Social Media Features 2018

Auf dieser Seite findest du alle Features und Meldungen zu Produkt-Neuerungen und Tests, über die wir im Jahr 2018 in unserem Social Media Watchblog Briefing berichtet haben. Eigentlich kaum zu glauben, wie viele es sind. Die Meldungen sind nach App und chronologisch sortiert. Wenn du etwas Spezifisches suchst, Apfel+F / Strg+F ist dein Freund.



Facebook

  • 2-Faktor-Authentifizierung ist bei Facebook jetzt auch über eine Smartphone-App möglich. Bislang war das nur via SMS der Fall und somit nicht gerade Datenschutz-freundlich, wollen doch viele nicht automatisch ihre Telefonnummer bei Facebook hinterlegt wissen.
  • Facebooks Kampf gegen Desinformation: Facebook hat sich im Kampf gegen Desinformation einiges einfallen lassen: unter anderem auch einen Film darüber, wie sie bei dem Thema vorgehen. PR, aber trotzdem auch ganz sehenswert.
  • Mehr Funktionen für Facebook-Gruppen: Facebook bietet Gruppen-Admins jetzt die Möglichkeit, sich mit ihren Anliegen direkt bei Facebook zu melden. Auch sammelt Facebook unter facebook.com/community Beispiele für besonders gelungene Gruppen auf Facebook.
  • Facebooks Gesichtserkennung wird aktuell Nutzern im Gesamtpaket mit den neuen Terms of Services schmackhaft gemacht. Wer nicht zu der Fraktion gehören möchte, die immer überall auf Ja drückt und sich danach beschwert, dass er von nix wusste, kann sich in diesem Artikel von Watson zum Thema schlau machen.
  • Drei neue Features führt Facebook (zunächst nur) für Nutzer in Indien ein: so können Facebook-Nutzer Fotos, die sie mit der In-App Kamera aufnehmen, direkt in der Facebook-Cloud speichern, Sprachnachrichten via Facebook versenden und ihre Lieblings-Stories in einem Archiv speichern. Hier sind die Details.
  • Goodbye Trending Topics: Facebook killt die Trending Topics. Dieser immer wieder schief gegangene Versuch, Twitter Trends nachzubauen, hat nun endlich ein Ende gefunden.
  • Lip Sync kann man jetzt auch bei Facebook. Muss man gar nicht mehr Musical.ly für nutzen. Also kann man natürlich weiterhin. Und werden die Kids auch, meine ich. Mit Facebook ist das halt so wie mit einer schlechten Großraumdisco – klar gibt es da auch Bier und laute Musik. Aber die Kids wollen trotzdem lieber auf die illegale Outdoor-Party.
  • Brand Collabs Manager: Wie bereits vor einigen Wochen angedeutet, startet Facebook nun tatsächlich eine Suchmaschine, die zum Ziel hat, Werbetreibende mit Influencern zu matchen. Heißt konkret: Wenn eine Firma gern mit einem Influencer (auf Facebook / Instagram) zusammenarbeiten möchte, kann sie nun über diese Suchmaschine den passenden Partner finden. (Mir läuft es dabei ja kalt den Rücken runter, habe ich doch eine Aversion gegen diese Form der Fleischgewordenen Werbetafeln, aber das sind nur meine 2 Cent.)
  • Facebook kopiert HQ trivia: War ja irgendwie absehbar. Facebook hat seine eigene Variante von der super populären App HQ Trivia gelauncht. Auf die Frage, ob Facebook von der Gameshow-App inspiriert gewesen wäre, heißt es lapidar: Interaktive Videos sind ein grundsätzlicher Trend, der auch von Facebook bedient werden möchte. Eine einzelne App da zu nennen, wäre nicht angebracht. Ja, nee, ist klar. Die Geschichte erinnert irgendwie an das Stories-Format von Snapchat, oder? Wenn das einen ähnlichen Verlauf nimmt, dann bin ich mal nicht all zu optimistisch, was HQ Trivia angeht. Matthäus lässt grüßen.
  • Facebook öffnet Watch: Um YouTube weiter das Wasser abzugraben, öffnet Facebook nun sein Watch-Programm für Webstars. Bislang hatten die YouTuber zwar durchaus Interesse gezeigt, ebenfalls bei Facebook eine Community zu bespielen, letztlich hatte das aber noch nicht wirklich Sinn ergeben, da die Monetarisierungsoptionen bei Facebook im Vergleich zu YouTube ziemlich dürftig waren. Das soll sich nun ändern.
  • Snooze-Option: Auch gibt es bei Facebook bald die Option, bestimmte Keywords, respektive die Geschichten dazu, für einen gewissen Zeitraum aus dem eigenen News Feed via Snoozerauszuhalten.
  • Time Well Spent: Nun bastelt dem Vernehmen nach auch Facebook an einem „Time Well Spent“-Feature. Nachdem bereits ein entsprechendes Tool für Instagram angekündigt wurde, zieht Facebook nach und bastelt an einer Übersicht, um seinen Nutzern aufzuzeigen, wie viel Zeit sie nun schon wieder auf Facebook verbracht haben. Soll ja alles erzieherisch wirken. Ich bin mir da nicht so sicher und finde es eher ziemlich schwierig, wenn Facebook und Co nun die ganze „Time Well Spent“-Debatte mit der Einführung von ein paar neuen shiny Dashboards für beendet erklären.
  • Facebook wird zum Publisher: Grow heißt das erste Magazin, das Facebook auf den Markt wirft. Eigentlich ist FB damit nun endgültig offiziell zum Publisher geworden, nennt es aber natürlich nicht so. Vielmehr hätten sie eine „thought leadership platform“ entwickelt, die sich an Business-Dudes richtet. Inhaltlich dreht sich alles um Disruption, äußerlich wirkt alles ziemlich hip. Zu finden sind die Inhalte auf dieser Website, auf der entsprechenden Facebook-Page und an Orten, zu denen eher die Wirtschaftselite Zugang hat. Im Aufmacher beschäftigt sich Grow mit dem Millennial Whisperer von H&M. Yikes.
  • Bevor es wieder zu spät ist: Facebook hat bereits seit letztem Jahr ein Team von Sicherheitsexperten installiert, das Facebook stresstesten soll. Aber nicht mit Blick auf Hacker-Angriffe, sondern vielmehr mit Blick darauf, welche Tools sich für Dinge nutzen lassen, die Facebook auf seiner Plattform nicht sehen möchte und deren Verursacher sie als „bad actor“ bezeichnen – also z.B. das Ausnutzen der Targeting-Optionen für politische Propaganda. Bin gespannt, was von dem Team öffentlich wird.
  • Do not disturb / All caught up: Facebook und Instagram lösen ihre „Time Well Spent“-Versprechen ein und lancieren neue Features, die den Nutzer, die nicht in der Lage sind, sich den Hooks der Plattformen zu widersetzen, ein Stück ihrer Würde zurückgeben. Konkret geht um die folgenden zwei Dinge: erstens wird Nutzern, die sich alle Posts der vergangenen 48 Stunden erscrollt haben, künftig ein Hinweis angezeigt, dass sie nun wirklich vorerst alles gesehen hätten. Zweitens gibt es künftig die Option, Notifications entweder manuell oder für bis zu acht Stunden auszuschalten.
  • Abhör-Patent: Ein US-Patentantrag gibt allen Verschwörungstheoretikern neues Futter: Der Antrag deutet darauf hin, dass Facebook dich sehr wohl über das Mikro deines Smartphones abhören könnte. Aber keine Sorge: Facebook gibt flankierend zu Protokoll, dass dieses Feature natürlich niemals Anwendung finden wird. Nun ja. Mit dem Vertrauen in Facebook ist das ja so eine Sache. Aber lassen wir das mal kurz außer Acht: die Technik dahinter ist wirklich interessant, schließlich geht es nicht darum, einzelne Personen abzuhören. Vielmehr ermöglicht das Patent zum Beispiel, bestimmte für das menschliche Ohr nicht hörbare Signale zu registrieren, etwa durch eine TV-Werbung ausgelöst, um daraufhin das Smartphone einzuschalten und deine Reaktion auf die Werbung festzuhalten. Spooky.
  • Hello. tbh. Moves Facebook hat drei Apps gekillt, die dem Vernehmen nach eh keine Rolle mehr gespielt haben – weder für das Unternehmen, noch für die Nutzer. Dementsprechend ist diese News hier eigentlich auch nur dafür gedacht, meiner journalistischen Chronistenpflicht nachzukommen. Next.
  • AR-Werbung: Wo wir gerade beim Thema sind: Facebook bietet jetzt Augmented Reality Werbung an. Was das sein soll? Ganz einfach: Jemand sieht in einer Werbeanzeige eine tolle Sonnenbrille. Diese kann dann, ganz analog zu all den spaßigen Hüten und Sonnenbrillen, die wir sonst immer einfach nur so benutzt hatten, weil sie so lustig aussahen, auf die Nase gesetzt werden und, Trommelwirbel, gekauft werden! Ja, wie geil ist das! Endlich mal wieder was kaufen. Naja. Nur damit man sieht: alles hängt mit allem zusammen.
  • Positive & inspirierende Zeiten: Da Facebook sich um unsere Gesundheit sorgt, führt es demnächst ein Aktivitäten-Dashboard ein. Das Feature soll Facebook- und Instagram-Nutzern eine bessere Kontrolle darüber geben, wie lange sie auf den Plattformen verweilen. Die Dashboards zeigen die Nutzungszeit pro Woche und Tag an, ein Timer erinnert nach Ablauf einer von den Nutzern festgelegten Zeit daran, wieder mal was anderes zu tun. Und Ihr könnt Push-Nachrichten temporär deaktivieren. Nur dann auch die Finger vom Handy zu lassen, dass müsst Ihr noch selbst tun.
  • Talent Show: Facebook arbeitet anscheinend an einem Talent-Show-Feature. Nachdem das Unternehmen bereits ein Lipsync-Pendant zu musical.ly an den Start gebracht hatte, scheint dies nun der nächste Versuch zu sein, den Kids mehr Entertainment-Optionen an die Hand zu geben.
  • Apropos: Aus Musical.ly wird Tik Tok: So wie es aussieht, erleben wir gerade zum ersten Mal, wie ein chinesisches Unternehmen, Bytedance, mit einem sozialen Netzwerk auch in der westlichen Welt immer stärker wird: die App Tik Tok war im ersten Quartal 2018 die erfolgreichste App im iOS-Store. Nun dürfte zwar vielen Branchenbeobachtern die Short-Video-Anwendung, die an einen Hybrid aus YouTube und Snapchat erinnert, bislang noch kein Name sein, spätestens aber nachdem musical.ly in Tik Tok aufgeht, dürfte dies der Fall sein.
  • Automatisiertes Crossposting zu Facebook: Deine Tweets werden nicht mehr auf Facebook automatisch gepostet? Nun, Facebook hat an der API geschraubt und unterbindet künftig die entsprechende Option. Entweder händisch machen oder einfach sein lassen – so richtig viel Sichtbarkeit dürften diese Posts eh nicht mehr gehabt haben.
  • Connectivity: Zwar hat man sich mit internet.org die eine oder andere blutige Nase geholt und das Projekt Aquila begraben, sehr wohl arbeitet Facebook aber weiterhin daran, die restlichen 3,8 Milliarden Menschen, die noch kein Internet (read: Facebook) haben, mit Internet zu versorgen. Dafür hat das Unternehmen nun eine neue Dachgesellschaft gegründet: Connectivity.
  • Neue Page-Authentifizierung: Damit sogenannte „bad actors“ nicht so ohne Weiteres riesige Facebook-Seiten aufbauen und über sie Desinformationskampagnen fahren können, installiert Facebook nun für Seitenbetreiber ein neues Authentifizierungs-Verfahren.
  • Interaktive Videos bei Facebook: Facebook hat sich ein Video-Startup geschnappt, mit dem sich interaktive Videos gestalten lassen. Vidpresso ermöglicht z.B. On-Screen-Social-Media-Umfragen (keine Ahnung, ob so viele Kopplungen erlaubt sind) oder das Anzeigen von Kommentaren. Facebook verspricht sich davon, seinen Kreativen die gleichen Möglichkeiten an die Hand zu geben, wie sie etwa große Sender haben.
  • La Liga auf Facebook: Ich warte auf den Tag, an dem ich auch in Deutschland bestimmte Fußballspiele – etwa die Champions League – nur noch auf Facebook (oder YouTube / Amazon / etc.) sehen kann. Vieles spricht dafür. So auch der jüngste Deal, der publik geworden ist: Facebook hat sich die Rechte gesichert, alle Spiele der spanischen Fussball-Liga „La Liga“ in Indien, Afghanistan, Bangladesh, Bhutan, Nepal, den Malediven, Sri Lanka und Pakistan zeigen zu können. Ein weiteres schönes Beispiel dafür, das „Content“ für Tech-Plattformen nichts weiter als Werbung in eigener Sache ist.
  • Audio-only voice posts: Facebook testet derzeit in Indien die Option, Sprachnachrichten im News Feed, bzw. in Stories zu posten. Klingt erst einmal weit weg, keine Frage. Sehr wohl könnte das Feature nach erfolgreichem Test auch in Deutschland eingeführt werden.
  • Level Up Programm: Facebook möchte gern Gamer auf die Plattform locken. Damit diese YouTube und Twitch den Rücken kehren, hat Facebook jetzt das sogenannte Level Up Programm in Europa ausgeweitet.
  • Facebook Watch: Nach einem Jahr voller Tests und Piloten wird Facebook Watch nun international ausgerollt. Ab sofort können also bei Facebook sowohl auf dem Desktop, als auch auf iOS und Android-Geräten Serien, Shows und Sport geschaut werden, die zum Großteil exklusiv für Facebook Watch produziert / lizenziert wurden. Der Clou: Facebook Watch ist auch bei Apple TV, Samsung Smart TV, Amazon Fire TV, Android TV, Xbox One, und Oculus TV zu sehen. Mal gucken, ob das den Views gut tut – bislang sind die ähnlich zu denen von Instagram TV noch nicht wirklich überragend.
  • Things in Common: Um mehr Leute miteinander zu verbinden, zeigt Facebook seinen Nutzern testweise in den Kommentaren Dinge an, die sie vermeintlich miteinander teilen. Kollateralschäden und Fremdscham garantiert inklusive.
  • Pin Comments: Um bessere Diskussionen und wertvollere Communities zu katalysieren, gibt es für Gruppen-Admins nun die Option, Kommentare in Threads zu pinnen. Da kann ich mir schon gut vorstellen, dass das an vielen Stellen Sinn ergibt.
  • Links in Stories: Facebook Stories sind ja immer noch nicht so richtig zu dem Aushängeschild geworden wie es das Stories-Format bei Snapchat, Instagram und auch WhatsApp ist. Um Stories bei Facebook etwas mehr Leben einzuhauchen, testet Facebook derzeit die Option, Links in Stories posten zu können.
  • Launch vom Creator Studio: Parallel zu der Einführung von Facebook Watch hat Facebook ebenfalls das Creator Studio gelauncht. Dort lässt sich verdammt viel in Sachen Posts und Video-Uploads an einem Ort auf einmal erledigen. Um das neue Creator Studio zu finden, muss man sich auf der Facebook Fanpage einloggen, dort zu Publishing Tools gehen und bei den Tools auf Creator Studio klicken. Sieht ganz spannend aus, würde mich freuen zu hören, wer damit bereits (gute) Erfahrungen gemach hat.
  • Einführung vom Gruppen-Pixel: Weil Gruppen ja eine immer stärkere Bedeutung innerhalb des Facebook Kosmos einnehmen und natürlich auch darüber kommerzielle Dinge passieren sollen, hat Facebook das Gruppen-Pixel erschaffen. Damit lässt sich besser nachvollziehen, ob aus einer Gruppe heraus irgendwas gekauft wurde, etc… To whom it may concern.
  • Neue Charity-Features: Wenn man auf Facebook Spenden sammeln kann, dann sollte das ja wohl auf YouTube auch möglich sein – so oder so ähnlich jedenfalls muss das Meeting abgelaufen sein, bei dem beschlossen wurde, dass YouTube fortan auch auf relativ unkomplizierte Weise, das Sammeln von Spenden für den guten Zweck ermöglicht. The Next Web hat die ganze Geschichte.
  • AI für Memes: Facebook hat eine neue Machine Learning Software entwickelt, die dabei helfen soll, Memes auf Hate Speech zu überprüfen – Rosetta heißt das Stück Code. No pun intended. (The Verge)
  • AR-Chips: Tatsächlich eine etwas nerdige Nachricht, aber es unterstreicht einfach, dass es Facebook in Sachen AR wirklich ernst meint: wer mag kann sich fortan als Ingenieur bei Facebook bewerben, um an Facebook-eigenen AR-Chips zu forschen. (The Information)
  • Facebook baut einen Index für News-Pages: Facebook hat bislang keinen so rechten Überblick darüber, welche Pages auf der eigenen Plattform eigentlich als News-Page durchgehen. Das will Facebook nun ändern und baut deshalb einen Index auf. (Axios)
  • Ad Break: Auch in Deutschland gibt es künftig Werbung innerhalb eines Videos. Aber alles kein Problem – wie lässt Facebook einen doch so schön wissen: „As you watch a video, there are points in this video where the pause or Ad Break feels natural to the viewer“. Ja, klar. Werbung fühlt sich ja immer so natürlich an. (Techcrunch)
  • Marketplace: Facebook führt zum zweiten Geburtstag seines Ebay-Konkurrenten Marketplace neue AI-Funktionen ein. AI klingt in diesem Fall allerdings etwas hochtrabend, geht es doch vor allem darum, dem Nutzer Preis-Vorschläge zu unterbreiten. Zudem möchte Facebook bei Marketplace auch bald Visual Search anbieten können. Das wiederum taugt schon mehr für Begeisterungsstürme. (Techcrunch)
  • Lobbying für Drohnen: Facebook hatte zwar vor einigen Monaten bekannt gegeben, das hauseigene Drohnen-Projekt Aquila einzustellen, jedoch scheint Facebook weiter daran interessiert, per Drohnen Internet „auszuliefern“. Der sehr geschätzte Kollege Alexander Fanta berichtet bei netzpolitik von gemeinsamen Geschäften und Lobby-Maßnahmen durch Airbus und Facebook in Brüssel.
  • Wider den Mobbing: Facebook hat neue Tools entwickelt, um Nutzer besser vor Mobbing zu schützen. So können etwa Kommentare versteckt oder gesammelt entfernt werden. Künftig wird es zudem möglich sein, bestimmte Kommentare aufgrund der verwendeten Wörter zu blockieren. (Facebook)
  • Snap-Map-Äquivalent: Facebook testet ein Feature, das Nutzern auf einer Karte den aktuellen Standort von Freunden anzeigt – jedenfalls dann, wenn das „Nearby-Friends“-Feature grundsätzlich genutzt wird. Diese überarbeitete Version erinnert stark an Snapchchats Snap-Map und soll zu mehr Interaktionen anregen – und zwar nicht nur online, sondern eben auch offline. (Techcrunch)
  • Überarbeitete Life-Events: Facebook hat neue, schnieke Gimmicks parat, um Nutzern mehr Daten zu entlocken. Konkret geht es um die sogenannten Life Events – also Anlässe wie ein neuer Job, Schulabschluss, Verlobung, etc. (Techcrunch)
  • Group-Chat: Ok, wem auch immer das Spaß machen könnte, aber there you go: Facebook ermöglicht nun Gruppen-Chats mit bis zu 250 Teilnehmern. (Techcrunch)
  • 3D-Fotos: Facebook hat ein neues Foto-Feature parat: mit sogenannten 3D-Fotos bekommt das Fotografieren endlich wieder mehr Tiefe. Oder auch nicht. Kommt auf den Absender drauf an. (Facebook 360)
  • Downranking von Spam-Websites: Facebook wird künftig Websites im News Feed downranken, die offenkundig Inhalte von anderen Websites raubmordkopiert haben. Falls ihr sowas macht, und auf Facebook setzt, lieber lassen. Sonst auch. (Techcrunch)
  • Downgrade bei Fake-Überschriften: Künftig können Artikel auch dann im News Feed ein Downgrade erfahren, wenn die Story eigentlich stimmt, aber die Überschrift falsch ist. (Poynter)
  • Lasso: Facebook baut einen Musically-Konkurenten mit dem Namen Lasso. Die Gründe, warum Facebook das macht, findest du weiter oben. (Techcrunch)
  • Workplace: Da Facebook aus mir unerklärlichen Gründen keinen so guten Ruf in Datenschutzangelegenheiten genießt, bekommt Facebooks Slack-Klon Workplace nun eine eigene Domain – workplace.com soll einfach nicht mehr ständig daran erinnern, dass man auch bei Facebook wunderbar in privaten Channels (Hust!) mit Kollegen über den Chef lästern kann.
  • Mehr wie LinkedIn: Facebook unternimmt den Versuch, etwas mehr wie LinkedIn zu sein und nimmt dafür verschiedene Funktionen in die App auf, die an das Business-Netzwerk erinnern: Kurse, Mentorenprogramme, etc. (Techcrunch)
  • Today In: Nun ist es tatsächlich soweit: Facebook rollt das neue Feature „Today In“ in über 400 Städten in den USA aus (Facebook Newsroom). Künftig finden Nutzer in eben jenen Städten in ihrem News Feed eine aggregierte Übersicht mit den „wichtigsten“ News, Events, Gruppen und Diskussionen aus der jeweiligen Region. Hintergrund ist das Ergebnis einer Umfrage, in der über 50 Prozent der Facebook-Nutzer angegeben hatten, dass sie sich mehr lokale News wünschen. „Today in“ gibt es nur mobil und wird garantiert bald in den Schlagzeilen sein, weil der Algorithmus wieder irgendeinen Schund empfohlen hat – Trending Topics reloaded. Eigentlich total irre, dass Facebook ein derartiges Feature gerade jetzt lanciert. Als hätten sie nicht schon genug Stress an der Backe. (TechCrunch)
  • Stories für Gruppen: Ja, nee, warum auch nicht. Fortan gibt es auch Stories für Gruppen. Wegen der Community und so. Nun ja. Wir werden sehen, wie weit da der Bogen überspannt werden kann, bis die Nutzer das nächste Feature für sich entdecken und das Spiel von vorne beginnt. (Facebook / Community)
  • Teleshopping: Das ist doch mal eine Meldung! Facebook testet in Thailand, ob die Nutzer Facebook nicht auch für Teleshopping nutzen wollen. Haha. Facebook, ey. Da fällt mir nicht mehr viel zu ein. Aber klar, warum nicht. (Techcrunch)
  • Collection Sharing: Sehr wohl fällt mir etwas dazu ein, dass Menschen analog zu den entsprechenden Features bei Pinterest auch auf Facebook Dinge sammeln wollen, um sie dann mit Freunden zu teilen. (Facebook Newsroom)
  • Search Ads: Facebook muss weiter wachsen. Da die Stories noch nicht so viel Rendite abwerfen wie gewünscht, müssen neben dem News Feed weitere Instrumente gefunden werden, um Geld zu verdienen. So führt Facebook jetzt (wieder) gesponserte Anzeigen in der Facebook-Suche ein (Techcrunch). Wenn dadurch die Suche an sich aufgewertet würde, meinetwegen. Bislang ist die nämlich bei Facebook ein Graus.
  • Future Location: Facebook ist ja eigentlich gerade dabei, verloren gegangenes Vertrauen wieder herzustellen. Ob da ein Patent so dienlich ist, das offenbar ermöglicht, vorherzusagen, wo du als nächstes sein wirst? (BuzzFeed News)


Instagram

  • Instagram: Während der Kollege vom Team Messenger erklärt, dass sie sich stärker dem Thema Visualität widmen wollen, lanciert Instagram ein neues Feature, mit dem sich – Achtung – einfach nur eine Text-Tafel kreieren lässt. Tja, ich weiß es doch auch nicht.
  • Instagram Activity Status: Instagram hat ein neues Feature ausgerollt, das viele Nutzer bereits von anderen Apps kennen dürften (und dort auch nicht unbedingt schätzen) – der sogenannte Activity Status zeigt an, wann Freunde und Bekannten das letzte Mal aktiv waren. Ein beliebtes Werkzeug, um Interaktionsraten in die Höhe zu schrauben, übt es doch einen gewissen Druck aus, auf Direktnachrichten, etc. zu antworten. Wie der Status deaktiviert werden kann, zeigt BuzzFeed.
  • Instagram Screenshot Alerts: Instagram zeigt Nutzern nun an, wenn ein Screenshot vom Foto angefertigt wurde. So better be aware.
  • Apropos Instagram. Posts können jetzt bei Buffer gescheduled werden. Vielleicht ist das ja für den einen oder die andere ganz spannend.
  • Instagram kappt Entwicklern die Leitung – also genauer gesagt gibt es bei Insta neue API Limits. Der Grund hierfür liegt ebenfalls im Cambridge Analytica Skandal.
  • Instagram Data Download: Wer mag, kann jetzt auch bei Instagram seine Daten herunterladen. Hinsichtlich der Anforderungen, die die neue EU-Datenschutzgrundverordnung vorsieht, ein absehbarer Schritt. Allerdings wäre es noch viel wertvoller, wenn man auch sein Freundesnetzwerk runterladen und in anderen Apps wieder integrieren könnte. Aber das machen die Plattformen natürlich aus gutem Grund nicht möglich.
  • Instagram macht auf Time (Well) Spent: Dem geschulten Auge eines Entwicklers zufolge hat Instagram eine „Time Spent“ Statistik-Funktion im Code vergraben. Ob das für mehr mentale Gesundheit der Nutzer gedacht ist, bleibt noch offen.
  • Video-Chat: Instagram führt jetzt für alle das neue Video-Chat-Feature ein: bis zu vier Personen können nun miteinander per Videotelefonie quatschen und gleichzeitig auf Instagram surfen. Alles time well spent, natürlich. Wer übrigens mit noch mehr Leuten gleichzeitig Video-telefonieren möchte, der nutzt Snapchat (16 Personen gleichzeitig), Face-Time (32 Personen gleichzeitig) oder den Facebook Messenger (6 Personen gleichzeitig und 50 weitere, die per Audio zuhören können).
  • Kamera-Effekte: Instagram führt zudem neue Kamera-Effekte ein, die von Partnern stammen können. So kann man etwa von BuzzFeed, Strava oder Ariana Grande Effekte nutzen, um seine eigenen Fotos/Videos aufzumotzen. Ein Feature, das wir so in ähnlicher Form bereits von den Sponsored Lenses von Snapchat kennen und für Instagram sicherlich gute Geschäftsoptionen bedeuten.
  • Neue Explore-Page: Anstatt Nutzern nur einen Stream an Inhalten zu präsentieren, die sie potentiell interessieren könnten, gibt es auf der neuen Explore-Page künftig Kategorien wie etwa Kunst, Schönheit, Sport und Mode. Die Kategorien orientieren sich laut Instagram an den Themen, mit denen man häufig interagiert. Durch dieses neue Feature wird es künftig sicherlich leichter, neue Creator zu finden, denen man z.B. zu einem bestimmten Hashtag folgen möchte. Etwas, das mit Blick auf den Kampf um „Mobile Video“ und dem damit verbundenen Ringen um die Gunst der Kreativen, sicherlich eine bedeutende Rolle spielen wird.
  • Musik für Instagram-Stories: Instagram ist echt im Feature-Rausch: Künftig wird es Nutzern ermöglicht, Stories mit Musik aus einer eigens von Instagram bereitgestellten Bibliothek zu hinterlegen. Ist das nicht toll? Chrr. Nun denn. Feature um Feature um Feature bläht Instagram seine App immer weiter auf. Wenn ihnen das nicht mal auf die Füße fällt.
  • Erweiterte Bio: Instagram scheint an einem Feature zu basteln, das es Nutzern ermöglicht, ihr College, respektive ihre Abschlussklasse anzugeben. Eigentlich eine totale Nischen-News, würde sie nicht perfekt aufzeigen, wie sich Instagram zunehmend facebookisiert…
  • Stories Bar: Allem Anschein nach ist Instagram auf der Suche nach Optionen, die Stories innerhalb der App prominenter zu bewerben. Wie bereits die Tage berichtet, sind Stories im Discover-Tab derzeit nicht mehr auffindbar. Gemutmaßt wird, ob Stories nicht ein eigenes Tab kriegen. Getestet wird jedenfalls jetzt, wie es beim Nutzer ankommt, wenn die Stories Bar, die oben in der App angezeigt wird, beim Scrollen im regulären Feed mitwandert.
  • Recommendations: Instagram testet „recommended posts“ – und zwar ausgerechnet an der Stelle im Feed, an der man eigentlich alles gesehen hatte und einem der Hinweis „You are all caught up“ angezeigt wird. Man, man, man. Das ist echt Silicon Valley in a nutshell: Erst öffentlichkeitswirksam so tun, als würde man sich um die Nutzer sorgen machen. Daraufhin dann ein „Time-Well-Spent“-Feature einbauen (Etwa: You are all caught up). Dann aber wieder ein neues Tool einführen, das einen dazu verleitet, länger auf der Plattform zu bleiben. Weißte Bescheid.
  • College Student Groups: Instagram möchte gern noch weiter wachsen und testet derzeit ein Feature, dass es College Studenten ermöglicht, sich leichter zu finden. Hatte nicht gerade letzte Woche Tinder eine Extra-App für Studierende präsentiert? Ja, richtig. Könnte sein, dass Instagram sich da nicht die Erdnussbutter vom Brot nehmen lassen möchte.
  • Sichererer: Insta möchte gern für seine Nutzer ein sicherer Ort sein. Jetzt, wo es gerade so schön läuft. Dafür haben sich Systrom und Krieger drei neue Features einfallen lassen. Erstens können User künftig bei den einzelnen Accounts auf About this account klicken und erfahren z.B., wann der Account Instagram beigetreten ist, aus welchem Land der Account stammt und ob es jüngst Namensänderungen gegeben hat. Ferner können Nutzer sich nun um eine Verifikation ihres Accounts bemühen und bald auch Third-Party-Apps als Authentifizierungsoption nutzen.
  • Parents Guide: Um Eltern mehr Informationen an die Hand zu geben, hat Instagram einen Parents Guide entworfen. Darin nicht nur nützliche Tipps hinsichtlich der Privatsphäre-Einstellungen, sondern zugleich auch noch ein 10-Punkte-Plan mit Vorschlägen, worüber man mal so sprechen könnte – etwa: „How do you feel about the amount of time you spend online?“ Mmh, wehe meine Tochter fragt mich das mal eines Tages… Nun denn. (Instagram Blog)
  • Video-Tagging: Zudem testet Instagram derzeit die Option, Personen in Videos zu taggen. (Techcrunch)
  • Shopping bekommt eigenen Explore-Chanel: Instagram will mehr verdienen und erweitert daher seine Shoppability. (Instagram Blogpost) Künftig wird es Marken möglich sein, in ihren Stories Tags zu Shopping-Optionen zu setzen. Ferner wird es im Explorer einen eigenen Shopping-Chanel geben. Wie schreibt Josh Constine bei Techcrunch so schön:

Instagram is embracing its true identity as a mail-order catalog. The question will be how much power merchants will give Instagram after seeing what its parent Facebook did to news outlets that relied on it.

  • Kein Regramming: Nein, Instagram arbeitet nicht an einem regulären Regramming-Feature. Vielmehr würde man sich auf die bereits existierenden Funktionen konzentrieren – etwa darauf, Posts von Dritten als Sticker in Stories zu verwenden. (Techcrunch)
  • Nametags: Instagram kupfert etwas bei Snapchat ab und führt sogenannte Nametags ein. Mit diesem Feature lässt sich ganz bequem der Instagram-Account des (faktisch vor einem stehenden) Gegenüber (also in der realen Welt!) adden: einfach Smartphone raus, per Kamera das Nametag scannen und – Zack – ist man beim gewünschten Profil. Und wieder mit Blick auf seinem Smartphone. Diese Zauberer! (Instagram Press)
  • Kindness Filter: Instagram ist auch nichts zu albern: Der neueste Filter, der bei Instagram genutzt werden kann, hat zum Ziel „Freundlichkeit“ zu verbreiten. Vielleicht ist aber auch das Ziel herauszufinden, wer die wichtigsten Personen unter all den Leuten sind, denen man folgt. Nur so eine Idee. (Instagram Press)
  • Tapping: Wäre es nicht schön, wenn man nicht nur Stories, sondern auch im normalen Leben einfach immer alles weiter-tappen könnte? Nun, soweit sind wir noch nicht, aber Instagram überlegt derzeit, das Tappen auch bei regulären Posts einzuführen. (Techcrunch)
  • Story-School: Für alle, die sich bereits mit Instagram Stories beschäftigen oder jetzt damit anfangen wollen, hat Instagram eine interaktive Website aufgesetzt – in der sogenannten Story-School zeigt Instagram, was man alles mit Stories so machen kann. Nun ja. (Business Instagram)
  • IGTV in Stories: Fortan können Inhalte von Instagram TV in Instagram Stories beworben werden. (Twitter / Instagram)
  • Schluss mit Fake-Accounts: Instagram räumt auf, schmeisst Fake-Follower von der Plattform und kündigt an, alle jene Accounts zu bestrafen, die weiter Apps nutzen, um eben jene zweifelhaften Follower zu gewinnen. (Techcrunch)
  • Neue Profilansicht: Instagram bastelt an der Profilansicht. Vor allem geht es dabei wohl darum, den Nutzern mehr Optionen an die Hand zu geben, miteinander Kontakt aufzunehmen. Einerseits wohl eine Reaktion darauf, dass Snapchat sich als schnellste App für Kommunikation zu positionieren versucht. Andererseits die Option für Instagram, mehr Beziehungen zwischen regulären Nutzern und Geschäften zu stricken. (Instagram Press)
  • Close Friends: Instagram bietet Nutzern jetzt ein Feature an, das fortan in den Einstellungen zu finden ist und auf den Name Close Friends hört. So wie auch schon bei Facebook und Google Plus (die älteren werden sich erinnern) ermöglicht es den Nutzern, Inhalte nur mit ausgewählten Kontakten zu teilen (Instagram Press). Dies sei notwendig, weil Insta-User mittlerweile zu viele Kontakte & deshalb Sorge hätten, ihre Stories würden die falschen erreichen, z.B. Arbeitskollegen. Facebook 2.0, sag ich doch.
  • Swipe statt Feed: Instagram arbeitet offenbar daran, den Feed durch einen Tinder-mäßigen Swipe zu ersetzen (Wabetainfo). Bin gerade nicht wirklich entschieden, ob ich das gut oder schlecht finden soll, möchte aber wiederholt die Befürchtung vortragen: die kriegen das noch kaputt!
  • Voice DM: Bei Instagram können jetzt auch Sprachnachrichten verschickt werden. (Techcrunch)
  • Mehr Funktionen für Promis: Instagram arbeitet offenbar daran, Influencern und Promis mehr Features an die Hand zu geben – etwa hinsichtlich der Frage, wer ihnen per DM schreiben darf. (The Verge)


WhatsApp

  • WhatsApp erst ab 16: WhatsApp erhöht das Mindestalter für die Nutzung der App auf 16 Jahre. Endlich hat man ein Argument, um die Kids aus dem Gruppen-Wahnsinn zu befreien. Hat man nicht? Well. Yeah. Stimmt.
  • WhatsApp mit neuen Gruppen-Features: Allem Anschein nach läuft Telegram WhatsApp in Sachen Features langsam aber sicher den Rang ab. Letztlich war das wohl auch immer Teil der Koum-Strategie. Aber da der Gründer ja jetzt von Bord ist (und Porsches sammeln möchte…) kann WhatsApp ja ruhig ein wenig aufgebläht werden und neue Gruppen-Features einführen.
  • WhatsApp-Gruppen-Nachrichten nur durch Admins: In der neuesten Version von WhatsApp kann künftig eingestellt werden, dass nur Gruppen-Admins Nachrichten an die Gruppe verschicken können. Very much anticipated, I would say.
  • Hurra, ein Geschäftsmodell: Keine Angst, Whatsapp bleibt für Euch kostenlos. Aber um endlich direkt über die App Einkommen zu generieren, führt Whatsapp eine Gebühr für Unternehmen ein, die Whatsapp als Service Hotline nutzen. Das Lockangebot: Anfragen, die innerhalb von 24 Stunden beantwortet werden, sind kostenlos. Alles was länger dauert, wird in Rechnung gestellt. Whatsapp fördert damit zum einen die Nutzung des Dienstes (Whatsapp geht ja so viel schneller, als Telefonate), kann das Modell zum anderen aber nach Belieben verändern, wenn es erstmal etabliert ist.
  • Status: Werbung: Whatsapp wird vom kommenden Jahr an wohl im Status-Bereich Werbung schalten. Das kündigte Whatsapp-COO Matt Idema in einem Gespräch mit der DPA an. Chats bleiben demnach aber werbefrei. Zumindest vorerst, würde ich mal denken. Nun denn. Irgendwie muss Facebook ja mit WhatsApp Geld verdienen. Senator, we run ads – wir erinnern uns.
  • Status-Suche und neue Vorschau: Auch WhatsApp schraubt fleißig weiter am Produkt und bietet nun eine Status-Suche und eine neue Vorschau, die es ermöglicht direkt im Push, Fotos anzuschauen, etc.
  • QR-Code: Machen wir es kurz: Auch WhatsApp werkelt an einem QR-Code, über den sich Freunde / Bekannte adden ließen. (Wabetainfo)


Facebook Messenger

  • Facebook Messenger: Beim Messenger von Facebook wurde die Group-Chat-Funktion etwas aufgebohrt: Künftig können nach Lust und Laune neue Gesprächsteilnehmer im laufenden Gespräch hinzugefügt werden.
  • Abstimmungen: Facebooks Messenger Stories bietet jetzt analog zu den Funktionen bei Instagram auch einen Poll an. Falls das jemand schon immer nutzen wollte, now you can.
  • Messenger Kids: Kein Freundschaftszwang: Würde ich jemals in Erwägung ziehen, dass meine Kinder Facebooks Messenger Kids nutzen sollten, würde ich mich über dieses Feature vermutlich freuen: Möchten zwei Kids über den Messenger Kontakt aufnehmen, müssen die Eltern nun nicht mehr bei Facebook miteinander befreundet sein. Makes sense, I guess. Aber wie gesagt, nix für mich. Wobei: Den Kids zu sagen, sie mögen bitte Signal benutzen, ist wahrscheinlich das neue „Du rufst dann an, wenn du da bist“! Total peinlich, Papa!
  • Autoplay jetzt auch im Messenger: Ist das nicht schön? Es gibt jetzt bald auch Autoplay-Video-Werbung im Facebook Messenger. Hach. So ein lustiges Werbevideo neben meinen Chats, das hat doch was. Naja, immerhin ist es nur der Messenger. Bei WhatsApp werden sie sich das ja wohl nicht trauen. Oder doch?
  • Einmal übersetzen, bitte: Der Messenger von Facebook kann jetzt vom Spanischen ins Englische übersetzen. Zumindest testweise. Das Feature soll die USA und Mexiko näher zusammenbringen, so die etwas überhöhte Darstellung drüben bei Techcrunch. Aber hey, eigentlich ist dieser ganze Übersetzungs-Wahnsinn wirklich großartig. Stellen wir uns nur einmal vor, wir könnten auf einmal mit der ganzen Welt quatschen. Das wäre schon ziemlich mega.
  • Texten per Sprache: In Ausgabe 484 berichteten wir von der chinesischen App Bullet, die genau mit diesem Feature beim Publikum punktet, jetzt steht Facebook beim Messenger anscheinend kurz davor, ebenfalls ein Sprache-zu-Text-Feature zu lancieren. (Techcrunch)
  • Unsend: Facebook arbeitet offenkundig an einer Unsend-Option. Nutzer könnten damit künftig bereits verschickte Nachrichten wieder löschen – nicht nur bei sich selbst im Chat, sondern auch im Chat-Verlauf des Gegenüber. Mark Zuckerberg steht ja die Option bekanntermaßen bereits zur Verfügung. (Techcrunch)
  • Der Messenger wird weniger verwirrend: Facebook hat seinen Messenger überarbeitet und stark verschlankt. Was dabei auffällt und paradoxerweise imho auch der Feature-Diät komplett zuwider läuft: Facebook-Stories wurden sehr prominent in den Messenger integriert. (Techcrunch)
  • Messenger: Nutzer können jetzt in einem Zeitfenster von zehn Minuten ihre Nachricht beim Messenger zurückziehen. (The Verge)
  • Facebook Messenger Watch Parties: Eigentlich sollte das Redesign des Messengers ja einer Entschlackungskur gleichkommen. Jetzt kündigt Facebook an, dass Nutzer künftig über den Messenger gemeinsam Watch-Inhalte schauen und kommentieren sollen. Nun ja. (Techcrunch)


Twitter

  • Twitter: Fortan wird es Premium-Entwicklern ermöglicht, auf das gesamte Twitter-Archiv zuzugreifen. Das wird im besten Fall spannende Datenjournalismusprojekte ermöglichen, im schlechtesten Fall die Werbetargeting-Möglichkeiten verfeinern. We\`ll see, was draus gestrickt wird.
  • Embedded Tweets: Embedded Tweets zeigen jetzt nicht mehr Retweets an, sondern „People Talking About This„. Hintergrund ist Twitters Feststellung, dass Menschen, die keine Twitter-Nutzer sind, mit Retweets als Indikator nicht viel anfangen können. Daher würden künftig Replies und Retweets kulminiert aufgeführt – zumindest bei embedded Tweets.
  • Twitter führt Bookmark-Funktion ein: Endlich führt Twitter die schon vor einiger Zeit angekündigte Bookmark-Funktion ein. Fortan wird an der Stelle, an der vormals die DM-Funktion zu finden war, eine Teilen-Funktion angezeigt. Dahinter verbergen sich dann die Optionen, Tweets als Bookmark abzulegen, Tweets via Direct Message oder anderweitig, etwa via WhatsApp, zu teilen. Die Bookmarks sind dann gesammelt an einem speziellen Ort innerhalb der App zu finden. Von mir gibt es dafür Applaus – nutze ich Twitter doch massiv für die Recherche. Einziger Wunsch an dieser Stelle: das neue Feature soll bitte auch auf die Web-Version übertragen werden.
  • Twitter will mehr Breaking News: Twitter sieht allem Anschein nach in Facebooks partiellem Rückzug vom News-Business große Chancen für das eigene Unternehmen. So testet Twitter in der App neue Wege, um Nutzern bei Breaking News einen schnellen Überblick über die wichtigsten Entwicklungen (read: Tweets) zu bieten. Twitter Is Experimenting With A Way To Show You Even More Breaking News Tweets.
  • Twitter übt sich im Downranking: Twitter hat bekanntermaßen ein ziemliches Troll- und Hass-Problem. Damit jene „bad actors“ künftig nicht jede Diskussion sprengen, arbeitet Twitter künftig verstärkt daran, bösen Tweets weniger Sichtbarkeit zu geben. Das passiert in der gleichen Manier wie bei unerwünschten Posts auf Facebook: nämlich nicht übers Löschen, sondern übers Downranking.
  • Kampf gegen Trolle: Twitter verschärft seine Regeln beim Signup-Prozess und fordert Nutzer nun auf, ihre Neuanmeldung via Email oder Telefonnummer zu bestätigen. Das neue Vorgehen soll Trollen und anderen Akteuren, die nichts Gutes im Schilde führen, vorbeugen. Twitter hat da ganz offensichtlich einiges zu tun: allein im Mai 2018 hatte es Twitter mit 9,9 Millionen potentiellen Spam-Accounts in der Woche zu tun. Hier der offizielle Blogpost von Twitter.
  • Threaded Replies & Online-Status: Twitter hingegen versucht mehr Struktur in die Diskussionen zu bekommen und testet deshalb einerseits Replies, die wie ein Thread funktionieren, und andererseits das Anzeigen des Online-Status. Beide Features sind bereits Standard bei anderen Social-Media-Plattformen. Mal sehen, was Twitter aus dem Test macht. Meine 2 Cent: Online-Status = Mist, Threads = große Klasse.
  • Live-Stream-Hinweise: Twitter testet ein Features, das Live-Broadcasts extrem prominent anzeigt – thinking of Stories früher bei Instagram – also direkt über dem eigentlichen Feed. Warum sie das machen? Nun: Video ist für alle Plattformen ein Thema und Twitter möchte im Bereich Live gern die Nummer 1 bleiben. (Twitter)
  • Twitter killt Moments: Jedenfalls fast. Auf Twitter haben sie angekündigt, dass es Moments fortan nur noch in der Laptop/Desktop-Variante geben wird. Mobil jedoch nicht mehr. Da über 80 Prozent der Twitter-Nutzer Twitter mobil nutzen, ist Moments somit eigentlich tot. (Twitter)
  • Chat-Moderatoren: Bei Periscope können künftig Chat-Moderatoren ernannt werden, bevor man live geht. So kann man sich selbst komplett auf den Livestream konzentrieren und die Kollegen können sich um Kommentarpflege kümmern. (Medium / Periscope)
  • Reported Tweets: Twitter übt sich weiter in Transparenz und zeigt künftig sehr viel genauer, warum ein Tweet gelöscht wurde. Hallo Facebook! (Techcrunch)
  • Wie Twitter Konversationen fördern will: Noch sind es keine offiziellen Tests, aber Twitter hat Vorschläge präsentiert, wie sie die Diskussionskultur auf der Plattform verbessern wollen – etwa mit Inline-Replies und farbigen Hervorhebungen. (Fast Company) Zudem überlegt Twitter, ob sie Statusmeldungen einführen wollen – etwa „Gucke gerade Tatort“. (The Verge)
  • Homescreen Button: Da Nutzer in der Regel recht faul sind und sich nicht gern durch Menüs klicken, testet Twitter derzeit einen prominent platzierten Button, der das Hin- und Her zwischen chronologischer und algorithmisch-sortierter Timeline ermöglicht. (Techcrunch)
  • Vorsichtiges Nachdenken über den Edit-Button: Erst einmal nur wenig prominent hier in dieser Abteilung vermerkt, weil ich noch nicht wirklich dran glaube. Wenn es dann aber tatsächlich soweit ist, dass der Edit-Button für alle NutzerInnen ausgerollt wird, dann gibt es einen ausführlichen Beitrag dazu, versprochen. (The Next Web)
  • Weniger Fokus auf Follower: Twitter probiert derzeit einiges aus, um die Plattform etwas zu entspannen. Die neueste Idee: der Anzahl an Followern weniger Bedeutung geben. Wie? Nun, letztlich eigentlich nur durch ein wenig Kosmetik. (The Verge)
  • Explore-Tabs: Twitter schaut sich bei Instagram die Explore-Tabs ab. Künftig kann in der Suche direkt auf Tabs mit Links und Inhalten zu News, Sport, Entertainment, etc. zugegriffen werden – dürfte Twitter für Neueinsteiger eine ganze Ecke attraktiver machen. (Twitter)


Google / YouTube

  • YouTube Music / Prime: YouTube startet seinen lange antizipierten Musik-Streaming-Service, der vor allem Spotify Konkurrenz machen soll. Für 10 Euro im Monat bekommen Nutzer alle Musik-Angebote von YouTube, Playlists und Offline-Funktionalitäten. Wer noch zwei Euro drauflegt, bekommt Premium-Zugang und kann generell auf YouTube Videos komplett werbefrei anschauen. Auch kann man als Premium-Kunde auf YouTube-Eigenproduktionen zugreifen.
  • Vertical Video: Endlich reagiert YouTube auf den Vertical Video Boom und überarbeitet seinen Player: Künftig werden vertikale Videos angemessen dargestellt – und zwar ohne diese hässlichen schwarzen Ränder.
  • Cash für die Promo von neuen Features: YouTube zahlt ausgewählten Filmemachern bis zu sechsstellige Summen, damit diese neue Features der Plattform ausprobieren und promoten. Darunter z.B. „paid memberships“ und „enhanced chat“. Bloomberg hat die Details.
  • Kontext is King – eigentlich: Wie bereits vor einiger Zeit angekündigt, hat YouTube nun damit begonnen, „schwierige“ Videos mit mehr Kontext zu versehen. So sollen künftig gerade Videos von Verschwörungstheoretikern durch eine Box mit Fakten aus Wikipedia oder der Encyclopedia Britannica ergänzt werden. Das klingt erst einmal positiv, allerdings ist dieses Vorhaben für Wikipedia durchaus ein Problem: erstens erfolgt keine Kompensation, zweitens haben sie Angst vor Trollen, die die entsprechenden Artikel angehen könnten.
  • Non-Skippable Ads: Um Kreativen den Verbleib auf YouTube schmackhaft zu machen, gibt es künftig „non-skippable“ Ads auf der Plattform. Fürs Geschäfts sicherlich spannend, für den Zuschauer einfach nur nervig.
  • Digital Wellbeing: Hach, auch YouTube kümmert sich jetzt um das Wohlergehen all jener wundervollen Menschen, die gern und lange YouTube glotzen. So wird dem geneigten Zuschauer künftig angezeigt, wie lange er sich schon von Video zu Video zu Video zu Video weiter hangelt. Tja. Ist doch rührend.
  • Google: Neigbourly: Was im Westen nicht klappt, kann ja im Osten noch werden: Google testet in einigen Städten Indiens ein soziales Netzwerk, das auf den Namen Neighbourly hört. Das Konzept klingt spannend. (The Guardian)
  • Schlanke YouTube-Variante für Afrika: Fast alle großen Apps entwickeln derzeit wesentlich schlankere Versionen für all jene Märkte, in denen die Mobilfunknetze noch nicht so ausgebaut sind, respektive die Datennutzung zu teuer ist. Nein, wir reden nicht von Deutschland. YouTube Go ist jetzt jedenfalls auch in Afrika erhältlich. (Quartz)
  • Vertical Video Ads: YouTube hat von Instagram und Snapchat geräubert und hat nun auch vertikale Video-Werbung im Portfolio. Aber wie habe ich auf der DMEXCO doch auch so schön gelernt: Nutzer halten ihr Smartphone sowieso über 90 Prozent am Tag in der vertikalen – wer will da noch Werbung im Querformat? (The Drum)
  • Geringere Hürde: YouTube hatte vor einigen Monaten neue Möglichkeiten eingeführt, damit Video-Produzenten auf der Plattform Geld verdienen können. Diese Membership-Funktionen waren zunächst nur für Video-Produzenten mit über 100.000 Subscribern verfügbar. Jetzt hat YouTube die Hürde auf mindestens 50.000 Subscriber gesenkt. (Engadget)
  • Gaming App dicht: Keine Ahnung, ob jemand von meinen Lesern jemals diese App genutzt hat, aber die stand-alone Gaming App von YouTube ist bald Geschichte. Der Grund: Gamer nutzen YouTube (und Twitch 🙂 ), die besagte App aber nicht. Also weg damit. (Techcrunch)
  • Google Group Planning: Die Mittagspause naht und die Ideenfindung, wo es denn nun mit den Kollegen hingehen könnte, zieht sich mal wieder arg in die Länge? Künftig könnte das etwas schneller gehen. Jedenfalls dann, wenn man Googles neues Gruppen-Planungs-Tool nutzen möchte. (Google)
  • Easy Channel Subscription: YouTube möchte es Nutzern einfacher machen, Channels zu abonnieren. (The Verge)
  • Mini-Player: YouTube möchte, dass wir nicht aufhören, zu glotzen. (The Verge)
  • Leichter Daten löschen: Google vereinfacht für Nutzer die Möglichkeiten, Daten zu löschen. So muss man künftig nicht mehr tief in den Privatsphäreeinstellungen die entsprechenden Optionen suchen, sondern kann direkt von Search / Maps / etc. aus Daten löschen. (9to5Google)
  • Angriff auf Facebook Pages: Das ist wirklich ganz spannend: Google gibt Geschäftsinhabern jetzt die Möglichkeit, Google-Suchenden mehr Infos an die Hand zu geben. So können via My Business App (iOS, Android) Fanpage-mäßige Profile erstellt werden, um etwa Fotos, Posts oder Angebote zu teilen. Auch kann über die App mit Suchenden / Kunden interagiert werden. Nachdem Google ja bislang kein gutes Händchen in Sachen Social Networks bewiesen hat, ist dies ein ziemlich cleverer Weg, die Millionen an Nutzern auf eine neue Art anzusprechen. (Techcrunch)
  • Terminator & Rambo: YouTube bietet Nutzern in den USA jetzt über 100 Hollywood-Schinken zum kostenfreien Streaming an. Wer also mag, kann jetzt also auch Terminator und Rambo auf YouTube gucken. (The Verge)
  • Stories: YouTube hatte ja bereits vor knapp einem Jahr angekündigt, ebenfalls ein Stories-Feature auf der Plattform anbieten zu wollen. Jetzt wird das Feature an Kreative mit mindestens 10.000 Abonnenten ausgerollt. Im Vergleich zu Instagram Stories können die Stories bei YouTube sieben Tage angeschaut werden und sind wohl eher als Ergänzung zu den eigentlichen Videos gedacht – nicht als Ersatz. Auch gibt es bis dato keine Swipe-Up-Option. Kreative zeigen sich auf Reddit skeptisch.
  • Google+ schon früher dicht: Aufgrund eines weiteren Datenlecks bei Google+ wird der Dienst schon vier Monate früher dicht gemacht. (The Verge)


Snapchat

  • Snapchat: Ausgewählte, öffentliche Stories von Snapchat lassen sich nun per Link teilen – etwa via Facebook, Twitter oder Messenger. Somit können zwar Dritte zu Inhalten bei Snapchat hingeführt werden, eben jene Inhalte können aber nach wie vor nicht auf Seiten Dritter „embedded“ werden. Dürfte noch kommen, denke ich. Wohl auch bitter nötig, denn die Umstellung der App (also die Trennung von Social und Media) kommt bislang allem Anschein nach nicht so gut an.
  • Snapchat: Neue Fonts und ein "Do not Disturb"-Feature werden demnächst bei Snapchat eingeführt. Die neuen Fonts sollen das Erstellen von Updates schöner machen, das "Do not Disturb"-Feature soll das Leben erträglicher machen – "Time Well Spent" eben.
  • Snap Heatmaps: Snapchat ermöglicht es nun, Snaps auf der sogenannten Heat Map auch außerhalb von Snapchat zu entdecken und via iFrame einzubinden. Könnte gerade bei Events durchaus interessant sein. Aber Vorsicht: Die Snaps sind womöglich nur 30 Tage sichtbar…
  • Snapchat bietet jetzt die Möglichkeit, Gruppen-Video-Anrufe durchzuführen. Bis zu 16 Leute können fortan gleichzeitig via Snapchat quatschen. Auch können Nutzer sich nun gegenseitig in Stories taggen.
  • Snapchat Redesign des Redesigns: Snapchat test aktuell bei einigen Nutzern, die Stories von Freunden wieder neben die Stories von Marken und Publishern zu packen. Also quasi zurück auf Los. Warum Snapchat das macht? Nun: Entweder haben weniger Menschen Stories von Freunden/Publishern geguckt oder sie haben selbst weniger Stories kreiert. Vielleicht erfahren wir nächste Woche beim Earnings Call den Grund.
  • Snapchat schaltet Werbung, die man nicht skippen kann: Einer Studie zufolge sind wir ziemlich gut darin, Werbung einfach zu skippen. Damit das nicht mehr funktioniert, schaltet Snapchat jetzt Werbung, die sich nicht mehr übergehen lässt.
  • Spiegel selbst hat es versaut: Einem Bericht von The Information zufolge ist der große Snapchat-Redesign-Fail allein auf dem Mist von Snaps CEO Evan Spiegel gewachsen. Der Erzählung zufolge habe sich Spiegel von Chinas Apps so beeindrucken lassen, dass er in einer kaum bis gar nicht diskutierten Hauruck-Aktion das Redesign durchgeboxt hat. Tja, so kann sich sogar jemand irren, dem immer nachgesagt wurde, er sei der beste Produkt-CEO aller Social-Media-Apps…
  • Weniger Targeting: Snapchat-Nutzer bekommen mehr Einstellungsmöglichkeiten in Sachen Targeting – genauer gesagt können sie jetzt auch zielgerichtete Werbung ausschalten.
  • Snapchats Sound Lense: Snapchat hat den ersten Filter gelauncht, der auf Sound reagiert. Jetzt lassen sich also nicht nur mit Bewegung, sondern auch mit Geräuschen die Snapchat Lenses in ihrer Form verändern. Ist das nicht spannend, wie wir zwar rumheulen, uns aber zugleich von den Unternehmen komplett vermessen lassen? Snapchat launches its first Lens that reacts to sound.
  • Snap Maps jetzt mit Wetter: Snapchat fügt neue Funktionen zu seiner Snap-Map hinzu. Wer künftig auf einen Freund klickt, der wird mit Visualisierungen beglückt, die anzeigen, wie das Wetter ist, oder (sollte der Freund Geburtstag haben) Konfetti regnen lassen.
  • New Lenses: Snapchat bietet seinen Nutzern künftig (sehr viel) mehr Filter-Optionen an. Aber bitte nicht nutzen. Am Ende geht es ja doch nur darum, die Skills in Sachen Gesichtserkennungssoftware zu verbessern. Naja. Ich habe es wenigstens gesagt. Snapchat debuts a library of selfie filters
  • Snaps entdecken via Spike: Wer beruflich häufiger auf der Suche nach viralen Inhalten ist, kennt sicherlich bereits Plattformen wie Spike. Dort lassen sich nach verschiedenen Faktoren sortiert entsprechende Inhalte von Facebook, Twitter und Instagram finden, um daraus entweder zu lesen, welches Thema auch für die eigene Berichterstattung Relevanz haben könnte oder um Posts zu finden, die auf der eigenen Website eingebunden werden sollen. Fortan funktioniert das bei Spike auch mit Snaps – gerade hinsichtlich der Live-Berichterstattung bei Breaking News Situationen eine spannende Option: 3 ways Snapchat will supercharge hyperlocal storytelling.
  • Effekte per Voice: Snapchat bietet Nutzern fortan die Möglichkeit, bestimmte Effekte auch per Sprachkommando zu laden. So kann etwa via „Love“, „Wow“ oder „Hi“ ein Effekt eingesetzt werden. Nun ja. Eine Spielerei. Schon klar. Allerdings zeigt es auch, wie Voiceimmer stärker in Apps integriert wird.
  • Musical Gifs: Bei Snapchat kann man jetzt Musical Gifs nutzen. Sollte das einer meiner Leser nutzen, dann bitte ich um einen Beweis per Screenshot. Anyway. Ich wollte es wenigstens erwähnen.
  • Boomerang, äh Bounce: Das Features hin- und herklauben geht zwischen Instagram und Snapchat fröhlich weiter. So führt Snapchat jetzt einen Boomerang-Klon ein, der es ermöglicht, aus kurzen Video-Sequenzen lustige Endlos-Wackel-Gifs zu bauen. Snapchat nennt das Feature Bounce.
  • Chat-Nachrichten verschwinden nicht sofort: Zudem ermöglicht es Snapchat seinen Nutzern künftig, Chats bis zu 24 Stunden nachzulesen. Eigentlich verschwanden Nachrichten ja immer, sobald man sie gelesen hatte. Künftig soll sich einstellen lassen, dass Chat-Nachrichten auch länger angezeigt werden. Ziemlich hilfreich.
  • Spectacles: Snapchat hat die nächste Generation Spectacles am Start: die Modelle Veronica und Nico sehen tatsächlich ziemlich wearable aus im Vergleich zu den Vorgängern. Mal gucken, ob Snap Inc wieder auf so einem krassen Berg an Hardware sitzen bleibt wie beim ersten Versuch, Snapchat-fähige Sonnenbrillen unters Volk zu bringen.
  • Our Stories: Snapchat integriert in der Discover-Section künftig Stories, die zwar Inhalte von regulären Snapchat-Nutzern zeigen, aber von professionellen Medienunternehmen kuratiert werden. Dieses neue Feature hört auf den Namen „Our Stories“ und startet zunächst mit 20 ausgewählten Medienpartner. (Techcrunch)
  • Amazon-Verknüpfung: Jetzt ist es also soweit: Wie bereits in Briefing #469 erstmals erwähnt, kann man nun mit seiner Snapchat-Kamera (z.B.) ein Foto von den Sneakern des Kumpels machen und schwupps lanndt man per „visual search“ bei Amazon im Store beim entsprechenden Produkt. (Techcrunch)
    

  • Neue Shows angekündigt: Um weiterhin attraktiv zu bleiben, hat Snapchat noch für diesen Herbst neue Shows angekündigt, die exklusiv auf Snapchat zu sehen sein werden. So habe Snap u.a. die Köpfe hinter der Hit-Show „Keeping up with the Kardashians“ für sich gewinnen können. Mit Blick auf die ARD/ZDF-Onlinestudie ist eine Wette auf Mobile-Video sicherlich nicht die allerschlechteste. (Reuters)
  • Katzen-Filter: Und Snapchat so, während Facebook mit dem größten (und bis dato wohl auch einzigen) Hack in der Unternehmensgeschichte klarkommen muss: Filter für dich und deine Katze!
  • Desktop: Snapchat lässt nun auch per Desktop-Kamera die famosen Filter auf die Menschheit los. (Digital Information World)
  • Wolle Bitmojis kaufen? Auf der Suche nach neuen Erlösmodellen ist Snapchat auf die Idee gekommen, die sehr populären Bitmojis zu Geld zu machen: Bitmoji-Merchandise here we come! (Techcrunch)
  • Friendship Profile: Zudem launcht Snapchat ein neues Feature, das Nutzern direkt sämtliche Inhalte anzeigt, die sie mit Freunden teilen. Zur Stärkung der Freundschaft, versteht sich. (Snap)


Sonstige

  • Skype: Eigentlich haben wir Skype sonst hier so gut wie nie im Programm, aber da sie eine Partnerschaft mit der App Signal angekündigt haben, machen wir mal eine Ausnahme. Künftig soll es jedenfalls bei Skype auch echte Verschlüsselungsoptionen geben. Hört, hört. Bzw.: eben nicht!
  • Confide: Wo wir abschließend gerade noch über Privatsphäre reden, die App Confide hat eine spannende Technologie entwickelt, die es verhindern soll, dass Nutzer Screenshots machen können. Dadurch wird der Nutzer eben nicht nur darüber informiert, dass ein Screenshot aufgenommen wurde, sondern bereits im Vorfeld verhindert die App, dass ein Screenshot gemacht wird. Für echte Detektive gibt es hier alle Infos.
  • WeChat: Ebenfalls in Ausgabe #424 zeigten wir WeChats Pläne für 2018 auf. Hier gibt es eine sehr ausführliche Anleitung für dieses „unregulierte, trojanische Staatskapitalismus-Pferd zur Überwachung der achso-freien Bürger, das es natürlich zu boykottieren und zu verbieten gilt“ – wie es ein wunderbarer Leser, den ich hier zwar zitiere, aber nicht nenne, treffend beschreibt.
  • Anchor: Wer gern einen Podcast produzieren möchte, dürfte mit der App Anchor seine Freude haben. Anchor hat sich zu einer Art Schweizer Messer in Sachen Podcast-Produktion entwickelt. Hier erfährt man mehr.
  • Vero: Eigentlich ist die App bereits seit langem am Start, aber erst jetzt macht das Social Network aus dem libanesischen Hariri-Clan in Deutschland so richtig die Runde. Ein wenig Hintergrund zur App gibt es hier. Warum die App gerade jetzt heiß läuft, wissen selbst gut informierte Kollegen nicht. Ich werde mich dort jedenfalls nicht anmelden. Falls das jemanden interessiert. Just saying. Das sitze ich aus – so wie Armin Wolf Snapchat.
  • Emoji-App für Mac: Für alle Emoji-Fans und Mac-Nutzer gibt es jetzt ein kleines Tool, das das Einfügen von Emojis beim Tippen kinderleicht macht. In etwa so, wie man es von Slack kennt. Here you go: Rocket – The Best Emoji App For Mac
  • NowBreaking: NowThis hat sich vom kleinen Startup zu einem echten Medienunternehmen entwickelt – kein Wunder hinsichtlich des Video-Hungers der Plattformen. Ab Juni gibt es bei Snapchat ein neues Video-Angebot von NowThis, das sich auf internationale und nationale Nachrichten versteht. Der Name ist Programm: NowBreaking.
  • WeChat Mini Games werden von fast einer halben Milliarde Nutzern gespielt. Und weil das eine beachtliche Zahl ist, können wir wohl davon ausgehen, dass Mini Games auch bei WhatsApp oder dem Facebook Messenger bald noch eine sehr viel größere Rolle spielen könnten. WeChat mini games have now amassed nearly half a billion users.
  • Fabric: Facebook Alternative: Die letzte Meldung dieser Art, an die ich mich erinnern kann, war der Kick-off von Ello 2014. Damals machte die Schlagzeile des potentiellen „Facebook-Killers“ die Runde. Seitdem hat es sicher unzählige Versuche dieser Art gegeben, aber die meisten sind unter dem Radar verlaufen. Der Grund, warum ich jetzt ausgerechnet Fabric nenne, ist, dass das Netzwerk a) schon seit 2016 exisitiert (also schon Erfahrung und eine Nutzerbasis hat) und b) jetzt aus Facebooks aktueller Datenproblematik Profit schlagen will (in dem es die nutzerfreundlichere & sicherere Alternative sein möchte). Noch dazu stecken dahinter zwei ehemalige Facabook-Entwickler, die also Insider-Wissen besitzen. Oder ist genau das der Knackpunkt?
  • Giphy Stories: Auch Giphy (die berüchtigte Plattform für GIFs jeglicher Art, bei der sich alle Social-Kollegen immer vor der Verwendung tief in die Augen schauen und dann sagen „Ach, wird schon“) präsentiert künftig seine eigene Variante des Stories-Formats. Inhaltlich geht es dabei um alles, was aus den Bereichen Sport, Entertainment und Reaction gerade so trendet. Laut Giphy werden die Stories von Redakteuren gebaut und stündlich sowohl für Mobile als auch für den Desktop publiziert. Sehr spannend.
  • College App: Tinder startet eine eigene College-App. Die App Tinder U zielt dem Vernehmen nach aber mehr darauf ab, Studierende zum Lernen, respektive Abhängen zusammen zu bringen als zum reinen.. naja, ihr wisst schon. Vorerst gibt es Tinder U nur in den USA und nur für junge Menschen mit einer .edu-Adresse. Mal schauen, wo das hinführt. Es gab doch schon einmal eine App, die sich nur an College-Studierende richtete… wie hieß die gleich? Ah, ja, richtig: The Facebook. Nun ja. Bin gespannt, ob Tinder damit einen Nerv trifft. Tinder selbst jedenfalls wächst wie verrückt: 3.8 million paying Tinder users in Q2 2018, versus 1.7 million at the same time last year.
  • Skype-Redesign (again): Ich hatte ehrlich gesagt keine Ahnung, dass Skype Features implementiert hatte, die an Snapchat erinnerten. Für mich ist Skype nach wie vor einzig und allein das Tool, das ich kurz anschmeiße, um mit jemandem per Video zu telefonieren. Nichts weiter. Anscheinend sehe nicht nur ich das so. Skype schmeißt jedenfalls alle Snapchat-ähnlichen Features wieder raus und konzentriert sich aufs Wesentliche.
  • Video-Reaktionen: Jede Wette: Dieses Feature werden wir bald bei ganz vielen Mitbewerbern sehen! TikTok, ehemals musical.ly und überhaupt, ermöglicht es seinen Nutzern nun auf ein Video mit einem Video zu reagieren – quasi Video auf Video dann. Total meta. Aber auch total naheliegend.
  • Vimeo: Pivoting to Software: Weil die Konkurrenz zu anderen Plattformen in Sachen Video viel zu groß geworden ist, konzentriert sich Vimeo jetzt verstärkt darauf, als Tech-Unternehmen wahrgenommen zu werden. Künftig wolle man primär als Anbieter von Footage und Tools gesehen werden und nicht als Edel-Konkurrenz zu YouTube, etc. Mal schauen, wie sich das dann konkret darstellt. Prinzipiell war ich ein großer Fan vom Vimeo-Angebot.
  • Voice to Text: In China ist bekanntermaßen WeChat das Nonplusultra, wenn es um Social Media geht. Aktuell sorgt allerdings die App Bullet Messaging für Aufsehen. Der Hauptgrund dafür ist dem Vernehmen nach das Feature, Sprache in Text zu verwandeln – ein Feature, das wir garantiert auch demnächst bei WhatsApp und Co sehen werden.
  • Video-Player: Der neu eingeführte native Video-Player ist für Reddit ein voller Erfolg: rund eine Milliarde Views werden mittlerweile bereits über den Player pro Monat erzielt. Zwar verzeichnet YouTube diese Zahl an einem Tag, doch für Reddit ist das trotzdem ein enormer Erfolg (und somit auch für Medienprofis spannend). (Digiday)
  • Weniger Metadata: Um ein noch größeres Maß an Privatsphäre zu ermöglichen, hat Signal ein smartes neues Feature eingeführt: das sogenannte Sealed Sender Feature verwischt die Spuren des Absenders. (Techcrunch)
  • Besserer Schutz: Bin mir nicht ganz sicher, ob das auch nur einem von euch klar gewesen ist, aber bislang konnten eure LinkedIn-Kontakte einfach so eure Email-Adresse von euren Profil-Seite ziehen. Das geht nun nicht mehr. Schon mal ganz gut. Aber letztlich dürften viele dieser komischen Kontakte, denen man dann doch immer mal wieder zugestanden hatte, sich mit einem zu vernetzen, obwohl man sie eigentlich gar nicht kannte, genau darauf aus gewesen sein. Nur so eine Vermutung. (Techcrunch)
  • Mehr Social Media: LinkedIn möchte gern mehr wie andere soziale Netzwerke sein und testet derzeit sowohl GIFs als auch Reactions und Stories. Nun ja. What could possibly go wrong? Ah, richtig. Meme Wars. (BuzzFeed)
  • Aus dem App Store geflogen: Tumblr ist für mich ja eines dieser sozialen Netzwerke, das in Deutschland leider völlig unverdient nie so richtig aus dem Quark gekommen ist. Leider hat Tumblr allerdings auch ein extrem hässliches Problem mit grässlichen Inhalten. Genau deshalb ist Tumblr auch (vorübergehend) aus dem App Store geflogen. (Digital Information World)
  • Echtzeit-Untertitel: Skype bietet Nutzern fortan die Option, Echtzeit-Untertitel bei Gesprächen einzublenden. Künftig soll es auch in einem Extra-Fenster möglich sein, das Gesprochene rückverfolgen zu können – sehr praktisch, wenn man gerade bei längeren Calls kurz aussetzt, um frischen Kaffee zu holen oder andere, wirklich wichtige Dinge zu erledigen. (TechCrunch)
  • Ist das Kunst oder kann das weg? Tumblr trennt sich von allen pornografischen Inhalten auf der Seite (Staff / Tumblr). Warum ich das hier erwähne? Nun: Erstens deshalb, weil es Millionen an Nutzer verärgern wird. Zweitens weil es gar nicht so leicht ist, die Trennlinie zu ziehen zwischen stumpfen Fotos/Videos/Gifs auf der einen und künstlerisch anmutender Kunst NSFW auf der anderen Seite – insbesondere dann nicht, wenn die Löschung via automatisierter Prozesse vorgenommen wird. Also entweder schafft Tumblr es damit, sich wieder für ein breiteres Publikum herauszuputzen (und riskiert keinen erneuten, völlig nachvollziehbaren Rauswurf aus dem iOS Appstore) oder es verprellt die letzte wirklich engagierte Community – so komisch sich das auch anhören mag (TechCrunch). Die Twitter-Reaktionen jedenfalls sind eindeutig: RIP Tumblr.
  • KIK: User Tipping: Bei Kik können Menschen fortan Moderatoren und Admins Mini-Beträge via Cryptowährungen spenden – etwa für ihre tolle Arbeit bei der Pflege einer Gruppe oder so. Micro-Payments sind ja durchaus ein spannendes Thema (Lanier hat dazu viel geschrieben), im Falle von Kik ist die tägliche Maximalhöhe pro User bei 1 Cent gedeckelt, schreibt The Next Web – nun ja, ob das jetzt so skaliert? Aber immerhin ein spannender Test.