Trump zwingt Zuckerberg, sich (endlich) zu positionieren

Salut und herzlich Willkommen zur 643. Ausgabe des Social Media Briefings. Wir knüpfen in diesem Briefing direkt an den vergangenen Newsletter an und erklären, warum der mächtigste CEO der Welt ein gewaltiges Problem hat: den mächtigsten Politiker der Welt. Moralische Grenzen überschreitet Trump täglich – nun muss sich Mark Zuckerberg entscheiden, ob der US-Präsident auch Facebooks eigene Regeln bricht. Die Antwort auf diese Frage wird das Unternehmen Facebook auf Jahre hinaus prägen. Am Freitag werden wir wieder ein reguläres Briefing verschicken. Vielen Dank für das Verständnis und eine gewinnbringende Lektüre, Simon und Martin.

Trump zwingt Zuckerberg, sich (endlich) zu positionieren

Was ist

Hinter uns liegt eine turbulente Woche. Vergangenen Freitag habe ich einen Kommentar für die SZ so begonnen:

Twitter hat eine Aufklärungsdrohne geschickt, Donald Trump hat mit einer Atombombe geantwortet. So lassen sich die Ereignisse der vergangenen Tage in der Kriegsrhetorik des US-Präsidenten zusammenfassen.

Aber im zweiten Absatz eingeschränkt:

Aller Voraussicht nach wird die Bombe nicht explodieren.

Nun stellt sich heraus: Die Bombe mag ein Blindgänger sein, aber Twitter befindet sich trotzdem im Krieg – und Facebook wird mit hineingezogen, obwohl es eigentlich lieber die Weiße Flagge hissen würde.

All die martialischen Vergleiche beziehen sich auf die Folgen von Twitters Entscheidung, zwei Tweets von Donald Trump mit einem Faktencheck zu versehen und einen weiteren mit einem Warnhinweis. Darauf reagierte …

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