Preisgekrönter Indie-Newsletter zu Social Media

Topics: Google stellt eine neue Cookie-Alternative vor | Meta verkauft den traurigen Überrest seiner Digitalwährung | TikTok klagt gegen das NetzDG | Social-Media-Barcamp mit Was Mit Medien

Salut und herzlich willkommen zur 773. Ausgabe des Social Media Briefings. Heute schauen wir uns an, wie es künftig noch möglich sein soll, zielgenaue Werbung zu schalten. Zudem lernen wir, dass die Politik Meta zwar viel durchgehen lässt, aber beim lieben Geld der Spaß dann wirklich mal aufhört. Last but not least möchten wir dich zu einem Barcamp einladen! Am 22.2. veranstalten wir gemeinsam mit Was Mit Medien ein Social-Media-Barcamp! Alle Infos dazu auf dieser Seite! Vielen Dank für das Interesse an unserem Newsletter und ein angenehmes Wochenende! Simon und Martin

Google stellt eine neue Cookie-Alternative vor

Was ist

Google arbeitet seit Jahren daran, Drittanbieter-Cookies abzuschaffen. Ein System namens Federated Learning of Cohorts, kurz FLoC, sollte in Chrome die Tracking-Cookies ersetzen, gleichzeitig aber zielgenaue Werbung ermöglichen. Nutzerïnnen wurden zu Kohorten zusammengefasst, damit sollte Anonymität gewährleistet werden. Jetzt hat Google die Pläne gestoppt und stattdessen eine Alternative präsentiert: Topics (Google-Blog).

Warum das wichtig ist

In diesem Jahr wird voraussichtlich mehr als eine halbe Billion Dollar (kein Übersetzungsfehler) für digitale Werbung ausgegeben werden. Ein Großteil davon fließt in personalisierte, verhaltensbasierte Werbung – und die beruht, sofern die Anzeigen im Browser ausgespielt werden, meist auf Cookies.

Safari und Firefox haben Drittanbieter-Cookies längst verbannt, Chrome zieht nur nach. Doch angesichts des Marktanteils ist dieser Schritt entscheidend. Falls die Möglichkeit eingeschränkt wird, Menschen quer durchs Netz zu verfolgen, bedroht das Adtech-Anbieter, Werbenetzwerke und Verlage, auf deren Seiten die Anzeigen zu sehen sind.

Warum FLoC keine Zukunft hat

Im März stellten wir FLoC ausführlich vor (#707), im Juni fragten wir dann: "Zukunft der Cookies: Sind Googles FLoC gefloppt?" Es zeichnet sich schon länger ab, dass Google einen schweren Stand hat. Dafür gibt es mehrere Gründe:

  • Von Anfang an gingen NGOs auf die Barrikaden. Die EFF nannte FLoC eine "schreckliche Idee", etliche Organisationen und Bürgerrechtsaktivistïnnen schlossen sich an.
  • Google konnte keinen andere Browser-Hersteller oder Konkurrenten überzeugen. Amazon sperrt FLoC auf fast allen seinen Webseiten aus, ebenso GitHub, das …

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