Facebooks Werbeeinahmen, Twitters Kampf gegen Hass, Twitter hacken

Viral auf Facebook war einmal

Fast eine Milliarde US-Dollar pro Woche – so viel sollen Unternehmen im vergangenen Jahr für Social-Media-Werbung ausgegeben haben. Ein neuer Rekord, der einen einfach Grund haben dürfte: Wer bei Facebook oben stehen möchte, muss investieren. Innerhalb der letzten 24 Monate ist der Anteil organischer Impressions von 36 auf gerade einmal noch 12 Prozent zurückgegangen, schätzen Analysten. Viralhits? Gibt es nur noch in Ausnahmefällen.

Mit den Zahlen ändern sich auch die Inhalte – besonders für Journalisten dürften einige der Änderungen sehr ungewohnt sein. Oder auch fragwürdig. Was sich genau verändert hat, beschreibt Holger Schmidt hier ausführlich. [Netzökonom]

Twitter versucht es erneut

Wer auf Twitter über Feminismus, die AfD oder russische Außenpolitik schreibt, bleibt nur noch selten allein. Viel öfter melden sich innerhalb nur weniger Minuten wildfremde Menschen, die meinen, Kritiker und Andersdenkende mit wirren Suggestivfragen, Beleidigungen oder Unterstellungen überhäufen zu dürfen. Bislang bleiben die Nutzer mit solchen Trollen oft allein. Auch Blocklisten, Nicht-Antworten oder engagiertes Erwidern haben den Hass bislang nicht stoppen können. Deshalb will Twitter nun selbst aktiv werden. Versprochen werden gleich drei zentrale Maßnahmen:

  • Wer durch Hass-Posts auffällt, soll sich möglichst nicht mehr neu anmelden können
  • In der Suche ist künftig standardmäßig ein Safe-Search-Filter aktiviert
  • beleidigende und „qualitätsarme“ Antworten sollen in Zukunft aktiv verborgen werden

Wie Twitter genau Ordnung ins Chaos bringen will und welche Fragen noch offen sind, steht hier. [The Next Web]

Fake it yourself

Weniger Ärger auf Twitter? Beim Medium-Blog Hackernoon hat man ganz anderes im Sinn: In seinem Artikel zeigt der belgische Hacker, wie leicht sich Tweets von Prominenten manipulieren lassen. Der Trick dafür ist simpel – einfach alte Tweets mit ungewöhnlichen Links suchen und dann schauen, welche Domains davon inzwischen gekauft werden können. Unter diesen lassen sich dann neue Inhalte im Original-Tweet verlinken. In einem Test funktionierte das nicht nur mit US-Präsident Trump (der jetzt eine Parodie über sich teilt), sondern auch mit zahlreichen anderen Prominenten. Wer wissen will, wie sich „Fake News“ selbstbasteln lassen, erfährt es hier. [Hackernoon]

Außerdem noch interessant:
  • Hilfe zur Selbsthilfe: Facebook will seinen Nutzern im Katastrophenfall künftig nicht nur einen Security-Check anbieten, sondern auch Möglichkeiten, um anderen zu helfen. Wie das gehen soll, steht hier. [Recode]
  • Das Schicksal von Obdachlosen beschäftigt im Winter besonders viele – wie sie leben und was sie im Alltag erleben, zeigt eine Tauschaktion auf den Social-Media-Accounts deutscher Promis. [DRadio Wissen]
  • Das Reddit-Unterforum the_donald hat für Monate die gesamte Seite mit rassistischen Parolen, Beleidigungen und rechten Sprüchen belastet – jetzt will Reddit gegen den Hass vorgehen. [Gizmodo]

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