Briefing für den 21.9.2017 | Ausgabe #392

martin Briefing


Hi Crew, heute ein etwas kürzeres Briefing – dafür aber mit einem echten Bonbon am Ende. Herzlichst, Martin

# Neue Zahlen zu Facebook: Engagement und Traffic down

Zwei aktuelle Untersuchungen sollten Publisher und Werbetreibende gleichermaßen Sorgen bereiten: Erstens sei das Engagement mit ihren Posts bei Facebook seit Januar um 20 Prozent eingebrochen. Zweitens hätte Facebook als Traffic-Maschine wieder an Bedeutung verloren und sei wieder hinter Google zurückgefallen. Das jedenfalls geht aus Untersuchungen von Parsely und BuzzSumo hervor.

Der Hauptgrund für beide Phänomene dürfte darin bestehen, dass Facebook seit Beginn des Jahres mit aller Kraft versucht, Video in den Mittelpunkt seiner Nutzungserfahrung zu stellen. Publisher aber kommen erst langsam in Fahrt, was das Thema Video angeht. Und wer Video auf der Plattform guckt, klickt sich halt nirgends hin. Facebook gives, but continues to take more from publishers [Digiday]

# Politik wünscht sich von Social-Media-Plattformen entschiedenes Vorgehen gegen Terrorismus

Theresa May, Emmanuel Macron und Paolo Gentiloni haben sich in einer Sitzung bei den Vereinten Nationen besorgt darüber gezeigt, wie leicht es Terror-Organisationen wie dem sogenannten Islamischen Staat gemacht wird, ihre Propaganda via Facebook und YouTube zu verbreiten. Die britische Premier-Ministerin fordert deshalb von den Tech-Konzernen, dass diese künftig innerhalb von zwei Stunden entsprechende Inhalte löschen – am besten automatisiert. Facebook zeigte sich verständnisvoll, unterstrich aber, dass die automatisierten AI-Lösungen noch lange nicht so weit wären. Da steckt viel drin – sowohl in der Forderung nach einer sofortigen, automatisierten Zensur als auch in dem Hinweis, dass AI noch ganz am Anfang stünde.

Auch die Verschlüsselungstechniken von WhatsApp und Telegram stehen seitens der Regierungschefs in der Kritik: Zu oft würden die Messenger dafür genutzt, um terroristische Akte vorzubereiten, heißt es. Folglich sei es für die Behörden notwendig, auch an verschlüsselte Nachrichten zu kommen. WhatsApp versprach, helfen zu wollen, allerdings könnten sie nichts liefern, was sie nicht selbst sammeln – bedeutet also: Metadaten ja, Inhalte nein. Facebook admits industry could do more to combat online extremism [Guardian]

# Facebook vor Anhörung im US-Kongress

Womöglich steht Facebook eine öffentliche Anhörung ins Haus. Der US-Congress ermittelt bekanntlich, inwieweit Russland die US-Wahl gehackt hat. Mit Blick auf die Anzeigen, die bei Facebook geschaltet wurden, sei es deshalb mehr als angebracht, von Facebook selbst zu erfahren, was sie alles über diesen Vorgang wissen, heißt es zur Begründung. Facebook würde sich einer Anhörung stellen, hätten sich doch nichts zu verbergen, lässt das Unternehmen verlauten. Facebook called on to testify before Senate intelligence committee on election hacking [The Independent]

Reaktion auf Targeting-Wahnsinn

Sheryl Sandberg hat sich in einem Post auf Facebook bestürzt darüber gezeigt, dass es über den Werbeanzeigen-Manager möglich war, Werbung gezielt an Menschen auszuspielen, die sich etwa als Juden-Hasser bezeichnen. Das dürfe nicht durch Facebook ermöglicht werden, so Sandberg. Deshalb wolle man die „ad targeting policies“ verschärfen und künftig vor allem mehr Menschen in den Review-Prozess mit einbinden. [Facebook]

Twitter kopiert Nuzzle

Was Facebook kann, kann Twitter jetzt auch: populäre Services von Dritten kopieren. So hat Twitter für seine iOS- und Android-App ein neues Feature gebaut, das stark an Nuzzle erinnert. Die Idee von Nuzzle ist es ja bekanntlich, relevante Artikel aufzuspüren, indem es auswertet, wie oft ein Artikel von Accounts, denen man folgt, geteilt wurde. So etwas kann Twitters App jetzt auch: Popular Articles heißt das Feature. Glückwunsch, Twitter. Hauptsache das bedeutet nicht das Ende von Nuzzle. New Twitter Feature Highlights The Stories People Are Tweeting [BuzzFeed]

Tipp

Die chinesische Allzweck-App WeChat haben wir ja in unseren Briefings bereits häufiger erwähnt. Auch wenn die App in Deutschland noch keine nennenswerte Nutzerzahlen aufweist, zeigt WeChat doch auf, wo auch für uns in der westlichen Welt die Reise hingehen könnte. Die Kommunikations-Agentur OSK hat einen extrem ausführlichen WeChat-Guide produziert, den Watchblog-Leser hier als Direkt-Download runterladen können: Download WeChat-Guide.


Falls du eine Frage zum heutigen Briefing hast oder diese Unterhaltung einfach gern fortsetzen möchtest, schreib mir zurück – ich beantworte jede Mail.

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Hi, mein Name ist Martin Giesler. Ich bin Kulturanthropologe, Journalist und Blogger. 2013 habe ich das Social Media Watchblog gegründet. Hier erfährst du mehr über mich. Follow: Twitter | Facebook | Linkedin | Newsletter

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Mit dem Listening Center verfolgen wir systematisch, was rund um unsere Themen im Netz passiert. Dabei stoßen wir immer wieder auf spannende Informationsquellen, die wir noch gar nicht kennen. Blogs zum Beispiel, die über Dinge schreiben, die auch für unsere Redakteure spannend sind. Gleichzeitig ist es für uns natürlich enorm wichtig, die Quellen, die wir schon kennen, ganz genau zu beobachten. Das gilt besonders für soziale Netzwerke. Ein Tool, das uns dabei sehr hilft, ist CrowdTangle. Wie wir damit unsere Berichterstattung zur Landtagswahl im Mai 2017 gepimpt haben, hat CrowdTangle jetzt aufgeschrieben: 5 Steps Germany’s Rheinische Post Took to Track a Local Election With CrowdTangle [Medium]

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Wie Facebook Dein Internet verändert

martin Blog

Facebooks digitales Königreich umfasst zwei Milliarden Menschen – kaum ein Business kommt heute noch ohne Facebook aus, der Gigant aus dem Silicon Valley erzielt traumhafte Gewinne und ist so tief in unsere Kommunikation integriert, dass wir mittlerweile eine von fünf Online-Minuten mit Facebook verbringen.

Dieses Video der New York Times erklärt, wie Facebook auch dein Internet verändert und wie das Unternehmen hinter den Kulissen in diplomatische Kämpfe um die Zukunft des Internets verstrickt ist – denn nicht allen gefällt, was Facebook macht. Absolut sehenswert – sowohl inhaltlich als auch von der Machart!


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Facebook außer Kontrolle | Analyse

martin Analysen

Facebook profitiert maximal davon, Kontrolle über die Nutzer zu haben. Facebook selbst hingegen entzieht sich so gut wie jeder Kontrolle. Das gefällt nicht mehr allen.

Anonym politische Gegner diffamieren (Link), sexistische Nutzer adressieren (Link), Menschen in Alterssegmenten erreichen, die von offiziellen Statistiken gar nicht erfasst werden (Link), Anzeigen nur an ethnisch gewünschte Zielgruppen ausspielen (Link), rassistische Gruppen vorschlagen (Link) – in den letzten Wochen und Monaten wurde deutlich, dass Facebook all das und noch viel mehr möglich macht.

„Als wäre Facebook nicht mehr Herr über seine Algorithmen“, fasst mein Kollege Simon Hurtz die Situation treffend bei sueddeutsche.de zusammen. Facebook außer Kontrolle.

In der Tat wird gerade für immer mehr Menschen ersichtlich, wie sehr Facebook zu einem Tech-Giganten herangewachsen ist, der weitesgehend ohne externe Kontrolle agiert, ja dessen Auswüchse wir als Gesellschaft nur nach und nach erkennen. Einige Beispiele:

# Zahlen: Likes, Shares, Views, Fans, Reichweiten, etc…

Facebooks Erfolg basiert darauf, dass sie unvorstellbare Zahlen vorlegen. Zahlen über registrierte Nutzer, über erzielte Reichweiten, über Likes, Comments und Shares. Anhand dieser Zahlen bemisst sich der Wert von Werbeanzeigen, die auf Facebook geschaltet werden können. Diese Zahlen entscheiden über das Auf und Ab von Karrieren, gar über den Fortbestand ganzer Branchen!

Das auf der Grundlage dieser selbst ausgedachten Metriken verdiente Geld ist seinerseits wiederum Grundlage für die fantastische Bewertung von Facebook selbst. Das Problem: Die meisten Zahlen entziehen sich einer unabhängigen Kontrolle. Zwar gibt es Marketing-Partner, die Reichweiten verifizieren können, aber die vollumfängliche Überprüfung von Likes, Shares, Fans und dergleichen ist nicht Auftrag dieser Partner. Da wird auf die Angaben von Facebook vertraut.

Während traditionelle Unternehmen also in ihren Bilanzen aufzeigen müssen, wie ihre Zahlen zustande kommen — egal ob Industrie oder Banken — kann keiner die von Facebook dargestellten Zahlen einer kompletten Überprüfung unterziehen. Wir vertrauen den erdachten Metriken blind.

# Journalistische Anfragen

Wer als Journalist versucht, von Facebook eine Antwort auf eine Frage zu erhalten, der kennt das: In aller Regel werden von der für die PR zuständigen Agentur die Fragen abgewiesen. Das stünde in den AGBs, das könne man im offiziellen Blogpost zum Thema nachlesen, dazu werde man sich nicht äußern. Presseanfragen führen mit allergrößter Wahrscheinlichkeit ins Leere. Wer hingegen auf Facebook Werbung schalten möchte, findet schnell einen Ansprechpartner.

# Nutzerdaten

Für den Nutzer ist es trotz einiger Charme-Offensiven in keiner Weise möglich, wirklich vollumfänglich zu verstehen, welche Daten Facebook erhebt. Transparenz ist an dieser Stelle nicht gegeben. Kaum ein Nutzer kann sich wohl wirklich vorstellen, das andere Unternehmen mit seinen Daten Millionen an Verknüpfungen herzustellen in der Lage sind. Die Seiten, die Facebook eingerichtet hat, um den Nutzer ein Stück weit mehr darüber aufzuklären, was Facebook alles über ihn weiß, bleiben völlig oberflächlich.

# News Feed

Auch wie Facebook Inhalte im News Feed sortiert und gewichtet, kann nur sehr vage nachvollzogen werden. Wenn Facebook aber zu so einer dominanten Institution im Meinungsbildungsprozess wird, dann wäre es enorm wichtig, besser zu verstehen, wie Facebook Informationen filtert. Facebook bleibt aber auch hier eine Blackbox.

# Recht

Nach Aussagen des Verfassungsrechtlers Ulf Buermeyer entzieht sich all das, was Facebook tut, einer demokratischen Kontrolle. Vielmehr habe Facebook eine Art Privatrecht installiert. Es sei aber nicht erklärbar, warum bei Facebook zwar nach deutschem Recht Werbung verkauft werden könne, aber etwa bei Fragen der Strafverfolgung nur nach Gutdünken kooperiert würde.


Dass Facebook sich an all diesen Stelle der Kontrolle entziehen kann, hat viel mit der amerikanischen Strategie der großzügigen De-Regulierung von Technologie-Konzernen zu tun. Eigentlich ziemlich grotesk, dass Facebook selbst im Surveillance-Business agiert, wie es der Netzaktivist Aral Balkan fortwährend betont, gleichzeitig aber keine Überwachung seiner eigenen Tätigkeiten zulässt.

Es scheint sich jedoch, in den letzten Monaten der Wind etwas zu drehen. Akteure aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft fangen zunehmend an, mehr Fragen zu stellen, Facebook mehr auf die Finger zu schauen. Rechercheure haken nach und zeigen offenkundige Missstände auf.

Und all das geht an Facebook – so scheint es – nicht mehr spurlos vorbei. Die Reaktionen auf die „fake news“-Vorwürfe waren ungewöhnlich für Facebooksche Verhältnisse. Immer häufiger reagieren sie auch von einem Tag auf den anderen – wie jüngst, als zahlreichen Nutzern rechte Gruppen vorgeschlagen wurden und die ganze Rubrik kurzerhand gelöscht wurde.

Manche Beobachter in den USA werten nun sogar die berühmte US-Tour von Zuckerberg eben nicht als Vorlauf zu einer Präsidentschaftskandidatur, sondern vielmehr als Lobby-Unternehmung ganz im Zeichen des Unternehmens selbst.

Facebook braucht das Vertrauen der Nutzer, will es weiter ohne Regulierung und ohne Kontrolle agieren können. Vertrauen zu Milliarden Nutzern herzustellen, ist eine Herkules-Aufgabe. Eine Aufgabe, die Mark Zuckerberg anscheinend zur Chefsache erklärt hat.

Hinweis: Auszüge dieses Artikels sind bereits in einem früheren Artikel von mir erschienen.


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Briefing für den 14.9.2017 | Ausgabe #390

martin Briefing


Guten Morgen, liebe Social Media Crew! Wir starten heute erneut mit einem Video-Schwerpunkt in den Tag. Textbasiert aber natürlich, sorry. Das Vlog kommt dann ab Januar…

Geld verdienen mit Video auf Facebook

Facebook hat in einer Mitteilung angekündigt, einigen Bewegtbild-Produzenten künftig die Möglichkeit entziehen zu wollen, ihre Videos zu Geld zu machen. Die Begründung: „5 million advertisers on Facebook (…) need to feel confident and in control over where their ads appear.“

Für werbende Unternehmen ist dieser Schritt wichtig. Im Zeitalter von Social Media und automatisierter Werbung haben wir schon öfter unglücklich platzierte Anzeigen gesehen. Da braucht es nicht viel Fantasie, um sich das auch im Bereich Video vorzustellen.

Facebook übt dadurch allerdings auch indirekt Kontrolle auf die Inhalte selbst aus: Wer entscheidet, was sich finanziell rechnet, der entscheidet dadurch auch, was produziert wird.

Wer etwa Clickbait betreibt oder Fake-News postet, der könnte laut Facebook künftig ganz das Recht verlieren, mit Werbeeinblendungen Geld zu verlieren. Fair enough. Keine Frage.

Aber im gleichen Zug nennt Facebook auch die Möglichkeit, von einer Form der finanziellen Beteiligung ausgeschlossen zu werden, wenn Verstöße gegen die hauseigenen Guidelines erkannt werden. Was diesen Guidelines zufolge gar nicht geht, zeigt somit im Umkehrschluss deutlich auf, welche Video-Inhalte Facebook auf seiner Seite sehen will. Was laut Guidelines nicht geht:

  • Gewalt
  • Nacktheit
  • Straftaten
  • Alkohol und Drogen
  • grausame Darstellungen (Blut, offene Wunden, Operationen…)
  • unangemessene Sprache
  • Kriminalität
  • Naturkatastrophen
  • tödliche Krankheiten

Die Überprüfung der Videos wird natürlich mit Blick auf die Schiere Masse an Bewegtbild-Inhalten auf Facebook zu einem Großteil automatisiert erfolgen müssen. Publisher werden sich dadurch also wirklich dreimal überlegen, was sie produzieren, wollen sie doch nicht von einer Form der finanziellen Beteiligung ausgeschlossen werden. Facebook diktiert die Spielregeln und definiert womöglich somit bald auch im Segment Video neue (journalistische) Standards und Sehgewohnheiten.

Erfolg mit visuellen Inhalten

Das US-Portal „mic“ hatte vor einigen Monaten durchwachsene Schlagzeilen gemacht, als es einen Übergang zu mehr Video ankündigte – und 25 Kollegen entließ. Doch der Schritt scheint sich für „mic“ laut einer Meldung bei Digiday rein wirtschaftlich zu rechnen:

Etwa die Hälfte der Inhalte würde nun visuell erzählt. Satte 75 Prozent der Nutzerzeit würde auf visuelle Geschichten entfallen. Mic wuchs in einem Zeitraum von einem Jahr von knapp 0,8 auf 3,5 Milliarden Video-Views.

Die Kernthemen, die von „mic“ visuell aufbereitet werden, liegen übrigens in gesellschaftlichen Gruppen, die sonst in den Medien eher unterrepräsentiert sind. Manche sprachen ja in diesem Zusammenhang von der Kommodifizierung des Themas soziale Gerechtigkeit. „Mic“ aber wird es egal sein. Sie können sich hier gut positionieren.

Spannend für Publisher: Mic hat kein Video-Team. Jeder im Newsroom arbeitet auf die eine oder andere Art an der Entstehung der Videos mit.

Auf welche Medien verlinken die Parteien?

Der ARD Faktenfinder hat eine spannende Auswertung vorgenommen: Wie oft nehmen Parteien auf ihren Facebook-Seiten Bezug auf Medieninhalte – und vor allem auf welche? „Welt“, „Spiegel“ und „Focus“ liegen bei den Parteien der Auswertung zufolge ganz weit vorn. Aber auch die „Junge Freiheit“ ist dank der AfD unter den ersten zehn Plätzen zu finden. Auf welche Medien verlinken die Parteien[ARD]

Neues Tool für Instagram Stories

Bei „storrito“ können Nutzer künftig Instagram-Stories vom PC aus bauen. Per Drag and Drop baut man die Geschichte zusammen – und kann sie dann sogar direkt vom Computer aus posten.

Bislang funktioniert das nur mit Bildern (und Links!), Videos sollen aber auch bald möglich sein. Außerdem soll das Tool Stories nach einem Zeitplan posten können – bei Instagram, später aber auch bei anderen Story-Plattformen, Snapchat oder WhatsApp zum Beispiel.

Wenn Instagram das Tool nicht sperrt, bekommen wir hier vielleicht ein echt feines Werkzeug für Publisher. Macher Philipp Steuer erklärt bei Medium, wie es geht und wie ihr Betatester werden könnt!

Post Scriptum

Wusstet ihr eigentlich, dass Netflix früher mal DVDs verschickt hat? Robert Kyncl arbeitete damals noch für den US-Konzern und hat ein Buch darüber geschrieben, wie Netflix wurde, was es heute ist. Bei re/code gibt’s einen Auszug aus „Streampunks: YouTube and the Rebels Remaking Media“. Ein spannender Einblick in einen so allgegenwärtigen Konzern, der uns doch noch ein bisschen unbekannt geblieben ist. The inside story of how Netflix transitioned to digital video after seeing the power of YouTube [Recode]


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Diese Ausgabe des Social Media Watchblog Briefings wurde gesponsert vom "Listening Center" der Rheinischen Post
Wir freuen uns: Audio boomt, und immer mehr Verlage machen jetzt mit und bringen eigene Podcasts an den Start. Ganz neu dabei sind jetzt die Kollegen von „Zeit Online“. Dort heißt der tägliche Nachrichtenpodcast „Was jetzt„. Das Format arbeitet, ähnlich wie die Kollegen von „The Daily“ von der New York Times, mit Expertengesprächen innerhalb der Redaktion. Der Markt für Podcasts wächst: 15 Prozent der deutschen Bevölkerung geben an, wöchentlich Podcasts zu hören. Weitere spannende News- und Politik-Formate als Hör-Tipp: unser täglicher „Rheinische Post Aufwacher„, der mittlerweile schon seit Oktober 2016 läuft, die wöchentliche Polit-Analyse „Stimmenfang“ von „Spiegel Online“ und natürlich die „Lage der Nation„, die statt von einem großen Verlag vom privaten Podcast-Label Küchenstud.io produziert wird.

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Briefing für den 13.9.2017 | Ausgabe #389

martin Briefing


Hi! Vielen lieben Dank für all die Rückmeldungen gestern! In der Tat sind die Stats bei Mailchimp nicht sonderlich aussagekräftig. Von daher habe ich sie jetzt einfach komplett ausgeschaltet: mehr Privatsphäre für Euch, weniger Daten für Mailchimp! Cheers, M

Feindliche Facebook-Werbung

Das Thema „dark posts“ ist allem Anschein nach nicht nur ein amerikanisches Phänomen: Auch in Österreich nutzen politische Gruppen Facebook-Werbeanzeigen, um gezielt Personen zu diskreditieren. So dokumentiert Kollegin Ingrid Brodnig auf ihrem Blog, wie eine ziemlich dubiose Facebook-Page gezielt die Fans von Sebastian Kurz mit einer Verleumdungs-Kampagne anspricht. Wer hinter der Page steckt, ist nicht herauszufinden. Wer die Gelder für die Werbeanzeigen bereitstellt, ist nicht herauszufinden. Dass Facebook an der Diskreditierung Dritter verdient, ist hingegen belegt.

Fact Checker bringen nix

Facebook hatte bekanntlich mit recht großem Getöse angekündigt, der Flut von sogenannten „fake news“ (weiterhin ein schrecklicher Begriff, weil er alles, was stinkt, in einen großen Topf schmeißt) mit externen Partnern Herr werden zu wollen. Diese Fact Checker würden, so die Idee, entsprechende Inhalte überprüfen und dann mit einer Markierung versehen, um potentielle Leser darüber zu informieren, dass die Story wohl eher Quatsch ist. Eine Yale-Studie zeigt nun, dass diese Markierungen überhaupt nichts bringen: Insbesondere nicht bei Trump-Anhängern und bei unter 26jährigen. Gerade einmal 3,7 Prozent wären aufgrund der Markierungen in der Lage gewesen, die Story dann doch als „fake news“ zu erkennen.

Zwei Probleme schwingen hier mit: Erstens kann die recht überschaubare Anzahl an Fact Checkern der Masse an „fake news“ nicht gerecht werden, was automatisch den Anteil an „fake news“, der nicht markiert wurde, als wahrhaftig erscheinen lässt. Zweitens würde das Markieren eben jener „fake news“ nur den Effekt haben, dass die potentielle Zielgruppe erst recht das glaubt, was da an Quatsch verbreitet wird. Quasi aus Trortz. Ein all zu menschlicher Reflex, wie ich finde. Tagging fake news on Facebook doesn’t work, study says[Politico]

Facebook erreicht Millionen Deutsche, die es statistisch gar nicht gibt

Viele unserer Leser dürften bereits Erfahrungen mit dem Werbeanzeigen-Manager von Facebook gemacht haben. Dort lässt sich bekanntermaßen sehr genau einstellen, welche Zielgruppe mit der Anzeige erreicht werden soll. Anscheinend gibt es aber eine erhebliche Diskrepanz zwischen den dort vorgeschlagenen, potentiellen Reichweiten und den tatsächlich statistisch erhobenen. Vor ein paar Tagen wurde das Thema vom Wall Street Journal in den USA losgetreten. Jetzt gibt es auch für Deutschland entsprechende Zahlen-Vergleiche: Facebook-Werbung erreicht nach Angaben des Konzerns zwölf Millionen Deutsche im Alter von 20 bis 29 Jahre. Allerdings hat die Bundesrepublik nur 9,2 Millionen Einwohner in diesem Alter. Facebook erreicht Millionen Deutsche, die es nicht gibt[Heise]

Schwarzmarkt für Instagram-Verifikationen

Das ist wirklich eine absurde Geschichte. Allem Anschein nach gibt es bei Instagram Mitarbeiter, die unter der Hand Account-Verifikationen für bis zu 15.000 Dollar herausgegeben haben. Also wir sprechen hier von diesen kleinen Häkchen. Und von Mitarbeitern bei Instagram, die das Dealer-mäßig klargemacht haben. Was für eine verrückte Welt. Inside the black market where people pay thousands of dollars for Instagram verification [Mashable]

Tipp

Tolles Quiz, um einmal zu überprüfen, wie gut du dich wirklich mit dieser verrückten Welt auskennst, in der du lebst: #whatthefact


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Briefing für den 12.9.2017 | Ausgabe #388

martin Briefing

Guten Morgen! Don`t shoot the messenger, heißt es ja bekanntlich. Aber wie lange kann sich Facebook vor Regulierung noch drücken, wenn wir einen derartigen Angriff auf die Demokratie erleben, wie es die amerikanischen Kollegen mit Blick auf die US-Präsidentschaftswahl beschreiben?

Angriff auf die Demokratie

Das Budget selbst ist nicht besonders beeindruckend: 100.000 Dollar für Werbeanzeigen auf Facebook sind mittlerweile eher Standard, wenn man wenigstens ein bisschen Welle machen möchte. Die Ziele der Werbeanzeigen sollte allerdings Kopfschmerzen bereiten: die Diskreditierung von politischen Spitzenkandidaten und die direkte Einflussnahme auf den politischen Meinungsbildungsprozess.

Die Rede ist natürlich von der Gruppe russischer Troll- und Fake-Accounts, die im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahlen auf Facebook sogenannte „dark posts“ geschaltet hatten – also Anzeigen, die nur von einer ganz speziellen Zielgruppe gesehen werden und dadurch eben nicht der Allgemeinheit zugänglich sind. Wer die Personen oder Institutionen hinter diesen Anzeigen sind, konnte bislang noch nicht vollumfänglich geklärt werden. Dass es aber zu dieser neuen Form der politischen Propaganda in weitaus größerem Stile als zunächst gedacht gekommen ist, hat Facebooks Sicherheitschef in einem Blogpost nun zugegeben.

Künftig wolle Facebook u.a. mit Machine Learning solche Machenschaften rechtzeitig erkennen. Aktivisten und Wissenschaftlern geht das aber nicht weit genug: Sie fordern von Facebook volle Transparenz mit Blick auf politische Werbeanzeigen, würde es doch sonst die demokratische Diskussion gefährden. [New York Times]

Dass Facebook bislang den Absender von politischen Botschaften nicht kenntlich macht, liegt darin begründet, dass sie sich vor einigen Jahren erfolgreich gegen diese Form der Regulierung gewehrt haben. David Ingram erklärt es auf Twitter in aller Kürze, Politico hatte die ganze Story schon 2011: Facebook: Exempt us from FEC rules

BuzzFeed Deutschland versucht übrigens gerade herauszufinden, wie es um Dark Posts im deutschen Bundestagswahlkampf bestellt ist – und braucht dafür deine Hilfe!

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Auf piqd empfehlen kluge Köpfe die besten Inhalte im Netz. Damit sehen wir piqd als Gegenentwurf zu reichweitenoptimierten Algorithmen sozialer Netzwerke. Was relevant ist, bestimmen bei uns keine Maschinen, sondern Menschen. Erfahre, was sich zu lesen lohnt und warum. Jetzt kostenlos registrieren und aus 18 Themenbereichen wählen.

Rechte Gruppen auf Facebook

Das ist in der Tat schon ziemlich merkwürdig, was einem so vorgeschlagen wird, wenn man auf der Suche nach Facebook-Gruppen ist: In der Kategorie „Nachrichten & Politik“ entdeckte die Satire-Website „Der Postillon“ auf den vorderen Plätzen zahlreiche Gruppen, die entweder der AfD nahestehen oder allgemein sehr weit rechts zu verorten sind. Eine richtige Erklärung gibt es dafür nicht – auch nicht von Facebook selbst. [Tagesschau]

Anstieg von News-Konsum auf Social Media Plattformen

Die neuesten Pew-Zahlen unterstreichen den Trend: 67 Prozent aller Amerikaner gaben an, zumindest einige der Nachrichten, die sie konsumieren, über Social Media zu bekommen. Das sind fünf Prozent mehr als bei der vorangegangenen Studie 2016. Der Anstieg kommt u.a. deshalb zustande, weil der News-Konsum von Menschen, die weniger als einen Bachelor-Abschluss haben, um 9 Prozent zugenommen hat. Interessanterweise hat der News-Konsum bei Menschen mit universitärem Abschluss leicht abgenommen. Mit Blick auf die enormen Nutzerzahlen ist und bleibt Facebook übrigens der dominante Gatekeeper, wenn es um die Verteilung und den Konsum von News via Social geht. News use across social media platforms[Journalism]

YouTube schließt Nordkoreas Propaganda-Channels

Am vergangenen Freitag hat YouTube zwei der beliebtesten Propaganda-Channels Nordkoreas dicht gemacht. „Stimmekoreas“ und „Uriminzokkiri“ hätten die Community Guidelines verletzt, lässt YouTube verlauten. Wissenschaftler und Militärexperten sehen das anders und drängen YouTube nun, die Channels wieder freizugeben. Der Grund: Durch die Auswertung der Propaganda ließe sich viel über das Land, die Politik und die militärische Schlagkraft erfahren. YouTube shuts down North Korean propaganda channels [Guardian]

Influencer zieht es zu Instagram

Der Buzz war groß, aber er scheint ziemlich vorbei: Influencer zieht es in Scharen von Snapchat zu Instagram. Zwei Gründe lassen sich dafür ausmachen: Erstens hat Instagram mit der Stories-Funktion Snapchat perfekt geklont, zweitens bietet Instagram Statistiken, die sich zu Geld machen lassen. Auf Snapchat weiß man schließlich per Design noch nicht einmal, wie viele Follower man eigentlich hat. Snap Inc. scheint das nicht weiter zu kümmern: der Fokus der Chefetage liegt auf der Beziehung von Freunden, nicht auf Influencer and so forth… Snapchat’s Influencers Are Fleeing to Instagram for Money[Bloomberg]

Das inoffizielle Instagram-Archiv

Auf Reddit gibt es ja bekanntlich nichts, was es nicht gibt. Also darf es auch nicht weiter verwundern, dass eine Gruppe aus dem r/DataHoarder versucht, ein Archiv von allen Fotos auf Instagram anzulegen. 600 Terabyte an Selfies, Foodporn, Sunsets und Co haben die Initiatoren, die sich als „digital librarians“ verstehen, bereits gehortet. Instagram selbst findet das alles nicht ganz so ok und möchte das Projekt gern schließen. Inside the Insane Plan to Build an Unofficial Archive of All of Instagram [Motherboard]

Snapchat Maps: Real time visual newspaper

Als Snapchat Maps einführte, gab es bezüglich einer dem Feature immanenten Gefährdung der Privatsphäre direkt eins auf die Mütze. So richtig das Potential erkannt, haben hingegen wohl die allerwenigsten. Jessi Hempel beschreibt bei Backchannel nun, wie sie durch die jüngsten Naturkatastrophen das Feature schätzen gelernt hat. Es offenbarte sich ihr eine „real-time visual newspaper“ mit ungeschminkten Eindrücken von den Orten des Geschehens. It took a natural disaster for me to understand snap map [Backchannel]

Aktuelle Nutzerzahlen

Andreas Rickmann hat auf seinem Blog die aktuell verfügbaren Zahlen der Social-Media-Nutzer in Deutschland zusammengetragen: Facebook bleibt der Platzhirsch mit 30 Millionen aktiven, monatlichen Nutzern. Instagram schafft es auf Platz 2, dicht gefolgt von XING. Twitter und WhatsApp geben keine Nutzerzahlen heraus. Wie viele Nutzer Instagram, Facebook, Xing und Co. in Deutschland haben


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200.000 Kommentare auf Facebook, 30.000 Kommentare auf RP ONLINE: So viele Nutzermeinungen bekommen wir bei der Rheinischen Post jeden Monat auf den Tisch. Viele Kommentare sind dabei völlig in Ordnung, sind immer wieder auch ziemlich lustig. Täglich müssen unsere Moderatoren aber auch entscheiden: Wird ein Kommentar noch durch unsere Regeln gedeckt oder ist er eher beleidigend, vielleicht sogar volkshetzend? Gemeinsam mit der Landesanstalt für Medien NRW, Staatsanwaltschaften und Polizei entwickeln wir aktuell Lösungen für die Verrohung im Netz – in einer ziemlich besonderen Arbeitsgruppe. Das Ziel: Straffällige Kommentatoren verfolgen und nicht nur Hass löschen.

Vielen Dank für Deine Zeit und Deine Aufmerksamkeit, Martin

Briefing für den 7.9.2017 | Ausgabe #387

martin Briefing 0 Comments

Moin, Moin und vielen lieben Dank an dieser Stelle an alle, die gestern unseren Artikel zu Facebook Watch geteilt haben. Das ist für unsere Arbeit echt Gold wert, denn nur so können wir bekannter werden. Aber wem erzähle ich das. Viel Spaß mit diesem Briefing! Peace

# Politics

Ob Muslim Ban, Transgender Troops, White Supremacists oder zuletzt die sogenannten Dreamer – die erste Riege der Silicon Valley CEOs meldet sich zunehmend öffentlich zu Wort und entwickelt sich dadurch zu einer politischen Kraft. Hatte sich US-Präsident Trump zu Beginn seiner Amtsübernahme noch an der Seite der Tech-Konzerne gewähnt, was in erster Linie der Nähe zu Peter Thiel geschuldet war, so kriegt er zunehmend Gegenwind aus dem Valley zu spüren. Zeit um einmal genauer hinzusehen und sich zu fragen: Welche politischen Ideen verfolgen die Chefs von Facebook, Google und Co eigentlich?

Eine Studie der Stanford-Universität, die sich momentan noch im Peer-Review-Prozess befindet, legt nahe, dass die Valley-Bosse sich entgegen aller Annahmen eher links-liberal einordnen lassen. Libertäre Vorstellungen, vielfach vor allem auf die Ikone Ayn Randian zurückgeführt, würden hingegen kaum eine Rolle spielen. Im Gegenteil: Der Staat solle durchaus eingreifen dürfen, um Bedürftigen zu helfen, Reichtum umzuverteilen und Kranken mit Gesundheitsleistungen zu versorgen.

Einzig beim Thema Regulierung von Märkten und Unternehmen, insbesondere mit Blick auf Arbeitnehmerrechte, zeigen die Valley-Chefs laut der Studie ein wahrlich kühles Gesicht: Gewerkschaften gehen gar nicht und letztlich würde jedes Kündigungsrecht nur den Wettbewerb gefährden. Well. Wir werden sehen, wie die Tech-Elite ihre politischen Ansichten künftig weiter artikulieren wird. Mark Zuckerberg doch als Präsident? Silicon Valley’s Politics: Liberal, With One Big Exception [New York Times]

# Gesellschaft

Schadet Social Media der Gesundheit? Allein die Frage lässt einige Leser garantiert den Unsubscribe-Button drücken. Aber nur weil eben jene Frage an vielen Stellen einzig und allein mit enormen Vorurteilen und eben wenig substantiell beantwortet wurde, ist die Frage ja nicht automatisch völlig unangebracht. Autor Matt Haig jedenfalls versucht ein sehr viel ausführlicheres Bild zu zeichnen, nutzt definitiv weiter Social Media und hat nur eine Bitte: We need to ensure we are still the ones using the technology – and that the technology isn’t using us. [Guardian]

# Video Boom

Heute viele kleinere Meldungen im Gepäck beim Thema Video Boom. Fangen wir mal mit den Kleinsten an: YouTube hat nun endlich auch eine eigene Plattform für Nutzer im Schul- bzw. Vorschulalter. Meine Tochter findet Bibi und Tina künftig also im besten Fall auf Anhieb und muss jetzt keine Werbung mehr ertragen, die nicht kindgerecht ist. Nur noch Werbung, die kindgerecht ist. Äh, Moment. Nun ja. [Spiegel Online]

Warum sollte es eigentlich nur bei Snapchat und Facebook Watch extra produzierte Shows und episodische Serien geben? Genau. Instagram Stories lässt sich dafür schließlich auch prima kapern. So geschehen und hier nachzulesen: How media companies are creating episodic series for Instagram Stories [Marketing Land]

Facebook investiert weiter heftig, um noch mehr Video-Inhalte auf seiner Seite zu haben. Insidern zufolge hat Facebook mit Plattenlabels Verhandlungen aufgenommen, damit Nutzer die Songs bekannter Künstler für ihre selbst hochgelandenen Videos verwenden dürfen. Wir sprechen hier von Hunderten von Millionen Dollar. Facebook meint es ernst. Sag ich ja.

Wer wissen will, wie man News Videos produziert, die auf Social Media funktionieren, der kann sich die Studie vom Reuters Instituteeinmal ansehen. Keine Gewähr, dass das nicht morgen bereits wieder überholt ist, aber einen Blick würde ich in jedem Fall einmal riskieren. Grundlegende Beobachtungen wie die Tatsache, dass vor allem Randgruppen-Themen gut funktionieren, dürften auch übermorgen noch einen Wert haben. [Reuters Institute]

# Follow the money

Eine Untersuchung hat ergeben, dass Facebook beim Werbemanager in bestimmten Altersgruppen eine höhere Zielgruppe ausgibt als eigentlich von offizieller Stelle erhoben. Nach dem Schlamassel mit den Video-Abrufen und einigen anderen Zahlendrehern sieht sich Facebook erneut massiver Kritik ausgesetzt. [Business Insider]

Alles Quatsch sagt einer, der sich zwar garantiert auskennt, aber meistens auch eh alles kleinredet, was nicht von ihm stammt – die Rede ist von Mr. „Chaos Monkey“ Antonio García Martínez. [Twitter]

# Wir müssen kurz über dein Outfit sprechen

Wer einen Eindruck davon gewinnen möchte, wie aufmerksam Facebook Inc seinen Facebook- und Instagram-Nutzern dabei zuhört, wenn sie sich etwa über Mode unterhalten, dem sei diese Studie ans Herz gelegt. In Deutschland spricht man übrigens anscheinend gern über Handtaschen. Nun denn. [Social Media Today]

# WhatsApp macht jetzt serious business

Bereits eine Meldung von gestern, aber der Chronistenpflicht sei hiermit entsprochen: WhatsApp wird künftig Business-Partner mit einem grünen Häkchen verifizieren und ihnen gegen Gebühr direkte Kommunikation mit Kunden ermöglichen. Mit anderen Worten: Facebook will mit seinem Messenger jetzt Geld verdienen [t3n].

Wie das dann aussieht, kann man hier bei einem der ersten WhatsApp-Business-Partner sehen: KLM hat ein nettes Erklär-Videodafür bei YouTube hochgeladen [YouTube].

# Tipps

Bevor du gehst noch schnell zwei echt nette Sammlungen an Apps und Browser-Erweiterungen, die einem das Arbeitsleben leichter machen können:


Ich gehe jetzt ins Bett, bin total müde. Falls du eine Frage zum heutigen Briefing hast oder diese Unterhaltung einfach gern fortsetzen möchtest, morgen stehe ich wieder auf und schreib zurück – ich beantworte jede Mail.


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Briefing für den 6.9.2017 | Ausgabe #386

martin Briefing 0 Comments


Moin! In den USA ist Facebook Watch jetzt für alle verfügbar. Um auch in Deutschland einen Überblick über die Bandbreite der Shows und Serien zu erhalten, haben wir einmal eine Übersicht über die Watch-Shows und ihre Facebook Pages erstellt. Viel Spaß beim Stöbern und inspirieren lassen.

# Video Boom

Vox Media gehört zu den ausgewählten Medienunternehmen, die direkt von Beginn an bei Facebook Watch mitmischen dürfen. In jenem neuen Segment bietet Vox Media vier Shows an: Bei Overrated geht es etwa darum, berühmten Dingen auf den Grund zu gehen. In der Machart sicher einen Blick wert, aber vor allem mit Blick auf die dahinterliegende Strategie für alle in der Branche extrem spannend, sagt es doch viel über das aus, was im Bereich Video passiert: Leaning into Video [Vox Media]

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# Facebook Watch: Die Shows im Überblick

Weil das Thema Video mit der Einführung von Facebook Watch wirklich noch einmal eine ganz neue Dimension bekommt, bieten wir an dieser Stelle einen Überblick über alle aktuellen Watch-Shows samt Verlinkung auf die entsprechende Facebook-Page. Der Artikel dazu ist hier auf unserer Website zu finden und wird ständig aktualisiert. Here we go:

ATTN

Business Insider

Condé Nast Entertainment

Discovery Communications

The Dodo

Hearst

  • Daily Refresh: Die tollsten Dinger aus dem Netz
  • WikiWhat? Berühmtheiten werden mit ihren Wikipedia-Seiten konfrontiert
  • Untangled: Video-Porn für Menschen, die Symmetrie und Ordnung lieben

IGN

  • Expert Mode: Zur Hälfte Interview, zur Hälfte „Let`s play“
  • Every Ever: Hintergründiges zu Videospiel-Klassikern

Mike Rowe

  • Returning the Favor: Mike Rowe stellt Leute vor, die Außergewöhnliches für ihre Community leisten.

NASA

  • Science Cast: Die NASA erklärt auf verständliche Art und Weise komplexe, wissenschaftliche Zusammenhänge

Nas

  • Nas Daily: Nas hat seinen Job geschmissen, um Videos zu machen. Scheint für ihn zu laufen.

Nitro Circus

  • Mic`d Up: Dirtbike Riding trifft Extreme Sports und dazu noch ein paar hintergründige Gedanken der Fahrer.

NowThis

Quartz

  • Machines with Brains: Eine Serie, die sich den Themen Robotik udn Künstlicher Intelligenz widmet.
  • Because Science: Die Show möchte den Dingen auf den Grund gehen und wissenschaftlich erklären.

Seeker

  • Wild Sex: Wie, wann und warum machen Tiere Liebe?
  • FocalPoint: Auf der Suche nach Menschen, die unseren Blick auf die Welt verändern.
  • How Close Are We? Wie nah sind wir an der Lösung wissenschaftlicher Rätsel?

Tastemade

  • Kitchen Little: Kids gucken ein How-To-Video von einem Rezept und erklären es dann dem Küchenchef. Los gehts.
  • Struggle Meals: Kochshow deren Konzept es ist, möglichst günstige Gerichte zu zaubern.
  • Self Deposit: Wie kann man seine Wohnung verschönern, ohne sich finanziell zu verausgaben?
  • Food to Die For: Dokumentarisch angelegte Episoden mit dem Ziel, Menschen zu porträtieren, die sich Gefahren aussetzen, um Nahrung zu besorgen.

Thrillist

# Facebook meint es ernst

Facebook hat sich erfolglos um die Live-Streaming-Rechte eines der größten Cricket-Turniere in Indien beworben. Die gebotenen 600 Millionen Dollar reichten nicht aus, um die nötigen Lizenzen zu erwerben. Spannend dennoch, zeigt es doch, wie ernst Facebook es damit meint, Live-Sport als Unique Selling Point auf der Plattform anbieten zu können. Wetten, wann Facebook oder Amazon die Übertragungsrechte an der Fußball Bundesliga kaufen, werden ab sofort angenommen. Siehe unsere aktuelle Analyse hierzu.

# Die Perfektion des Feeds

Am Anfang war Youtube nicht viel mehr als eine Plattform, die es auf einfache Art und Weise erlaubte, Videos hochzuladen, um sie an anderer Stelle zu embedden. Heute hat sich YouTube in einen Feed verwandelt, der so treffsicher wie nie zuvor Empfehlungen für Nutzer ausgibt. Das Programm dahinter hört auf den total unprätentiösen Namen Google Brain und sorgt dafür, dass verschiedenste Variablen bei den personalisierten Vorschlägen zum Tragen kommen: etwa kürzere Videos für Nutzer der mobilen App oder eben längere Videos für Nutzer der YouTube-TV-App. How YouTube Perfected The Feed[The Verge]

# Wenn Lehrer zu Influencern werden

Die Tech-Industrie steckt bereits ihre Claims ab: Verkehr, Energie, Medizin und Bildung gehören zu den nächsten Feldern, die disruptedwerden sollen. Dazu gehört es natürlich auch, Fürsprecher an der Basis zu gewinnen. Und so darf es nicht verwundern, dass es in den USA bereits Lehrer gibt, die von Tech-Unternehmen mit den neuesten Gadgets und Techniken ausgestattet werden und so zu einer Art Influencer im Bildungssektor werden. Dass das enorme Interessenskonflikte mit sich bringt, versteht sich von selbst: Education Disrupted [New York Times]

# Für ein besseres Miteinander

Das Membership Puzzle Project widmet sich der Frage, wie Journalismus, der für die Gesellschaft eine Relevanz haben möchte, in Zeiten der Digitalisierung überleben kann. Ein wichtiger Trend zeichnet sich in der Studie bereits ab: Es kommt darauf an, wie News-Websites mit ihren Lesern interagieren: Talk To Me Like I Matter [The Membership Puzzle Project]

# Tipp

Ein Tipp für die tägliche Arbeit zum Schluss: Chan und Nam von Instagram, kein Scherz, haben auf einem Event erklärt, dass die ewig gleich in Szene gesetzten Avocado-Toast-Macchiato-Fotos nicht mehr funktionieren. Die Leute wollen mehr Authenzitizität. Oder wie das heißt. Nun denn. Ran an die Buletten. [Quartz]


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Facebook Watch: Alle Shows im Überblick

martin Analysen

Facebook Watch

Weil das Thema Video mit der Einführung von Facebook Watch für alle US-Nutzer wirklich noch einmal eine ganz neue Dimension bekommt, bieten wir an dieser Stelle einen Überblick über alle aktuellen Watch-Shows samt Verlinkung auf die entsprechende Facebook-Page. Der Artikel wird laufend ergänzt.

ATTN

Business Insider

Condé Nast Entertainment

Discovery Communications

The Dodo

Hearst

  • Daily Refresh: Die tollsten Dinger aus dem Netz
  • WikiWhat? Berühmtheiten werden mit ihren Wikipedia-Seiten konfrontiert
  • Untangled: Video-Porn für Menschen, die Symmetrie und Ordnung lieben

IGN

  • Expert Mode: Zur Hälfte Interview, zur Hälfte „Let`s play“
  • Every Ever: Hintergründiges zu Videospiel-Klassikern

Mike Rowe

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NASA

  • Science Cast: Die NASA erklärt auf verständliche Art und Weise komplexe, wissenschaftliche Zusammenhänge

Nas

  • Nas Daily: Nas hat seinen Job geschmissen, um Videos zu machen. Scheint für ihn zu laufen.

Nitro Circus

  • Mic`d Up: Dirtbike Riding trifft Extreme Sports und dazu noch ein paar hintergründige Gedanken der Fahrer.

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  • Machines with Brains: Eine Serie, die sich den Themen Robotik udn Künstlicher Intelligenz widmet.
  • Because Science: Die Show möchte den Dingen auf den Grund gehen und wissenschaftlich erklären.

Seeker

  • Wild Sex: Wie, wann und warum machen Tiere Liebe?
  • FocalPoint: Auf der Suche nach Menschen, die unseren Blick auf die Welt verändern.
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Thrillist


Alle Shows, die für Facebook Watch geplant wurden, aber noch nicht zwangsläufig auch „on Air“ sind, gibt es hier bei AdWeek in der Übersicht: Here Are the Shows Coming Exclusively to Facebook. Wir haben diese Übersichtsseite natürlich nicht zu Werbezwecken eingerichtet. Vielmehr geht es uns darum, den Video Boom zu dokumentieren und aufzuzeigen, wie sich Genres neu definieren und wie sich Medienhäuser immer stärker Richtung Video orientieren. Eine ausführliche Analyse von uns zu diesem Thema findest du her.


About the Author

martin

Hi, mein Name ist Martin Giesler. Ich bin Kulturanthropologe, Journalist und Blogger. 2013 habe ich das Social Media Watchblog gegründet. Hier erfährst du mehr über mich. Follow: Twitter | Facebook | Linkedin | Newsletter

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Briefing für den 5.9.2017 | Ausgabe #385

martin Briefing 0 Comments

Liebe Leserinnen, lieber Leser! Wir könnten kaum stolzer sein: Im September wird das Briefing vom „Listening Center“ der Rheinischen Post gesponsert! Wir sind sehr glücklich darüber, mit einem derart innovativen Projekt auf diese Art kooperieren zu können. Sehr, sehr cool! Und jetzt viel Spaß mit dem heutigen Briefing von Isabell!

# Spielregeln

Twitter hat uns in der vergangenen Woche neue AGB auf die Smartphones gezaubert und natürlich hat jeder von uns sie konzentriert und gründlich gelesen. Ja, okay. Aber ein paar Leute haben sie wirklich gelesen und sind – wie bei solchen Änderungen üblich – absolut nicht begeistert.

TechCrunch hat einmal zusammengefasst, was hier neu ist: „Die neuen AGB enthalten keine U.S.-spezifischen Angaben mehr, dafür aber eine neue europäische Adresse. Das war’s eigentlich.“

Die Empörung schwappte natürlich trotzdem über, vermutlich, weil es für die „neuen“ AGB wieder einmal eine ganze Menge Erstleser gab. Die stören sich nun daran, dass Twitter die Weiternutzung der Tweets erlaubt. Doch genau diese Regel ist es, die uns Embeds auf anderen Seiten ermöglicht. Eine Praxis, an die sich die meisten Menschen sowieso schon längst gewöhnt haben, schreibt TechCrunch. Tweets, Videos und Bilder zu embedden, gilt als fairer Umgang mit den Inhalten anderer.

Wenn wir diese Spielregeln von Social Media jetzt kritisieren, dann müssen wir ganz neu verhandeln. Denn Social Media Content ist öffentlich. Die meisten Menschen versuchen, mit ihren Tweets, Instagrams und Videos Follower zu generieren. Embeds sind dafür ein nützlicher Weg. Und wer wäre nicht stolz darauf, den eigenen Tweet bei Spiegel Online zu sehen?

Die neuen Bedingungen gelten vom 2. Oktober an überall außerhalb der USA.

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# Spione

Google hat versprochen, unsere Emails nicht mehr zu lesen. Das war schon im Juli. Jetzt hat ArsTechnica Zweifel daran geäußert. Google hat sich zwar schriftlich verpflichtet, die Nase aus den Mails der Nutzer zu lassen – aber nur für drei Jahre (!).

Zitat aus einer Fußnote: „Google glaubt daran, dass die technischen Anforderungen, um Email-Dienste im großen Stil anbieten zu können sich dynamisch verändern können. Eine längere Bindung (an die Absprache) könnte Googles Fähigkeit, seine Technologie zu verbessern (…) und an die Bedürfnisse anzupassen, beeinträchtigen.“

Tja, nun. Wohl jeder Unternehmer wäre erfolgreicher, wenn Privatsphäre nicht so ein großes Ding wäre.

Übrigens häufen sich die Hinweise, dass Instagram es auch tut. Ich hatte neulich eine Afterwork-Debatte um ein Produkt und fand die Marke am nächsten Tag erstmals in meinem Feed. Und Blogger Damian Le Nouaille hat der Fotoplattform eine Falle gestellt . [Medium]

# Nice To Know

Täglich werden 500.000 Einträge in der Wikipedia geändert, 800 neue Artikel angelegt und 400 bis 500 gelöscht. The Verge hat sich das einmal genauer angeschaut.

Speaking of Wikipedia: Der Twitter-Account @DeletedWiki hält uns über all diese Vorgänge auf dem Laufenden.


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Sponsoren gefunden!

martin Blog 0 Comments

Liebe Watchblog-Leserin, lieber Watchblog-Leser

Manch einer wird sich womöglich gewundert haben, dass wir bei Steady mit 114 Unterstützern bereits bei über 1200 Euro monatlicher Unterstützung liegen! Das liegt daran, dass wir bereits zwei Sponsoren für unsere Briefings finden konnten: Im September wird uns das „Listening Center“ der Rheinischen Post sponsern! Im Oktober die Kreativ-Agentur Panorama3000.

Ich kann gar nicht sagen, wie großartig ich das finde! Mein herzlicher Dank an die Kollegen, die das in ihren Häusern eingefädelt haben! Der Hammer! So langsam wird mein kleines Newsletter-Projekt richtig erwachsen 🙂 Ich könnte jedenfalls kaum stolzer sein auf unser Blog!

Herzliche Grüße und allen vielen Dank für ihren Support!

Martin

Der Video Boom, erklärt | Analyse

martin Analysen 3 Comments

Video wird für alle, die auf Social Media erfolgreich sein wollen, immer wichtiger. In unserer heutigen Analyse möchte ich erklären, warum wir aktuell einen solchen Video Boom erleben und was das für dich und deine Arbeit bedeuten könnte.

Der Video Boom, erklärt

Falls dir Sätze wie „Wir müssen jetzt auch unbedingt endlich was mit Video machen“ oder „Video ist das einzige, was momentan noch gut performed auf Facebook“ in den letzten Wochen begegnet sind, dann bist du damit wahrlich nicht allein. In allen Redaktionen, Agenturen und Institutionen, mit denen ich in letzter Zeit in Kontakt stand, steht das Thema Video ganz oben auf der Tagesordnung.

Mögen die Ideen, wie man sich dem Thema annimmt, auch noch so unterschiedlich sein, gemein ist nahezu allen Medienhäusern, dass sie sich dem Thema Video nicht aus einem genuinen Interesse an Bewegtbild nähern, sondern um dem Markt, in dem sie sich bewegen, gerecht zu werden. Schauen wir uns deshalb im folgenden einmal genauer an, welche Kräfte hier wirken:

Die Gatekeeper machen die Spielregeln

Wer mit seinen Inhalten beim Nutzer landen will, muss bekanntlich dahin, wo der Nutzer ist. Mittlerweile verbringen US-Nutzer 50 Prozent der Zeit, die sie auf digitale Medien verwenden, mit Smartphone-Apps. Auf ihrem Smartphone nutzen sie dann in 90 Prozent der Fälle entweder eine Google- oder eine Facebook-App. Mit Facebook auf Platz Eins und YouTube auf Platz Zwei wird ersichtlich, wie sehr Facebook Inc und Alphabet zu den neuen Gatekeepern für Inhalte geworden sind.

Das hat zur Konsequenz, dass Medienunternehmen, Agenturen und Institutionen nicht komplett frei entscheiden können, auf welche Art und Weise sie ihre Inhalte aufbereiten. Sie sind an die Spielregeln der Platzhirsche gebunden. Blicken wir deshalb im folgenden aus gegebenem Anlass einmal ausführlicher auf Facebook.

Facebook im Fokus

Facebook ist aus wirtschaftshistorischer Sicht ein Phänomen sondergleichen. In gerade einmal zehn Jahren hat es Mark Zuckerberg geschafft, dass seine Plattform von einer Milliarde Menschen weltweit täglich genutzt wird.

Trotz vieler Trauerreden verliert das Netzwerk kaum Nutzer, im Gegenteil: es wächst weiter. Diese Tatsache ist auch der Strategie geschuldet, dass Facebook sein Produkt kontinuierlich weiter entwickelt: von kleinen Gimmicks wie bewegten Profilfotos bis zu großen strategischen Neuausrichtung wie dem massiven Shift zum Thema Video. Auf welche Art Facebook seine Nutzer auf einen solchen Strategie-Wechsel einstellt, sei in der Folge kurz skizziert:

Viele Leser werden sich daran erinnern, als im Frühjahr 2015 ihre Timeline auf einmal voll mit Videos war. Videos, Videos, überall nur noch Videos. Natürlich kein Zufall, sondern von Facebook ein bewusster Eingriff in den Algorithmus des News Feeds mit dem Ziel, Videos priorisiert an den Nutzer auszuspielen. Zunächst noch ohne Werbung. Einfach nur nette, kurze Videos, die automatisch anlaufen. Widerstand seitens der Nutzer war zwar zu vernehmen, aber kein Grund für Facebook, die Strategie in Frage zu stellen. Die Nutzer sollten schließlich daran gewöhnt werden, dass es jetzt auf Facebook vermehrt Videos geben wird.

Dann tauchten die ersten Werbe-Videos im News Feed auf. Der Nutzer war nun an die Tatsache gewöhnt, dass es Videos auf Facebook überhaupt gibt, somit konnte jetzt seine experience auch mit Werbe-Videos angereichert werden. Keine Polemik übrigens an dieser Stelle, sondern der Versuch, die Strategie nachzuvollziehen. Dann spendierte Facebook dem Segment Video sogar einen eigenen Platz in seiner App, platzierte Werbung auch zwischen einzelnen Videos und kündigte speziell für Facebook produzierte Shows in einem neuen Segment namens Watch an.

Facebook verfolgt mit dem Shift hin zu Video drei Ziele:
  • Sie wollen Nutzer halten. Dafür bedarf es, wie oben bereits angerissen, ständig neuer Anreize: Video ist offenkundig etwas, das Menschen interessiert, also gibt es auch auf Facebook immer mehr Bewegtbild-Inhalte.
  • Sie wollen neue Nutzer gewinnen. Einerseits mit Blick darauf, dass „The Next Billion“ von Internetnutzern womöglich in erster Linie mit Stimme und Bildern kommunizieren wird. Andererseits auch indem auf Facebook etwa Shows und Inhalte zu konsumieren sind, die es sonst nirgends zu sehen gibt. So hat Facebook außerhalb von Deutschland etwa bereits mit einzelnen Shows und Sport-Übertragungen experimentiert und Erfahrungen sammeln können. Es wäre mit Blick auf Deutschland zum Beispiel denkbar, dass Facebook die Live-Übertragungsrechte der Fußball Bundesliga erwirbt. Ein echter Grund, Facebook zu nutzen? Absolut.
  • Sie wollen Gelder vom TV-Markt abgreifen. Da Facebook und Google beim Thema Digital-Werbung bereits unangefochtene Marktführer sind, gilt es sich aus unternehmensstrategischer Sicht, neue Einnahme-Quellen zu erschließen. Der TV-Markt ist daher nach Musik und Text nun der nächste Schauplatz, auf dem die Tech-Giganten von Google, Amazon, Apple, Netflix, Snapchat und natürlich auch Facebook um die Vorherrschaft ringen.

Übrigens ist der Kampf auch deshalb jetzt so sehr im Gange, weil es nun technisch endlich möglich ist. Vor wenigen Jahren waren die Bandbreiten noch nicht vorhanden, um auf einem Smartphone Video-Inhalte konsumieren zu können. Dadurch konzentrierte man sich entsprechend zunächst auf Text und Audio. Jetzt ist Video dran.

Für Facebook ist Video vor allem ein (Marketing-) Instrument

Während es für klassische Fernsehsender stets vor allem darum ging, das Publikum an ein werbeinteressiertes Unternehmen zu verkaufen, können Tech-Unternehmen wie Facebook noch einen Schritt weiter gehen und nicht nur den unmittelbaren Sendeplatz verkaufen, sondern auch sämtliche drum herum erworbene Daten des Nutzers zu Geld machen: Wer ist der Zuschauer? Was interessiert ihn sonst noch? Wie lange guckt er? Wo kauft er gern ein? Und Tausend andere Faktoren, die Facebook bekanntermaßen zu erheben in der Lage ist. Mit diesen gewonnenen Daten werden dann passgenaue Formate entwickelt und die Werbeindustrie angesprochen.

Facebook ist nicht aus künstlerischen oder aufklärerischen Aspekten heraus daran interessiert, gute Inhalte anzubieten. Für Facebook ist Video vor allem ein (Marketing-)Instrument, um unternehmerische Ziele zu erreichen. Und genau das hat Auswirkungen auf jeden, der auf Facebook als professionelles Instrument angewiesen ist, um seine eigenen Inhalte an den Leser zu bringen: Du kommst am Thema Video auf lange Zeit nicht vorbei.

Konsequenzen für deutsche Medienunternehmen

Wir werden also künftig auch in Deutschland erleben, wie einst klassische, eher text-orientierte Redaktionen und Agenturen zu einem durchaus gravierenden Anteil zu Video-Redaktionen umgebaut werden. Das wird im besten Fall Weiterqualifikationen, Schulungen und tolle neue Kollegen mit sich bringen. Im schlechtesten Fall wird es zu Personalabbau und Jobverlust kommen.

In den USA kam es jüngst zu einem erheblichen Stellenabbau in den Redaktionen von VICE, Mic und Vocativ – bekanntermaßen digital first Medienunternehmen, die häufig am schnellsten auf Veränderungen reagieren. Vor solchen Umstrukturierungen sind wir aber auf lange Sicht auch nicht sicher. Höchstens wird das Unausweichliche auf einen späteren Zeitpunkt vertagt.

Tipps für die eigene Arbeit
  • Um zu verstehen, welche Arten von Videos auf welcher Plattform zu welcher Zeit funktionieren, gilt es den Markt zu studieren. Das Blog von News Whip ist dafür gut geeignet. Aber natürlich wird das Thema Social Video auch bei uns im wöchentlichen Briefing weiterhin eine große Rolle spielen.
  • Wer mag, sollte einmal genauer hingucken, was die Kollegen von der BILD aktuell machen. Die sind in Sachen Verzahnung von Social Media und Video recht weit. Die Inhalte müssen einem nicht gefallen, ihre Umsetzung ist definitiv respektabel. Zwei weitere Empfehlungen und aktuelle Lieblinge meinerseits: die Videos von ARTE Re: und von Deutschland3000 auf Facebook.
  • Wer sich bislang noch nicht an das Thema Video herangetraut hat, weil der Aufwand zu hoch erscheint, der kann sich einmal mit Angeboten wie Wochit vertraut machen. Die Plattform ermöglicht es, recht einfach und unkompliziert Bewegtbild für Social zu produzieren. Die Ergebnisse können sich häufig durchaus sehen lassen. Manchmal sehen sie aber auch aus wie am Fließband produziert. Alles eine Frage der kreativen Umsetzung.
  • Überhaupt sollte sich jede Redaktion oder Agentur darin üben, Themen visueller anzugehen. Wie könnte die Geschichte aussehen, wenn sie nicht als Text sondern als Video produziert würde, könnte eine Routine-Frage in der morgendlichen Konferenz werden. Schließlich macht es im Ergebnis einen riesigen Unterschied, ob zuerst der Text entstanden ist und daraus ein Video abgeleitet wurde oder ob von Anfang an, Video mitgedacht wurde.

Merci, Martin


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