Clubhouse-Nutzung in Deutschland | Neue Wege bei der Content Moderation | TikTok wird zur Shopping-Mall

Salut und herzlich willkommen zur 716. Ausgabe des Social Media Briefings. Heute beschäftigen wir uns mit drei frischen Studien zur Social-Media-Nutzung. Zum einen geht es um die Nutzung der aktuellen Hype-App Clubhouse. Um es mal so zu sagen: Die Livestreaming-App Periscope wurde vor wenigen Tagen endgültig eingestellt. Clubhouse muss aufpassen, dass es nicht ebenfalls nur „ein Feature“ bleibt. Zum anderen schauen wir auf die Social-Media-Nutzung in den USA (YouTube top, Facebook still alive) sowie den ungebrochenen Anstieg der Bildschirmzeit auf mobilen Geräten. Wir bedanken uns für das Interesse an unserer Arbeit und wünschen eine gewinnbringende Lektüre, Martin

Frische Studien

Clubhouse-Nutzung in Deutschland

  • Der Bekanntheitsgrad von Clubhouse steigt nach dem Hype nicht weiter an: Die Nutzerzahlen bleiben mit vier Prozent der Bevölkerung gering.
  • 48 Prozent der von CIVEY befragten Personen haben schon einmal von der Plattform gehört, 95 Prozent haben diese aber noch nie genutzt.
  • Clubhouse verliert die allermeisten Nutzerïnnen nach der Erstanwendung. Ein Zehntel der Nutzerïnnen besucht Clubhouse täglich.
  • Etwa jeder Sechste diskutiert mit, 40% nutzen die App ausschließlich als Zuhörer.
  • Bei den 18- bis 29-Jährigen erreicht Clubhouse die höchsten Nutzerzahlen: Rund 63% haben von der App schon einmal gehört. 7,5% der Befragten haben die Anwendung schon einmal genutzt.
  • Das Interesse sinkt mit zunehmendem Alter: 1,6% der über 65-Jährigen haben die App schon einmal genutzt.
  • Der Datenschutz spaltet die Community. 44% schätzen den Datenschutz als unwichtig ein, 42% halten ihn dagegen für wichtig, dabei wird der Zugriff auf die Kontaktliste sowie die Verwendung der Daten als kritisch angesehen. Viele kritisieren zudem die unklare Datenverwendung.
  • Go deep: Nutzerstudie zu Clubhouse – Teil 2 (CIVEY)

—> Be smart: Clubhouse muss sich ordentlich ins Zeug legen, um die aktivsten Nutzerïnnen zu halten. Ein Mittel: Kreativen die Möglichkeit bieten, für ihr Engagement auf der Plattform bezahlt zu werden. Genau dieses Feature soll in den kommenden Wochen allen zur Vergügung stehen (Techcrunch). Ob dieser Schritt von nachhaltigem Erfolg gekrönt sein wird, muss sich erst noch zeigen. Es könnte aber ein wesentlicher Baustein für Clubhouse sein, um sich längerfristig am Markt zu positionieren. Peter Yang zeigt, was es darüber hinaus noch bräuchte:

  1. Help creators build community
  2. Help fans discover great content
  3. Introduce adjacent content formats

Social Media Nutzung 2021 (USA)

  • YouTube und Facebook dominieren bei erwachsenen Amerikaner…

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