Preisgekrönter Indie-Newsletter zu Social Media

Unterschied: Desinformation vs. Fake News | Tools: So kannst du deine Online-Identität schützen | Meta beteiligt Creator testweise an Werbeeinnahmen von Reels

Salut und herzlich willkommen zur 779. Ausgabe des Social Media Briefings. Wir wissen nicht, ob heute überhaupt jemand auch nur annähernd Nerv hat, unser Briefing zu lesen. Die Situation ist einfach grauenhaft. Wir halten uns daher diese Woche kurz, bilden die wichtigsten News ab und teilen den einen oder anderen Linktipp. In der kommenden Woche werden wir versuchen, wieder mehr Analyse zu bieten. Aktuell halten wir aber erst einmal den Atem an und versuchen zu begreifen, was dort passiert.

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Social Media & Politik

1/ Don’t call it fake news

Die russische Invasion lebt von einer Desinformationskampagne sondergleichen. Die Erzählung, die Ukraine müsse entnazifiziert werden (Tagesschau), wurde über Jahre gezielt aufgebaut. Es ist daher – bei all dem Wahnsinn – gut zu sehen, dass die deutsche Politik in weiten Teilen den Begriff #fakenews meidet und stattdessen den schärferen Begriff Desinformation verwendet. Hier noch einmal die Unterscheidung zwischen Des-, Fehl- und Malinformation.

  • Desinformation (Englisch: Disinformation): Falsche Informationen, die mit der Absicht in Umlauf gebracht, Menschen zu täuschen oder Schaden anzurichten. Dazu zählen etwa erfundene Inhalte (Lügen, Gerüchte), aus dem Kontext gerissene Inhalte (verkürzte Zitate, fehlerhafte Statistiken) und manipulierte Inhalte (Photoshop-Fakes, Deepfakes).
  • Fehlinformation (Englisch: Misinformation): Falsche Informationen, die unabsichtlich und ohne Täuschungsabsicht verbreitet werden. Darunter verstehen wir unter anderem journalistische Fehler, falsche Interpretationen und teils auch reißerische Überschriften oder Satire, falls diese bei den Rezipientïnnen ein falsches Bild erzeugen.
  • Malinformation: Zutreffende Informationen, die gezielt veröffentlicht werden, um Schaden anzurichten. Beispiele sind Leaks, Doxing (das Zusammentragen und Veröffentlichen persönlicher Daten gegen den Willen der Betroffenen), Revenge Porn und dekontextualisierte Fotos oder Fakten, die Hass oder Angst schüren sollen.

Hier findest du eine Grafik, um diese Unterscheidung Kollegïnnen an die Hand zu geben. Wer tiefer in das Thema einsteigen möchte, findet in Ausgabe #742 unseren Deep Dive dazu.

2/ So kannst du deine Online-Identität schützen

Egal ob Journalist, Aktivist, Politiker oder Bürger – alle, die unmittelbar mit dem Ukraine-Konflikt zu tun haben, sind derzeit gut beraten, ihre Online-Identität vor Dritten zu schützen. Es gibt dafür einige sinnvolle Tools und Kits, die wir an dieser Stelle teilen möchten:

3/ Die Rolle von TikTok beim Kampf um Bilder

Viele von euch haben bestimmt in den letzten Tagen TikTok-Videos in den Nachrichten gesehen. Das hat es so bislang eher noch nicht gegeben. Wir werden uns diesem Thema in der kommenden Woche sicherlich noch einmal ausführlicher annehmen. Kollege Bösch bietet in seinem Newsletter einen ersten guten Überblick zur Rolle von TikTok in diesem Krieg. Wer sich selbst ein Bild vom Kampf um Bilder rund um die russische Invasion auf TikTok machen möchte, sollte diesen Reportern, Accounts und Hashtags folgen:

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