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Wie Memes das Netz erklären | Twitter testet den Edit-Button | Snapchat lässt ordentlich Federn | Links zu Gruppenchats bei Instagram und Messenger

Salut und herzlich willkommen zur 822. Ausgabe des Social Media Briefings. Die wichtigste Sache vorab: Twitter testet tatsächlich den Edit-Button! Nach Jahren des Flehens, Monaten der Spekulationen und Wochen der Leaks ist es nun offiziell. Mehr dazu etwas weiter unten. Zunächst schauen wir uns nämlich an, wie Memes das Netz erklären, und warum das einmal mehr TikToks unglaublichen Einfluss auf die westliche Kultur unterstreicht. Wir bedanken uns für das Interesse und wünschen eine gewinnbringende Lektüre! Martin und Simon

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Tumblrs Fall und TikToks Aufstieg: Wie Memes das Netz erklären

Was ist

Know Your Meme (KYM) ist eine Art Wikipedia für Netzkultur: eine unfassbar ergiebige Datenbank für digitale Trends, soziale Phänomene, Subkulturen und Memes. Täglich werden Dutzende Fotos und Videos hinzugefügt, immer mit ausführlichen Erklärungen zu Entstehung, Bedeutung und Verbreitung.

Dieses geballte Wissen steckt in einer langen und lesenswerten Rückschau, die Aidan Walker auf Grundlage von KYM-Statistiken geschrieben hat. Die Daten zeigen nicht nur, wie sich Memes im Laufe des vergangenen Jahrzehnts verändert haben. Gleichzeitig kann man daraus ablesen, welche Plattformen Netz- und Popkultur beeinflussten, und wie sich die Macht im Social Web verschob.

Warum das wichtig ist

Viele Memes sind für Außenstehende unverständlich. Teils stecken sie voller Anspielungen auf netzkulturelle Nischenphänomene oder referenzieren Witze, die man nur versteht, wenn man sein halbes Leben auf Twitter und Reddit verbringt. Doch es wäre voreilig, sie als schräge Sharepics abzutun, die nur Menschen kapieren, die keine "echten" Hobbys haben.

Vermeintlich nischige Fandoms beeinflussen Popkultur und teils auch Politik. Hashtags, die klein anfangen, werden zu sozialen Bewegungen, die unsere Gesellschaft verändern. Man muss nicht jedes große Meme kennen – aber man sollte sie nicht für irrelevant halten, nur weil man sie nicht versteht.

Ryan Broderick geht noch einen Schritt weiter. Er stellt die These auf, dass sozialer Status mittlerweile nicht mehr an der Menge des Wissens hängt, das wir anhäufen. Da Informationen jedem zugänglich sind, sei das keine Leistung mehr. Vielmehr gehe es darum, den Subtext zu verstehen (Garbage Day):

In a world where you can read, watch, or listen to anything, the act of consumption isn’t impressive. So now we reward each other for consuming the meta-text — the memes, the hashtags, the community drama, and the conspiracy theories.

Das halten wir für (noch?) etwas übertrieben. Für Broderick mag das zutreffen, in unserem Alltag äußert sich das bislang aber nicht in dieser Form (und im Vergleich zu deutschen Gesamtbevölkerung sind wir wirklich very online). Seinem Fazit schließen wir uns aber an:

It’s a fascinating moment to be in because it largely means that no one’s in charge of pop culture anymore. The studios and artists that make cultural products can’t control how they’re shaped by hundreds of thousands of often-anonymous internet users and, when these spaces are engulfed in drama and in-fighting it’s not like the original creators can come back in and fix things.

Wie sich Memes und Plattformen veränderten

Die Zahlen stammen aus den Jahren 2010 bis 2022. Für jedes Jahr wurden zwischen 700 und 1400 Memes analysiert. Der Fokus liegt auf den USA, deshalb überspringen wir die Details und gehen nur auf die großen Trends ein.

  • 2010: Die meisten Memes nehmen ihren Ursprung auf YouTube und 4chan. Mit großem Abstand folgen etliche kleinere Quellen, darunter wichtige Plattformen wie Tumblr, Facebook, Reddit und Twitter, aber auch Seiten wie Niconico, Meme Generator, Funnyjunk und Deviantart. Memes kommen häufig in Form von stilisierten Zeichnungen daher, sogenannte Rage Comics. Das bekannteste Beispiel ist das Yao Ming Face (KYM).
  • 2011/2012: YouTube und 4chan verlieren an Einfluss, dafür wachsen Tumblr und Reddit. Die kleineren Seiten gehen allmählich unter, wenige Plattformen dominieren. Mit Gangnam Style entwickelt sich ein Song des koreanischen Künstlers PSY zu einem der bis heute bekanntesten Memes. Der Musikclip wird auf YouTube mehr als eine Milliarde Mal angeschaut, Hunderte Millionen Menschen tanzen den Gangnam Style, große Medien auf der ganzen Welt berichten darüber.
  • 2013. Tumblr überholt YouTube und erreicht seinen Peak. Im selben Jahr übernimmt Yahoo die Blogging-Plattform und fährt Tumblr vor die Wand. Reddit und Twitter gewinnen weiter an Bedeutung, 4chan wird immer radikaler und verliert an Relevanz.
  • 2014: Während Tumblr abstürzt und Twitter sich als zentrale Meme-Plattform etabliert, zeigt sich ein neuer Name: Vine. Tausende Clips erobern von dort aus das Netz. Bis heute muss man sich fragen: War Vine seiner Zeit voraus – oder hätte es genauso erfolgreich werden können wie TikTok, wenn Twitter ein besseres Gespür für das gewaltige Potenzial von algorithmisch kuratierten Kurzvideos gehabt hätte? Mit der Ice Bucket Challenge geht das nächste Meme um die Welt und begründet die Gattung der Challenges, die eine große gefühlte Nähe herstellen:

Memes that propose "challenges" and make social games often do a kind of equalizing work, as anybody who wants to can participate and be cool. One thing that social media platforms introduced to the public consciousness was a new intimacy with famous people. Ariana Grande may have significantly more followers and money than you do, but on Twitter, she's posting the same challenges and memes as you, looking at the same trends — and she might even read the reply you write to her.

  • 2015: Vielleicht hätte Mark Zuckerberg mehr Zeit auf KYM verbringen sollen. Mit 1,4 Milliarden Nutzerïnnen spielt Facebook fast keine Rolle für Memes. Damals vertrat Zuckerberg noch die Ansicht, mehrere Identitäten zu besitzen, zeuge von mangelnder Integrität ("Having two identities for yourself is an example of a lack of integrity"). Das widerspricht allen Prinzipien der Netzkultur, wo das Spiel mit Anonymität, Pseudonymität und wechselnden Identitäten einen Teil des Reizes ausmacht. Facebook dagegen beharrt darauf, man müsse mit Klarnamen auftreten und sein analoges Ich eins zu eins ins Netz transportieren. Es ist wohl kein Zufall, dass Teenager Facebook davonlaufen (Pew Research Center): Zwischen 2015 und 2022 sank der Anteil der 13-17-Jährigen, die Facebook nutzen, in den USA von 71 auf 32 Prozent.
  • 2016: Vine stirbt, doch es hinterlässt Spuren. Zum einen prägte die Plattform die Art und Weise, wie bis heute kurze Videos auf dem Smartphone produziert werden: mit kurzen Schnitten, Loops, vielen Selfie-Aufnahmen und unterlegt mit Musik. Zum anderen wechseln manche Creator zu anderen Plattformen und werden dort zu Stars, etwa die Brüder Logan und Jake Paul. Andere gehen auch zu Musical.ly, dem späteren TikTok, und haben dort Erfolg.
  • 2017. Twitters Aufstieg setzt sich fort. Vier von zehn Memes nehmen dort ihren Ursprung. Dazu tragen auch die Verdoppelung der Zeichenzahl von Tweets, der Einfluss von Donald Trump und die Politisierung der Plattform bei. Gleichzeitig überholt Instagram zum ersten Mal Facebook, während die Bedeutung von 4chan immer kleiner wird. Mit Mocking SpongeBob (KYM) entsteht ein Meme, das bis heute rege genutzt wird.
  • 2018: Es sind nur 2,8 Prozent, aber es ist der Beginn eines beispiellosen Siegeszugs – TikTok erscheint auf der Meme-Landkarte und schickt sich an, das Social Web vom Kopf auf die Füße zu stellen. Die Plattform füllt die Lücke, die Vine hinterließ: kurze mobile Videos, umfangreiche Bearbeitungsmöglichkeiten und Filter, starker Fokus auf automatisierte Empfehlungssysteme und eine große Offenheit für Remixe und Mashups – die ideale Voraussetzung, um massenweise Memes zu generieren.
  • 2019: Twitter erreicht seinen Peak, 4chan versinkt in der Irrelevanz und TikTok gewinnt an Bedeutung. Das Meme Woman Yelling at a Cat (KYM) entsteht. Es kombiniert ein Foto des Beverly-Hill-Stars Taylor Armstrong mit dem einer Katze, die vor einem Teller mit Essen sitzt. Je nach Verwendung und eingefügtem Text nimmt die Absender die Rolle der schreienden Frau oder des verwirrten Tiers ein. KYM erklärt die Bedeutung dieses und vieler anderer Memes so:

What it's really doing is explaining a thought. This and other object-labeling meme formats operate like idioms. These memes are logical frameworks that communicate a relationship between things and can be applied to many situations. They stick around because they can describe situations and emotions more swiftly and poetically than our own words can.

  • 2020/2021: Mit Twitter und TikTok etabliert sich ein Tandem, das für unterschiedliche Generationen steht. Während auf Twitter überwiegend Millennials unterwegs sind, ist TikTok gerade in seinen Anfangsjahren das Medium der Gen Z. Was Memes angeht, verschmelzen die Plattformen aber. Viele Clips, die auf TikTok viral gehen, werden gleichzeitig auf Twitter und Instagram geteilt. Ohnehin kommt es selten vor, dass Memes ausschließlich auf einer einzelnen Plattform erfolgreich sein. Nahezu jeder größere Trend wabert früher oder später in Form von Screenshots, Reposts oder Referenzen durchs gesamte Netz.
  • 2022: Das Jahr ist noch nicht vorbei, aber ein Ergebnis steht schon praktisch fest. TikTok wird erstmals der wichtigste Meme-Generator der Welt sein. Fast die Hälfte aller Memes haben in den vergangenen Monaten dort ihren Ursprung genommen. KYM ist sich sicher, dass das auch noch eine Weile so bleiben wird:

The only two other platforms to hold that number one slot for any considerable period of time (YouTube and Twitter) each lost it at what you might consider important hinge moments in our society’s romance with technology.

YouTube fell out of number one as smartphones become the dominant means used to access the web, and Twitter fell out of the number one slot during the coronavirus pandemic, when much of daily life and professional life moved 100 percent online. This seems to indicate that what it may take to dislodge TikTok would be a similarly significant event, such as the downloading of everybody's brain into the Metaverse.


Twitter testet den Edit-Button

Was ist

Nach Jahren des Flehens, Monaten der Spekulationen und Wochen der Leaks ist es nun offiziell:

Exakt in dem Moment, in dem dieser Newsletter in deinem Posteingang ankommt, also am Donnerstag um 15 Uhr, fällt die Sperrfrist für Twitters Ankündigung: Der Edit-Button kommt.

Wir kennen noch nicht allzu viele Details und konnten die Funktion auch noch nicht selbst ausprobieren. Deshalb geben wir erst mal nur wieder, was Twitter uns gesagt hat.

Wie der Edit-Button funktioniert

  • Innerhalb von 30 Minuten nach der Veröffentlichung können Nutzerïnnen Tweets bearbeiten. Twitter spricht von "einigen Malen", was darauf hindeuten könnte, dass die Zahl der Bearbeitung limitiert ist.
  • Als Beispiel werden Tippfehler oder fehlende Tags genannt. Ob es möglich ist, Tweets komplett umzuschreiben, wissen wir nicht.
  • Wenn ein Tweet bearbeitet wird, erscheinen ein Symbol und ein Zeitstempel. Das soll verdeutlichen, dass der ursprüngliche Tweet geändert wurde.
  • Wer darauf klickt oder tippt, öffnet den Bearbeitungsverlauf und kann sich alle früheren Versionen des Tweets ansehen.
  • Unklar ist, was geschieht, wenn der bearbeitete Tweet zuvor zitiert oder eingebettet wurde. In diesem Fall besteht schließlich das Risiko, dass ein Tweet eine völlig neue Aussage erhält. Womöglich wären dann doch deutlichere Warnhinweise als ein kleines Symbol nötig.

Wer den Edit-Button ausprobieren kann

  • Zunächst testet Twitter die Funktion mit einer "kleineren Gruppe". Nach welchen Kriterien Nutzerïnnen ausgewählt werden, bleibt offen.
  • Dabei will man mögliche Probleme erkennen, insbesondere "die Möglichkeit, wie Menschen die Funktion missbrauchen könnten". Das erscheint uns dringend angebracht.
  • In den kommenden Wochen sollen alle zahlenden Kundïnnen den Edit-Button testen können. Leider gilt das nicht für Menschen in der DACH-Region, da Twitter Blue bislang nur in den USA, Kanada, Australien und Neuseeland verfügbar ist.
  • Ausführliche Hintergrunde zum bislang eher semi-erfolgreichen Twitter Blue findest du in Ausgabe #758.

Be smart

Für eine Einschätzung zum Edit-Button ist es zu früh. Dafür fehlen zu viele Informationen, wie die Funktion im Detail umgesetzt wird. Das Missbrauchsrisiko ist offensichtlich, der Zugewinn an Komfort aber auch. Wir hoffen jedenfalls, dass es Twitter gelingen wird, die Funktion bald flächendeckend freizuschalten, ohne Trollen eine Steilvorlage zu bieten.

Bislang sieht es so aus, als könne der Edit-Button der erste wirklich lohnenswerte Grund sein, Twitter Blue zu abonnieren. Was in diesem Zusammenhang interessant ist: Meta hat eine Abteilung gegründet (The Verge), die an möglichen Bezahlprodukten für Facebook, Instagram und WhatsApp arbeiten soll.

Das passt zu einem branchenübergreifenden Trend. Auch Telegram (siehe Ausgabe #801), Snapchat und Discord bieten Abomodelle, bei denen man nicht für Inhalte, sondern für zusätzliche Funktionen bezahlt. Je umkämpfter der Werbemarkt wird, desto sinnvoller ist es, das Geschäftsmodell auf diese Weise zu diversifizieren.


Follow the money

  • Snapchat lässt ordentlich Federn: 20 Prozent der Belegschaft muss gehen, sämtliche Originals werden aus dem Programm genommen, die Arbeit an der Mini-Drohne Pixy beendet, die Abteilungen für In-App-Games und HTML Mini-Apps eingedampft, die App Zenly und Voisey eingestellt. Zudem verabschieden sich der langjährige Chief Business Officer, Jeremi Gordon, und Snaps Vice President für das Anzeigengeschäft, Peter Naylor, in Richtung Netflix. Bei Snap steht ein satter Umbruch an (The Information). Wir sind gespannt, ob sie mit einem Fokus auf Growth und Augmented Reality wieder die Kurve kriegen.

Creator Economy

  • Twitter stoppt OnlyFans-Herausforderer: Hochrangige Twitter-Mitarbeiterïnnen haben ein Projekt gestoppt (The Verge), das OnlyFans Konkurrenz machen sollte. Der Grund: Twitter war nicht in der Lage, Inhalte mit sexuellen Handlungen zu erkennen, die weder für den Upload gedacht waren, ja im Teil überhaupt niemals hätten passieren dürfen.
  • YouTube testet neues Promotion-Tab: YouTube experimentiert mit einem neuen Promotion-Tab im YouTube-Studio (Techcrunch). Die Funktion soll es für Creator einfacher machen, Werbung für ihre Inhalte zu erstellen, um die Präsenz auf der Plattform zu erhöhen. Ads also jenseits von Google Ads… Mmh, klingt zunächst einmal nach einer Art Boosting für Posts wie wir es von anderen Plattformen bereits kennen. Mal schauen, wann das Feature weltweit ausgerollt wird.
  • Substack fährt Boni-Programm zurück: Substack hatte vor einigen Monaten von sich reden gemacht, weil es mit Vorschüssen und Vergünstigungen Autorïnnen auf die Plattform locken wollte. The Information berichtet nun, dass das Unternehmen diese Perks nicht mehr „so aggressiv“ anpreisen wolle. Auch die Zuschüsse zur Krankenversicherung sei bei einigen der Top-Autorïnnen wieder gestrichen. Tja, der Newsletter-Boom scheint vorerst vorbei. In der nächsten Woche beschäftigen wir uns damit ausführlicher.

Schon einmal im Briefing davon gehört

  • Mit Künstlicher Intelligenz Sprache aus Gehirnaktivität zu entschlüsseln, klingt nach Science-Fiction, oder? Vielleicht sind wir aber gar nicht so weit davon entfernt, dass das Realität wird. Meta berichtet von einem Forschungsprojekt (AI Facebook), das spannende Ergebnisse zutage gefördert hat:

From three seconds of brain activity, our results show that our model can decode the corresponding speech segments with up to 73 percent top-10 accuracy from a vocabulary of 793 words, i.e., a large portion of the words we typically use on a day-to-day basis

Ja, klar! Wenn Meta sich solchen Themen annimmt, ist Hohn und Spott nicht weit. Gleichzeitig lohnt aber der Blick auf das Thema: Millionen Menschen verlieren durch Unfälle oder Krankheiten jedes Jahr die Möglichkeit, sich zu artikulieren, sich ihren Liebsten mitzuteilen. Solche Techniken könnten dabei helfen, Menschen wieder eine Stimme zu geben. Was sich dann darüber hinaus mit einer solchen Technik noch alles anstellen ließe, muss natürlich kritisch begleitet werden. Völlig klar.


Tipps fürs Wochenende

  • 🧑🏽‍⚕️ Online creators are de facto therapists for millions. It’s complicated. Faced with explosive demand and few safeguards, creators of mental health content are defining their own ethics (Washington Post)
  • 📺 Virtuelle Influencer: Cool oder creepy? Virtuelle Influencer sind digital erschaffene 3D-Modelle, die sich in sozialen Medien wie menschliche Influencer verhalten, aber eben keine sind. Wer steckt hinter den Figuren auf Instagram, Twitch oder YouTube – und wie verändert dieses Business unseren Feed? (YouTube / Reporter)
  • 🗺️ What We Don’t See Online Is Warping Our View of the World: The way social media companies have responded to recent conflicts such as the war in Ukraine sharply illustrates inequities in content policy enforcement. (The Information)
  • 👀 How The Head Of Facebook Plans To Compete With TikTok And Win Back Gen: Facebook is figuring out what a new generation wants from social media (The Verge)
  • 🎧 Inside Mark Zuckerberg’s biggest bet: Land of the Giants ends its season looking ahead to Meta’s future, with exclusive audio from inside the company (Spotify / The Verge)

Neue Features bei den Plattformen

Instagram

  • Links zu Gruppenchats: Nutzerïnnen können jetzt Links zu Gruppenchats bei Facebook Messenger und Instagram Direct Messages erstellen (@loredanacrisan). Yeah, endlich noch mehr Gruppenchats!!
  • Mehr Kontrolle über das, was mensch bei Explore sieht – so lautet das Ziel von Instagrams neuestem Feature. User können jetzt mehrere Beiträge, die sie nicht interessieren, mit einem Klick ausblenden (Facebook Newsroom). Auch können vorgeschlagene Beiträge mit bestimmten Wörtern, Hashtags oder Emojis ausgeblendet werden. Warum das eine News ist? Nun, vorher ließ sich das nur one by one machen. Bulk-Editing ist aber immer die bessere Variante. Traditionell tun sich die Unternehmen schwer damit, entsprechende Features anzubieten. Jetzt scheint Instagram aber arg daran interessiert zu sein, die Recommendation-Engine so schnell wie möglich feinzutunen. Mehr dazu in Ausgabe 814: Ende der Social-Media-Ära: Wie Meta sich neu erfinden will.

Facebook

  • Gaming-App ist Geschichte: Ab dem 28.10. wird Facebooks Gaming-App nicht mehr zum Download zur Verfügung stehen. Games, Streams und Gruppen sind dann nur noch über die Facebook-App erreichbar.

Twitter

  • Twitter Circle: Wir hatten im Mai bereits darüber berichtet (Ausgabe #794), dass Twitter an einem Feature coded, mit dem sich Tweets an bis zu 150 ausgewählte Kontakte verschicken lassen. Eine radikale Abkehr von Twitters ursprünglicher Idee, dass alle Tweets grundsätzlich öffentlich sind. Jetzt hat Twitter damit begonnen, Circle weltweit auszurollen (@TwitterSupport). Wir sind nicht so sicher, ob das wirklich zu mehr Engagement führen wird. Private Twitter-Accounts mögen Menschen Schutz geben, die sich Anfeindungen ausgesetzt sehen. Aber an sich ist Twitter doch in der Wahrnehmung ein Ort öffentlicher Auseinandersetzung. Nun ja. Grüße gehen jedenfalls raus an Google+
  • Antworten pinnen: Nach Instagram, TikTok, YouTube und LinkedIn wird es nun auch bei Twitter demnächst möglich sein, ausgewählte Replies ganz am Anfang eines Threads zu präsentieren (@chrismessina). Das Pinnen von Antworten lässt Nutzerïnnen eine bestimmte Interaktion hervorheben, etwa um aufzuzeigen, in welche Richtung sich die Konversation doch bitte entfalten möge. Hihi. Good luck!

One more thing

  • WhatsApp veröffentlicht Knigge für Sprachnachrichten. Darin rät das Unternehmen u.a. dazu, sich doch bitte kurzzufassen (Spiegel). Auch möge mensch sich eine ruhige Umgebung suchen, um die Sprachnachricht aufzunehmen. Ferner sollten Kids doch bitte darauf verzichten, Sprachnachrichten der Eltern öffentlich wiederzugeben. Hihi. Was für ein lustiger PR-Aussand! Wir hätten auch noch einen Hinweis: So praktisch Sprachis auch sind – es kann wirklich schön sein, ans Telefon zu gehen. Just saying.

Header-Foto von Jezael Melgoza


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