (Github). Am drastischsten fiel die Entgegnung von Arvind Narayanan aus. Der Informatik-Professor aus Princeton nahm das Paper komplett auseinander (Twitter).

Der wichtigste Kritikpunkt: Die beiden Forscherïnnen wollten eine nicht vorhandene Radikalisierung nachweisen, ohne einen einzigen Account anzulegen, dem YouTubes Algorithmen personalisierte Empfehlungen hätten vorsetzen können.

They reached their sweeping conclusions by analyzing YouTube without logging in, based on sidebar recommendations for a sample of channels (not even the user’s home page because, again, there’s no user). Whatever they measured, it’s not radicalization.

Was man aus dem Paper lernen kann: Aus wissenschaftlicher Sicht mag die Analyse fragwürdig bis nutzlos sein – dennoch finde ich sie wertvoll. Denn der kurze Hype, der meine Tech-Bubble kurzzeitig in Aufregung versetzte, ist für alle Beteiligten lehrreich:

  • Nur weil Wissenschaft draufsteht, muss keine Wissenschaft drin sein: Nicht jedes „Paper“, das auf Twitter auftaucht, ist eine ernstzunehmende Arbeit.
  • Wie immer helfen Quellenkritik und Medienkompetenz, um die Seriosität zu beurteilen, ohne sich alle Daten selbst anzuschauen: Fachmagazine setzen meist Peer-Review-Verfahren voraus, bevor sie veröffentlichen. Die hochgeladenen Paper auf Seiten wie arXiv werden zwar auch begutachtet, der Prozess gleicht aber eher einem Spamfilter, als einer kritischen Inhaltsprüfung (Twitter).
  • Mal angenommen, ein selbsternannter Wissenschaftler behauptet, er hätte zweifelsfrei bewiesen, dass Menschen nicht zur globalen Erhitzung beitragen – würden wir ihm glauben? – Irritierenderweise scheint die Bereitschaft zur kritischen Analyse technischen Phänomenen deutlich geringer zu sein.
  • Das Netz hat nicht nur alle Menschen zu Publizistïnnen gemacht – es ermöglicht auch, dass jedeR ein Paper veröffentlichen und Wissenschaft draufschreiben kann. Je mehr angebliche Studien es gibt, desto größer sollte unser Misstrauen werden.

Be smart: Und was ist jetzt mit YouTube? Radikalisiert die Plattform nun oder nicht? Zweifelsfrei kann das derzeit niemand beantworten – höchstens YouTube selbst, das seinen Datenschatz aber nicht mit Forscherïnnen teilt. Darauf weisen Roose und Tufekci auf Twitter hin.

Meine persönliche Einschätzung:

  • Wir haben bei der SZ monatelang an einer datengestützte Analyse der YouTube-Algorithmen gearbeitet. Am Ende waren die Aussagen nicht eindeutig genug, um sie guten Gewissens zu veröffentlichen. Seitdem bin ich bei dem Thema vorsichtig.
  • YouTube hat seine Empfehlungsalgorithmen in den vergangenen Jahren mehrfach geändert, um Desinformation, extremistische und potenziell radikalisierende Inhalte herabzustufen (YouTube-Blog). Ich sehe es wie Roose (Twitter): Wenn es kein Problem gegeben hätte, hätte YouTube nicht eingegriffen – offenbar besagten auch YouTubes interne Daten, dass die Plattform üble Auswirkungen auf Nutzerïnnen haben kann.
  • Trotzdem wäre es – wie immer – Unsinn, YouTube allein dafür verantwortlich zu machen, dass Menschen sich radikalisieren. Digitale Plattformen beschleunigen diese Prozesse höchstens, weil sie den Zugang zu extremistischen und verschwörungstheoretischen Inhalten erleichtern.

Weiterlesen:

  • Bereits im Oktober kamen zwei US-Forscher zu dem Schluss, dass YouTubes Algorithmen bei Radikalsierungsprozessen höchstens eine untergeordnete Rolle spielen: „Maybe It’s Not YouTube’s Algorithm That Radicalizes People“ (Wired)
  • Can Duruk, der zusammen mit Ranjan Roy den empfehlenswerten Newsletter Margins schreibt, wünscht sich angesichts des Hypes um das fragwürdige Paper mehr Wissenschaftskompetenz: „Do you even science, bro?“ (Substack / The Margins)

Autor: Simon Hurtz

[line]
[gap size=“40px“]

Auch Subscriber werden!

Dieser Beitrag ist Teil unseres Social-Media-Briefings Ausgabe #604. Wenn du künftig auch zweimal die Woche die wichtigsten News und Debatten rund um Social Media per Newsletter erhalten möchtest, dann kannst du unser Briefing über unsere Steady-Seite abonnieren.

Das Geschäft mit gekauften Likes

Was ist

Zehntausende deutsche Facebook-, Instagram- und Youtube-Konten haben in den vergangenen Jahren von gekauften Likes profitiert. Dazu zählen Politikerïnnen und Parteien, Unternehmen und Influencerïnnen (hier die Story im Original bei der SZ).

Was dahinter steckt

Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum haben SZ, NDR und WDR eine Liste mit Kundendaten des Magdeburger Unternehmens Paidlikes zugänglich gemacht. Die Daten enthalten Links zu knapp 90 000 Social-Media-Präsenzen, für die Paidlikes wohl genau das lieferte, was der Firmenname verspricht: Likes gegen Geld.

Was Paidlikes macht

Seit 2012 engagiert das Unternehmen Clickworker, die für Centbeträge Facebook-Seiten liken oder Youtube-Videos betrachten. Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen mehr als 13 Millionen Interaktionen vermittelt und 350 000 Euro an 31.000 Menschen ausgeschüttet. Im vergangenen Monat waren mehr als 3300 Clickworker aktiv.

Warum Vorsicht angebracht ist

Aus den Daten lassen sich keine eindeutigen Rückschlüsse auf die Käuferïnnen ziehen. Das hat drei Gründe:

  1. Die Liste enthält zwar Links zu Facebook-Seiten, Instagram-Profilen und Youtube-Kanälen sowie einzelnen Postings und Videos. Das bedeutet jedoch nicht, dass die jeweiligen Seitenbetreiberïnnen den Kauf beauftragt haben. Theoretisch könnten auch Konkurrentïnnen dahinterstecken, die den Inhaberïnnen damit bewusst schaden wollen.
  2. Auffällig viele der betroffenen Unternehmen und Parteien wurden von einer einzelnen Medienagentur betreut. Der Inhaber bestreitet, Follower oder Likes für Kundïnnen gekauft zu haben. Die Daten und die Aussagen der Betroffenen sagen etwas anderes. Es könnte also sein, dass in einigen Fällen Zwischenhändlerïnnen Schuld sind, die für die Seiten verantwortlich sind.
  3. In den Daten tauchen internationale Stars wie Justin Bieber oder Robbie Williams. Sie haben es wohl kaum nötig, bei Paidlikes einzukaufen. Offenbar streut Paidlikes diese Seiten bewusst ein, um „automatisierte und unberechtigte Datenabfragen“ zu verhindern. Da solche A-Promis jeweils nur einmal in der Liste stehen, lassen sie sich relativ gut abgrenzen. Dennoch enthalten die Daten Rauschen: Nicht alle 90 000 Links lassen den Schluss zu, dass Seitenbetreiber versucht haben, systematisch zu betrügen.

Wer in der Liste auftaucht

Die Daten enthalten Namen von Politikerïnnen und Verbände aller großen politischen Parteien: FDP und CDU/CSU (je 17 Mal), SPD (14), AfD (elf). Jeweils dreimal finden sich die Grünen und die Linke. Die drei zentralen Erkenntnisse waren für mich:

  1. Die AfD dominiert soziale Medien nicht, weil sie am meisten Geld dafür ausgibt – sondern weil ihre zugespitzten Inhalte Wut und Empörung hervorrufen, die perfekt zur Funktionslogik der Plattformen passen. Ressentiments performen besser als Rentenpolitik.
  2. Ein Großteil der Paidlikes-Kundïnnen sind kleine Unternehmen und lokale Betriebe. Auch auf Seiten der Politik geht es eher um Orts- und Kreisverbände als um bekannte Namen. Die meisten Medienprofis wissen, dass sie mit gekauften Likes mehr verlieren als gewinnen können.
  3. Ich würde keiner Amazon-Rezension vertrauen, die ich nicht selbst gefälscht habe. Aber zumindest bei den großen deutschen Parteien sehen ich keinen Anlass für Verschwörungstheorien.

Was die Plattformen dagegen tun

Facebook löscht mehrere Milliarden Fake-Accounts pro Jahr. Dabei geht es aber vor allem um Bots, die automatisch erkannt werden. Paidlikes vermittelt echte Menschen, um die Systeme der Plattformen zu überlisten.

Das klappt offenbar ganz gut: Sieben Jahre lang fiel es weder Facebook noch Youtube auf, dass Millionenfach betrogen wurde. Erst nach unserer Anfrage schaltete Facebook die Schnittstelle vorübergehend ab und prüft die App, mit der die Clickworkeriännen ihre Likes vergeben sollten.

„Wenn wir Anbieter und Accounts identifizieren, die anbieten, durch unechte Likes, Kommentare und Abonnenten die Popularität eines Accounts oder Profils zu vergrößern, entfernen wir diese“, sagt ein Sprecher. Youtube gibt an, man habe klare Richtlinien gegen Spam und investiere in Technologien, „um die künstliche Inflation der Besucherzahlen eines Videos zu verhindern.“

Wer die Likes verteilt

Der für mich interessanteste Teil der Recherche waren die Gespräche mit den Clickworkerïnnen. Sie erhalten zwei bis Cent pro Klick und dürfen pro Tag maximal 40 Likes vergeben – sonst werden die Plattformen misstrauisch. Das macht einen Tagessatz von höchstens 2,40 Euro.

„Wenn ich morgens um 7 Uhr aufwache, logge ich mich erstmal bei Paidlikes ein“, sagt etwa Harald W. Der 60-jährige Hartz-4-Empfänger stockt mit dem Geld die Haushaltskasse auf. Paidlikes ist nur einer von mehreren Anbietern, für die er arbeitet. Insgesamt verdient er mit seinen Klickjobs etwa 80 Euro pro Monat.

Er sagt Sätze wie: „Ich klicke da drauf, weil ich Geld verdienen will. Wenn da die AfD reinläuft, klicke ich das auch. Bringt mir die AfD wenigstens noch einen Cent ein.“ Klingt kurz lustig, ist aber eher traurig.

Be smart

Mein liebstes schlechtes Wortspiel, aus dem Text, den ich für die SZ geschrieben habe:

Paidlikes bildet die Spitze eines gewaltigen Fake-Like-Bergs. Unter der glänzenden Oberfläche aus blauen Daumen, gelben Sternen und roten Herzen verbirgt sich ein System, das die Glaubwürdigkeit der Währung des Netzes in Frage stellt.

Tatsächlich ist Paidlikes nur einer von vielen Dienstleistern, die Interaktionen gegen Geld anbieten. In den vergangenen Wochen haben wir im Briefing etwa zwei Recherchen der Kollegïnnen von Vice empfohlen:

Anfang Dezember veröffentlichten Forscherïnnen des Stratcom-Zentrums der Nato eine Studie, in der sie bilanzierten: „Facebook, Instagram, Twitter und Youtube scheitern nach wie vor daran, nicht authentisches Verhalten zu erkennen.“ Die Wissenschaftlerïnnen beauftragten elf russische und fünf europäische Agenturen, die genau wie Paidlikes manipulierte Interaktionen anbieten. Für 300 Euro konnten sie Tausende Kommentare und Zehntausende Likes kaufen.

Ich bin ohnehin kein großer Fan von Metriken in sozialen Medien. Derzeit testet Facebook, was passiert, wenn auf Instagram die Zahl der Likes ausgeblendet wird. Sozialer Druck ist ein Argument gegen die Zahlenobsession – gekaufte Interaktionen sind ein weiteres. Bis Facebook den Test zum globalen Standard macht, empfehle ich die Demetricator-Erweiterungen von Ben Grosser, die in den Browser-Versionen von Facebook, Twitter und Instagram alle blauen Daumen und roten Herzen verbannen.


Foto: Sebastiaan Stam, Unsplash


Reform des Urheberrechts

Was ist

Auf zwei Dinge konnte man sich in Brüssel verlassen: Am Morgen geht die Sonne auf, und die Urheberrechtsreform macht Ärger. Auch am Montag ist über dem EU-Parlament die Sonne aufgegangen – aber mit dem Streit ums Copyright geht es zu Ende. Der EU-Rat hat der „Richtlinie über das Urheberrecht im digitalen Binnenmarkt“ zugestimmt. Damit ist die Reform endgültig beschlossen.

Warum das wichtig ist

Die Urheberrechtsreform ist eines der umstrittensten Gesetzesvorhaben der vergangenen Jahre. Gegner und Befürworter haben jahrelang darum gerungen, auf beiden Seiten haben mächtige Lobbies und große Unternehmen mitgemischt. Die Reform bringt etliche Risiken mit sich und könnte das Netz grundlegend verändern.

Wie die Abstimmung abgelaufen ist

19 der 28 Mitgliedsstaaten haben der Richtlinie zugestimmt, darunter auch Deutschland. Sechs Länder waren dagegen, drei haben sich enthalten. Wenn Deutschland sich an das Versprechen aus dem Koalitionsvertrag gehalten hätte, in dem die Bundesregierung verpflichtende Upload-Filter ablehnt, wäre keine Mehrheit zustande gekommen.

Warum die Reform so umstritten ist

In Briefing #535 habe ich die zentralen Kritikpunkte beleuchtet. Hier fasse ich sie nochmal kompakt zusammen. Problematisch sind vor allem drei Artikel: 15, 16 und 17. In früheren Gesetzestexten waren sie als 11, 12 und 13 gelistet.

  • Artikel 15 sieht vor, dass Suchmaschinen Presseverlage bezahlen sollen, wenn sie kurze Ausschnitte aus deren Artikeln anzeigen. Vergleichbare Gesetze in Deutschland und Spanien gelten als gescheitert und waren für Medien wegen der Gerichtskosten sogar ein Verlustgeschäft. Große Verlage haben jahrelang mit zweifelhaften Methoden und schamlosen Lügen für das Leistungsschutzrecht gekämpft.
  • Artikel 16 ermöglicht es, die Verlegerbeteiligung in Deutschland wieder einzuführen, die der BGH 2016 gekippt hatte. Verwertungsgesellschaften dürfen damit wieder pauschal Einnahmen aus Urheberrechten an Verlage ausschütten. Das schadet vor allem freien Journalisten.
  • Artikel 17 besagt, dass Plattformen bereits unmittelbar nach dem Upload für Urheberrechtsverletzungen haften und läuft mit großer Wahrscheinlichkeit auf Upload-Filter hinaus. Plattformen werden Software installieren, die alle Inhalte vor der Veröffentlichung scannt. Das Problem: Maschinen machen Fehler und sind nicht in der Lage zu erkennen, ob urheberrechtlich geschützte Texte, Fotos, Videos oder Tonaufnahmen legal genutzt wurden, wie es im Rahmen des Zitatrechts möglich ist. Außerdem könnten große Plattformen wie Youtube noch mächtiger werden: Kleinere Wettbewerber sind nicht in der Lage, eigene Filter zu entwickeln. Sie müssten die Software also einkaufen.

Warum Upload-Filter unvermeidlich sind

Befürworter der Reform argumentieren so: Das Wort kommt in Artikel 17 gar nicht vor, warum regt ihr euch alle so auf? Plattformen könnten Verträge mit den Rechteinhabern abschließen, um deren Inhalte legal nutzen zu können.

Das stimmt in der Theorie, wird sich in der Praxis aber kaum umsetzen lassen: Große Plattformen wie Youtube können vielleicht Verträge mit großen Verwertungsgesellschaften wie der Gema abschließen – doch weder vertreten diese Verwertungsgesellschaften alle Urheber, noch hilft das kleinen Online-Foren und anderen Betreibern weiter, die ebenfalls von der Reform betroffen sind. Um nicht selbst in Haftung genommen zu werden, müssen sie Upload-Filter installieren.

Was die EU-Mitgliedsstaten tun müssen

Sie haben zwei Jahre Zeit, um die Richtlinie in nationales Recht umzusetzen. Dabei haben sie gewisse Freiheiten, dürfen den Kern der Richtlinie aber nicht ändern. Damit will die EU verhindern, dass ein Flickenteppich aus unterschiedlichen Einzelgesetzen entsteht. Vor allem bei einer Richtlinie, die den digitalen Raum betrifft, wäre das unsinnig: Das World Wide Web interessiert sich nicht für Staatengrenzen.

Wie sich Deutschland verhält

Union und SPD sind in den vergangenen Monaten einen Schlingerkurs gefahren. Die CDU hat auf nationaler Ebene versprochen, Upload-Filter zu verhindern – ihre Abgeordneten in Brüssel haben aber fast geschlossen für die Reform gestimmt.

Justizministerin Katarina Barley steht sinnbildlich für die Zerrissenheit der SPD. Sie ist parallel Spitzenkandidatin für die Europawahl und hat sich persönlich mehrfach gegen Upload-Filter ausgesprochen. Dennoch billigte das Justizministerium die Reform und wies Landwirtschaftsminsterin Julia Klöckner an, im EU-Rat zuzustimmen. Ein Großteil der SPD-Abgeordneten lehnte die Richtlinien bei der Abstimmung im Parlament ab, und die Jusos bedauern das Ergebnis öffentlich.

Passend zu dieser Unentschiedenheit hat Deutschland die Reform nun endgültig mit auf den Weg gebracht – zugleich aber eine Protokollerklärung abgegeben, die sich hier nachlesen lässt. Meine Kurzzusammenfassung lautet: Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass. Die Bundesregierung gesteht ein, dass Upload-Filter „voraussichtlich zur Anwendung“ kommen werden. Ziel müsse es aber sein, Upload-Filter „weitgehend unnötig“ zu machen.

Außerdem betont die Regierung in der Protokollerklärung, dass die Reform vor allem auf „marktmächtige Plattformen“ wie Youtube und Facebook zielen solle. Quelloffene Software solle verhindern, dass diese Plattformen „mittels ihrer etablierten Filtertechnologie ihre Marktmacht weiter festigen“. Deutschland will eine einheitliche Umsetzung in allen Mitgliedstaaten. Allerdings ist unklar, ob andere Länder mitziehen. Frankreich ist als Copyright-Hardliner bekannt und dürfte kaum für eine abgeschwächte Umsetzung zu gewinnen sein.

Be smart

Das aktuelle Urheberrecht ist 18 Jahre alt. Damals gab es weder Youtube noch Facebook. Eine Reform war also überfällig. Die Richtlinie enthält auch sinnvolle Anpassungen, doch die Bedenken wiegen schwer. Insgesamt dürften eher die Verwerter als die Urheber profitieren, und Artikel 17 könnte ungewollte Auswirkungen haben, deren Ausmaß sich derzeit noch nicht absehen lässt.

Klar ist auch, dass der Streit um die Reform allen geschadet hat. Lobbykämpfe, Beleidigungen, Falschbehauptungen: In den vergangenen Monaten haben viele Menschen das Vertrauen in die Politik verloren. Zumindest eine vage Hoffnung bleibt den Gegner der Reform: Der EuGH könnte Upload-Filter nach 2021 erneut für grundrechtswidrig erklären und Artikel 17 kippen.


Foto-Quelle: Markus Spiske, Unsplash


Alle Infos zur Einführung der Paywall

Salut! Jetzt sind es nur noch wenige Tage bis zur Einführung der Paywall – du kannst noch bis zum 31.8. ein vergünstigtes Jahres-Abo abschließen und kriegst die ersten 30 Tage geschenkt! Hier noch einmal alle wichtigen Infos im Überblick 🙂

 

Das Abo

Was ist: Das Social Media Watchblog verschwindet ab dem 1.9. hinter einer Paywall – dann können nur noch zahlende Abonnenten den Newsletter lesen.

Wie kann ich das Briefing abonnieren? Du hast mehrere Optionen, um auch künftig das Briefing lesen zu können. Hier der Überlick:

  • Jahres-Abo via Steady: Noch bis zum 31.8. kann via Steady ein vergünstigtes Jahres-Abo bezogen werden. Obendrein gibt es die ersten 30 Tage geschenkt. Wer via Steady abonniert, bekommt zudem eine Rechnung ausgestellt, die beim Finanzamt, respektive Arbeitgeber geltend gemacht werden könnte. Bezahlt wird bei Steady übrigens ganz bequem p Lastschrift, Paypal oder Kreditkarte.
  • Jahres-Abo via Überweisung: Wer lieber direkt überweisen möchte, kann dies auch tun. Auch hier gibt es die vergünstigte Jahres-Abo-Variante. Eine Rechnung kann ich allerdings aus organisatorischen Gründen nicht ausstellen – dann bitte via Steady bezahlen. Die Kontaktdaten lauten: Martin Giesler, DE94 5001 0517 5568 7039 98, ING Di-Ba. Bitte im Betreff bei der Überweisung unbedingt die Email-Adresse angeben – dann kann ich das Abo besser zuordnen.
  • Monats-Abo via Steady: Zudem ist es möglich, via Steady ein Monats-Abo abzuschließen. Wer bis zum 31.8.2018 ein Monats-Abo abschließt, bekommt ebenfalls die ersten 30 Tage for free. Auch gibt es monatlich eine Rechnung und es kann monatlich völlig problemlos gekündigt werden.

Was kostet das Abo?

Was ist: Da Menschen aus ganz unterschiedlichen Gründen das Briefing lesen, gibt es auch verschiedene Abo-Preise. Jeder entscheidet selbst, ob das eine oder das andere Paket in Frage kommt – ein Nachweis ist nicht zu erbringen.

Die Preise im Überblick:

  • Ermäßigt: Du bist Studierende, Auszubildende, Volo oder Rentner? Du interessierst dich eher aus privaten Gründen für Social Media, möchtest unseren Newsletter aber gern lesen? Dann ist das ermäßigte Abo genau richtig für dich! Vielen Dank für deine Unterstützung!
  • Profi: Du hast beruflich mit Social Media, Journalismus oder Öffentlichkeitsarbeit zu tun? Du musst daher immer auf dem Laufenden sein, was aktuelle Entwicklungen in Sachen Social Media angeht? Dann ist das Profi-Abo für Dich! Willkommen an Bord!
  • Förderer: Du liest seit Jahren unseren Newsletter, bist ein großer Fan von neuen Erlösmodellen für unabhängigen Journalismus und möchtest Förderer werden, damit sich das Watchblog weiter entwickeln kann?! Mega! Tausend Dank!
  • Enterprise-Abos: Die o.g. Pakete richten sich an Einzelpersonen. Solltest Du das Gefühl haben, dass es bei Euch ganz viele Kollegen gibt, die von unserem Briefing profitieren könnten, dann können wir auch gern über ein Enterprise-Abo nachdenken.
    • Das Enterprise-Abo kostet 100 Euro im Monat, respektive 1200 Euro im Jahr und ermöglicht beliebig vielen Kollegen aus dem eigenen Haus Zugang zu unserem Newsletter.
    • Bitte einfach eine Email an mich schreiben und ich kümmere mich gern um ein entsprechendes Angebot.

Das Prozedere

Wie läuft das mit dem Abo genau ab? Sobald Du das Briefing abonniert hast, wird Dich jeweils Dienstag- und Donnerstagmorgen um 7:00 Uhr ein maximal sorgfältig aufbereitetes Briefing erreichen, das Dich mit allen wichtigen News und Debatten rund um Social Media versorgt. Im besten Fall sparst Du dadurch Zeit und kannst stets den Überblick über die aktuellsten Entwicklungen behalten! Sollte das Briefing Dich einmal nicht direkt um 7:00 Uhr erreichen, keine Sorge, wir haben Dich garantiert nicht vergessen, sondern liefern etwas später.

Wie ist das mit der Probezeit? Wenn Du innerhalb der 30 Probe-Tage Dein Abo wieder kündigst. fallen keine Kosten an. Solltest Du das Abo in den 30 Tagen nicht kündigen wollen, wovon wir natürlich ausgehen, dann beginnt Dein reguläres Abo unmittelbar im Anschluss an das Probe-Abo.


Extra, Extra!

Was ist: Zahlende Abonnenten bekommen Zugang zu unserer exklusiven Slack-Gruppe, um sich dort mit Social-Media-Interessierten und Profis aus ganz Deutschland, Österreich und Schweiz auszutauschen.

Und weiter? Zudem bekommen zahlende Abonneten künftig neben dem Newsletter auch die Option, das Briefing auf der Website zu lesen. Dafür loggt man sich einfach mit seinem Steady-Account auf der Website ein und schon geht es los.


One More Thing

Nächste Woche Freitag… werde ich übrigens nicht nur auf eine Paywall umstellen, sondern auch heiraten. Ich wüsste gar nicht, wann ich schon einmal in einer Woche so viel Aufregung hatte. Falls Du mir also zumindest beim Wechsel auf die Paywall helfen könntest, dann hätte ich vielleicht ein bissl mehr Ruhe bei meiner Hochzeit – ich zähl auf Dich! One Love!

 

Scroll to Top