Warum Tracing-Apps die Corona-Krise nicht lösen werden, rechtes Online-Portal Fritzfeed, Facebook-App für Pärchen

Salut und herzlich Willkommen zur 630. Ausgabe des Social Media Briefings. Heute beschäftigen wir uns ausführlich mit Tracing-Apps und zeigen, warum sie die Corona-Krise nicht lösen werden. Zudem blicken wir auf Fritzfeed – ein buzzfeedesques Angebot vom rechten Rand. Darüber hinaus gibt es einen ganzen Haufen neuer Features und Tests bei den Plattformen. Herzlichen Dank für das Interesse an unserem Newsletter, Simon und Martin

Hinweis: Unsere Briefings sind eigentlich kostenpflichtig. Da wir unsere Recherchen zum Coronavirus aber nicht hinter einer Paywall „verstecken“ möchten, sind alle Analysen zum Thema Covid-19 frei zugänglich.

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Warum Tracing-Apps die Corona-Krise nicht lösen werden

Was ist: Apple und Google schließen sich zusammen, um das Coronavirus zu bekämpfen. Sie wollen in ihren jeweiligen mobilen Betriebssystemen Schnittstellen zur Verfügung stellen, um mit Hilfe von Bluetooth Kontaktpersonen von Infizierten zu ermitteln.

Warum das erstaunlich ist: Die beiden Unternehmen konkurrieren erbittert um Marktanteile. „Android vs. iOS” mag nicht mehr die emotional diskutierte Glaubensfrage sein, die das Netz einst bewegte, doch es geht immer noch um viele Milliarden Dollar.

Nun verkünden Tim Cook und Sundar Pichai die Kooperation auf Twitter und klingen dabei nicht wie Rivalen, sondern wie Verbündete. Man werde gemeinsam daran arbeiten, die Ausbreitung von Covid-19 zu verhindern und dabei die Privatsphäre der Nutzerïnnen schützen.

Warum das wichtig ist: Bislang ist nicht überliefert, ob die Hölle schon zugefroren ist – entscheidender dürfte es für die meisten Menschen derzeit sein, ob das Coronavirus seinen Schrecken verliert und sie irgendwann wieder ihren gewohnten Alltag aufnehmen können.

Von allen technischen Initiativen, die dabei helfen sollen, ist die Ankündigung von Apple und Google vermutlich die wichtigste, weitreichendste und erfolgversprechendste.

Wie das Tracing funktionieren soll: Wir haben uns in Briefing #627 und #628 ausführlich mit der europäischen Plattform Pepp-PT beschäftigt, die genau wie Apple und Google auf Bluetooth-Low-Energy (BLE) setzt, um Infektionswege nachzuvollziehen. Die Funktionsweisen ähneln sich stark. So wollen Apple und Google vorgehen:

  • Bis Mitte Mai öffnen die Unternehmen APIs in Android und iOS, auf deren Grundlage Gesundheitsbehörden Apps entwickeln können.
  • In einem zweiten Schritt soll die Funktionalität direkt ins Betriebssystem integriert werden. Die Teilnahme bleibt aber freiwillig: Nutzerïnnen müssen per Opt-in zustimmen.
  • Jedes Gerät erhält eine pseudonyme, zufällig generierte ID, die sich einmal pro Tag ändert.
  • Hinzu kommt eine „Proximity ID”, die sich alle 15 Minuten ändert.
  • Wenn sich zwei Handys auf weniger als zwei Meter annähern, speichern beide Geräte die Proximity ID des jeweils anderen Smartphones – zunächst ausschließlich lokal und vollständig verschlüsselt.
  • Im Fall einer positiven Diagnose übertragen die Erkrankten ihre eigene ID mitsamt ihres Kontakttagebuchs an einen zentralen und abgesicherten Server.
  • Alle Geräte, deren Proximity IDs sich in der Liste finden, erhalten eine Push-Nachricht, die darüber informiert, dass man Kontaktperson eines Infizierten war.
  • Es fallen keine personenbezogenen Daten an. Gerätebezogene Merkmale wie die IMEI-Nummer des Smartphones oder sensible GPS- und Bewegungsdaten werden nicht gespeichert. Die pseudonymen IDs sollen eine anonyme Nutzung gewährleisten.
  • Um Trolle abzuschrecken und Fehlalarme zu verhindern, müssen Ärztïnnen oder Labore positive Diagnosen bestätigen, sodass nur tatsächliche Erkrankte eine Benachrichtigung auslösen können.

Warum Datenschutz nicht das größte Problem ist: Zwei der mächtigsten Tech-Konzerne der Welt schließen sich zusammen, um nachzuverfolgen, wer wann wem begegnet ist. Das klingt creepy, doch Datenschützerinnen sind bislang vergleichsweise entspannt.

Selbst notorische Tech-Kritiker wie die Bürgerrechtsorganisation ACLU gestehen Apple und Google zu, „die schlimmsten Privatsphäre und Zentralisierungs-Risiken abgemildert” zu haben. Man werde wachsam bleiben, um sicherzustellen, dass sämtliche Tracing-Apps freiwillig und dezentralisiert angeboten, ausschließlich für gesundheitliche Zwecke eingesetzt und nach dem Ende der Pandemie wieder eingestellt werden.

Das Gleiche dürfte für etliche andere Organisationen, Datenschützerïnnen und Aktivistïnnen gelten, die ebenfalls misstrauisch beäugen werden, was Apple und Google anstellen. Nach Hintergrundgesprächen mit beiden Unternehmen sowie unabhängigen Wissenschaftlerïnnen und der Lektüre der entsprechenden Whitepaper sind wir relativ zuversichtlich, dass es in diesem Fall tatsächlich ausschließlich um Gesundheitsschutz geht und kein kommerzielles Interesse dahintersteckt.

Dennoch bleiben in Sachen Datenschutz Fragen offen, die etwa das Forum Informatikerïnnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung in einem 101-seitigen Gutachten aufwirft. Dieses Dokument haben wir noch nicht vollständig gelesen und verweisen auf die zugehörige Presseerklärung. Dort äußern die Forscherïnnen Bedenken, ob die Nutzung dauerhaft freiwillig bleiben wird und inwieweit tatsächlich Anonymität gewährleistet ist.

Auch der Kryptografie-Experte und Signal-Entwickler Moxie Marlinspike ist noch nicht endgültig überzeugt (Twitter), ob die Privatsphäre der Nutzerïnnen dauerhaft gewährt bleibt. Doch selbst wenn sich diese Zweifel als unbegründet erweisen und sich das System sicher und anonym herausstellt, könnte das Vorhaben scheitern.

Was die größten Hürden sind: In den vergangenen Tagen sind zahlreiche umfangreiche Analysen, Kommentare und Essays erschienen, die erklären, welche Schwächen Contact-Tracing hat. Wer tiefer einsteigen will, sollte lesen, was Ross Anderson (Light Blue Touchpaper), Julia Angwin (The Markup), Andreas Proschofsky (Standard) sowie Christin Schäfer und Ann Cathrin Riedel (Tagesspiegel) schreiben.

Für alle anderen fassen wir die wichtigsten Punkte zusammen:

Verbreitung

  • Um Kontaktpersonen halbwegs zuverlässig nachzuvollziehen und Infektionsketten zu unterbrechen, müssen etwa 60 Prozent der Bevölkerung eine solche App nutzen.
  • Die Nützlichkeit sinkt schnell: Bei einem Anteil von 30 Prozent wird weniger als jede zehnte Begegnung registriert. Bei einer Nutzerïnnenbasis von zehn Prozent beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass beide Personen die App installiert haben, gerade einmal ein Prozent.
  • Da nicht alle Menschen Smartphones besitzen, müssen fast alle Handynutzerïnnen mitmachen, um auf die Quote von 60 Prozent zu kommen. Wenn sie dazu eine separate App installieren müssen, ist das nahezu ausgeschlossen.
  • Die geplante Integration in die Betriebssysteme erhöht die Chance. Dennoch wird es eine gewaltige Herausforderung, allein in Deutschland 50 Millionen Menschen zu überzeugen, bewusst und aktiv in das freiwillige Tracing einzuwilligen.

Verwirrung

  • Diese Herausforderung wird durch die Vielzahl unterschiedlicher Ansätze und die unglückliche Kommunikation einiger Politikerïnnen und Forschungsinstitute erschwert.
  • Seit Wochen werden diverse Apps und Ansätze diskutiert. Mal werden asiatische Länder als Vorbilder genannt, dann wird vor Überwachung gewarnt. Selbst uns fällt es manchmal schwer den Überblick zu behalten:
  • Was genau ist der Unterschied zwischen Tracking und Tracing? Wieso schreibt das Bundesgesundheitsministerium in einem Entwurf für eine Novelle des Infektionsschutzgesetzes, dass der Staat Standortdaten sammeln müsse? Warum torpedieren einige Politikerïnnen bereits jetzt alle Versuche, Vertrauen aufzubauen, indem sie öffentlich in Frage stellen, ob die Apps dauerhaft freiwillig bleiben werden? Was unterscheidet Bluetooth-Tracing-Systeme wie Pepp-PT, DP-3T, PACT und die Apple-Google-Kooperation? Warum veröffentlich das RKI seine Datenspende-App just an dem Tag, an dem eigentlich Pepp-PT starten sollte, und stößt damit einige der beteiligten Forscherïnnen vor den Kopf?
  • Für Menschen, die diese Themen nicht beruflich im Blick behalten, muss ein fürchterlich unübersichtliches Konvolut entstehen. Viele dürften beim Stichwort Handydaten längst nur noch an digitale Dystopien und Massenüberwachung denken – obwohl Tracing eigentlich das Gegenteil ist.

Zuverlässigkeit

  • Bluetooth ist nicht dafür entwickelt, die Entfernung zwischen Geräten zu messen. Die Abstandsmessung per BLE dürfte im Alltag bestenfalls unzuverlässig funktionieren. Fehlalarme und ausbleibende Benachrichtigungen sind die Folge.
  • Bei der Entwicklung von Pepp-PT haben Bundeswehr-Soldatïnnen und Unternehmen wie Vodafone geholfen, etliche Smartphone-Modelle zu konfigurieren, die unterschiedlich starke Signale aussenden.
  • Doch es gibt so viele weitere Faktoren: Ein Handy, das in eine Jackentasche oder im Rucksack ist, reagiert anders als eins, das man in der Hand hält. Glasscheiben halten Viren ab – Bluetooth-Signale werden dennoch übertragen. Erkennt die App, dass die infizierte Nachbarin, die nur wenige Meter entfernt schläft, durch eine Zimmerwand getrennt ist?
  • Selbst die beste Kalibrierung kann unmöglich alle Szenarien abdecken. Die Ungewissheit, die aus der eingeschränkten Verbreitung resultiert, wird sich mit der Unberechenbarkeit multiplizieren, die die mangelnde technische Zuverlässigkeit mit sich bringt.

Sicherheit

  • Das Bluetooth-Protokoll ist anfällig für Angriffe. Wer dauerhaft funkt, könnte Einfallstore für Kriminelle öffnen.
  • Insbesondere auf älteren Android-Geräten, deren Betriebssystem teils seit Jahren keine Sicherheits-Updates mehr erhalten hat, ist das ein Risikofaktor. Sobald viele Millionen Menschen solche Systeme nutzen, werden sich Hackerïnnen auf die Suche nach Schwachstellen begeben.
  • Andere installierte Apps könnten versuchen, Daten abzufangen und eben doch einzelne Nutzerïnnen aufzuspüren. Moxie Marlinspike hat hier vor allem die Adtech-Industrie im Blick, die bereits jetzt mit Beacons und Proximity-Marketing (Beaconstac) arbeitet.
  • Besonders kritisch ist die Authentifizierung der Infizierten-Meldungen: Was passiert, wenn es doch gelingt, die Mechanismen zu überwinden, die eigentlich sicherstellen sollen, dass nur tatsächlich Erkrankte ihre Daten hochladen und Kontaktpersonen alarmieren können?
  • Da Apple und Google mit Dutzenden nationalen Gesundheitsbehörden zusammenarbeiten müssen, sind viele Details noch offen. Die Qualität der Umsetzung wird entscheidend sein, ob Tracing nicht doch zum Paradies für Trolle wird.

„The performance art people will tie a phone to a dog and let it run around the park; the Russians will use the app to run service-denial attacks and spread panic; and little Johnny will self-report symptoms to get the whole school sent home.”

Psychologische und soziale Folgen

  • Je weiter die Pandemie voranschreitet, desto häufiger werden die Push-Nachrichten kommen. Wer sein Leben nicht vollständig in Quarantäne verbringt, dürfte regelmäßig gewarnt werden.
  • Manche Menschen dürfte das in Panik versetzen – andere werden sich irgendwann daran gewöhnen und die Meldungen schlicht ignorieren. Beides ist nicht im Sinne der Erfinderïnnen.
  • Vor allem für ältere und vorerkrankte Menschen ist die Warnung ein echter Schock. Covid-19 ist für sie eine lebensgefährliche Erkrankung. Ist eine anonyme Push-Nachricht dafür der richtige Weg?
  • Wer eine solche Nachricht erhält, soll sich testen lassen und in freiwillige Quarantäne begeben – doch das muss man sich leisten können: Wer kauft ein, wer kümmert sich um die Kinder, wer kommt für den Arbeitsausfall auf?

Testkapazitäten

  • Bereits jetzt sind die verfügbaren Tests ein Flaschenhals. Junge, gesunde Personen mit Symptomen werden teils nach Hause geschickt, ohne sie auf Covid-19 zu testen.
  • Ein funktionierendes Tracing-System vervielfacht die Zahl der Menschen, die sich testen lassen wollen. Das kann nur klappen, wenn die Kapazitäten massiv ausgebaut werden.

Be smart: Ende März machte eine Oxford-Studie (Science) die Runde, wonach Contact-Tracing helfen könne, das Coronavirus unter Kontrolle zu halten. Doch Technik wird niemals die Lösung für soziale, politische oder epidemiologische Probleme sein – sie kann höchstens ein kleiner Teil der Lösung sein.

Tracing scheint uns die datenschutzfreundlichste und beste Methode zu sein, die diskutiert wird. Die Kooperation von Apple und Google ist der bislang aussichtsreichste Ansatz und hat die besten Voraussetzungen, die hohen Hürden zu überwinden, schnell eine signifikante Verbreitung und damit eine kritische Masse an Nutzerïnnen zu erreichen. Es wäre wünschenswert, dass alle Forscherïnnen ihre Kräfte bündeln, um aus dem Potpourri der Apps und Plattformen ein gemeinsames System zu entwickeln.

Bis dahin werden noch Monate vergehen – und der entscheidende Meilenstein wird kein Bluetooth-Tracing, sondern die Impfung sein. Technik könnte dazu beitragen, Kontaktsperren und Ausgangsbeschränkungen vorsichtig lockern zu können. Noch wichtiger sind ausreichend Abstand, Mundschutz und Händewaschen.

Autor: Simon Hurtz

Kampf gegen Desinformation

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Fritzfeed: Der Politik- und Kommunikationsberater Johannes Hillje hat in der vergangenen Woche gezeigt, dass die AfD auf Facebook und Twitter während der Coronakrise massiv an Reichweite verloren hat (Tagesspiegel). Die Wutmaschine funktioniere aktuell nicht mehr, so das Fazit seiner Untersuchung, die hier von Correctiv ausführlich eingordnet wird. Daniel Laufer und Watchblog-Kollege Jan Petter berichten nun bei netzpolitik und bento von einer neuen Website, mit der die rechte Szene Anhängerïnnen ködern und wieder mehr Sichtbarkeit im Netz erhalten will. Laut Laufer und Petter haben die Macher enge Verbindungen zu AfD-Politikern und ins rechtsextreme Milieu.

Falschmeldungen mit Millionenpublikum: Datenanalyst Philip Kreißel hat Videos und Artikel erfasst, die von Fakt Checkern als irreführend oder falsch gekennzeichnet wurden, und untersucht, wie sie sich in sozialen Netzwerken verbreiten. Demnach wurden allein 18 Videos, die Fehlinformationen über das Coronavirus enthalten, bis zum Freitag mehr als zwölf Millionen Mal auf Youtube angesehen (SZ).

Neue Features bei den Plattformen

Facebook

  • Tuned: Es gibt eine neue experimentelle App aus dem Hause Facebook. Tuned (Producthunt) ist für Pärchen gedacht und soll dabei behilflich sein, Erinnerungen fest- und Beziehungen frisch zu halten. Ob und wann Tuned jemals groß ausgerollt wird, bleibt abzuwarten. Aux, Bump, Hobbi und Whale sind bislang ja auch nicht wirklich über den Test-Status hinausgekommen.
  • Campus: Back to the roots? Jane Manchun Wong berichtet auf Twitter von einem Feature, das Studierenden mti .edu-Email-Adresse Zugang zu einer App (?) namens Campus geben soll. Dort lassen sich dann u.a. Gruppen und Events erstellen.
  • Quiet Mode: Facebook hat ein Feature gelauncht, das es Nutzerïnnen ermöglicht, Push Notifications auszuschalten. Zudem fungiert Quiet Mode als Reminder, die App für eine bestimmte Zeit nicht zu nutzen. Time Well Spent, ick hör dir trappsen. (About FB)
  • Facebook Tournaments: Gaming wird uns hier beim Social Media Watchblog in einer der kommenden Ausgaben noch ausführlicher beschäftigen. Heute nur schon einmal vorab der Hinweis, dass Facebook an einem Turnier-Feature arbeitet: Facebook Tournaments. (fbgaminghome)

WhatsApp

  • Group Calls: WhatsApp hat den Prozess verschlankt, Group Calls mit bis zu vier Teilnehmerïnnen zu tätigen: fortan lässt sich einfach aus dem Gruppenchat heraus (video-) telefonieren. (Twitter / WhatsApp)

Instagram

  • Live: Instagram Live erfreut sich bekanntlich seit Ausbruch der Corona-Pandemie zunehmender Beliebtheit bei Bloggern, Musikern und Schauspielern, um mit ihren Fans in Kontakt zu treten. Jetzt können Live-Sessions auch am Rechner verfolgt werden. (Twitter / Instagram)
  • DM im Web: Direktnachrichten können nun von allen Nutzerïnnen auch am Desktop genutzt werden. (The Verge)

IGTV

YouTube

Google

Header-Foto von Yohann LIBOT bei Unsplash