Facebook zähmt die Gruppen | Wenn Facebook und Google den Account sperren | TikTok plant Gruppenchats

Salut und herzlich willkommen zur 711. Ausgabe des Social Media Briefings. Heute blicken wir darauf, wie Facebook Gruppen zähmen möchte. Zudem zeigen wir, wie problematisch es ist, wenn Facebook und Google den eigenen Account sperren. Wie üblich wünschen wir eine gewinnbringende Lektüre und bedanken uns für das Interesse an unserer Arbeit, Simon und Martin

Facebook zähmt die Gruppen

Was ist

Facebook hat "Änderungen, um Gruppen sicher zu halten" (Facebook-Newsroom) angekündigt. Der Entscheidung war heftige interne und externe Kritik vorausgegangen: Gruppen könnten zur Radikalisierung beitragen.

Warum das wichtig ist

Vor genau zwei Jahren entwarf Mark Zuckerberg "A Privacy-Focused Vision for Social Networking" (Facebook). Er nannte damals unter anderem drei große Trends:

Today we already see that private messaging, ephemeral stories, and small groups are by far the fastest growing areas of online communication.

Die Voraussagen sind gut gealtert. Von LinkedIn bis Twitter gibt es kaum noch eine große Plattform, die keinen Story-Klon gebaut hat, immer mehr Menschen kommunizieren über Messenger – und Gruppen haben den Newsfeed abgehängt.

Diese Entwicklung bietet die Chance, Menschen mit ähnlichen Interessen zu vernetzen und fokussierte, engagierte Diskussionen mit guter Debattenkultur zu befördern. Gleichzeitig besteht das Risiko, dass sich Nutzerïnnen in geschlossene Räume zurückzuziehen, um dort ungestört zu hetzen, Verschwörungserzählungen zu verbreiten, sich gegenseitig in ihrem Rassismus zu bestätigen oder den Sturm auf das Kapitol zu planen.

Genau das ist passiert – und dagegen will Facebook nun (endlich) entschlossener vorgehen.

Was Facebook unternimmt

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