Weekly Roundup #2

martin

Liebe Kollegen,

ich habe mich entschieden, im Anschluss an meine Elternzeit nicht direkt wieder in den Journalismus zurückzukehren. Vielmehr werde ich ab November an der Universität Göttingen an einem Social-Media-Forschungsprojekt mitwirken und das Social Media Watchblog hauptberuflich betreiben. Falls dich die Hintergründe interessieren: Auf Facebook habe ich mich dazu ausführlich geäußert! Ich freue mich auf die Arbeit am Watchblog und bin jederzeit offen für Kritik und Anregungen.

Vielen Dank für den Support,
Martin

DEBATTE


Am 1.11. findet nun die Anhörung des Senate Intelligence Committee zur Rolle der Social-Media-Plattformen bei den US-Präsidentschaftswahlen statt. Insbesondere gilt es herauszufinden, wie groß die Einflussnahme durch Russland wirklich gewesen ist. Axios hat einige der Fragen, die gestellt werden sollen, zusammengetragen.

Facebook hat bereits vorsorglich ihre beste Frau nach Washington geschickt: Wie Sheryl Sandberg versucht durch Lobby-Arbeit das Schlimmste abzuwenden – eine echte Regulierung der Plattformen. [Recode]

Die Stimmung scheint jedenfalls mittlerweile ziemlich aufgeheizt – auf allen Ebenen werden die Vorwürfe lauter:

Wer sich mit dem Thema am Wochenende noch intensiver beschäftigen möchte, der sollte diese beiden Long-Reads lesen:


TRENDS


Das berühmte Future Today Institut hat im Rahmen der ONA 2017 einen neuen Bericht zu den Tech Trends for News herausgeben. Wer wissen will, was 2018 auf die Branche zukommt, sollte dieses PDF herunterladen und lesen.

Die ARD / ZDF Online-Studie wurde in dieser Woche publiziert. Kollege Dennis Horn hat sich die Studie durchgelesen, damit du das nicht machen musst. [WDR] Die Kernergebnisse für unser Spezialinteresse lauten: Social-Media-Plattformen wachsen in Deutschland nicht. Twitter verliert sogar. Einzig WhatsApp gewinnt weiter an Bedeutung. [ARD / ZDF]

Es scheint tatsächlich im Trend zu liegen, sich als Publisher und Medienanbieter wieder stärker von Social-Media-Plattformen emanzipieren zu wollen. Der ehemalige Chefredakteur von The New Republic, Franklin Foer, zeigt dafür gute Gründe auf. [Nieman Lab]

Die Sorgen von Foer kommen nicht von ungeföhr*: Die New York Times zeigt auf, wie sehr „The Five“ den Bereich Information, Musik und Video dominieren: The Frightful Five Want to Rule Entertainment. They Are Hitting Limits. [New York Times]

Die Ergebnisse, die in diesem Beitrag vom New York Times Magazine präsentiert werden, machen mir Angst: Immer mehr Teenager in den USA klagen über enorme Ängste, die ihnen das Leben erschwerten. Social Media sei ein Grund dafür. [New York Times Magazine]


FEATURES


Medium bietet nun all seinen Nutzern an, Inhalte hinter der Medium-eigenen Paywall zu verstecken – das Nieman Lab hat alles, was man dazu wissen mussEv Williams, Gründer von Blogger, Twitter und Medium, hat bei einem Kamingespräch dazu ausführlich Stellung bezogen. Bei BuzzFeed melden sich viele kritische Stimmen: Ev Williams Wants To Save Media — Again. But Some Writers And Publishers Are Skeptical.

Twitter werkelt an einem Bookmarking-Service. Endlich. [Techcrunch]

Facebook lässt nun auch Pages Stories postenVielleicht wird das Feature ja dann auch endlich mal von jemandem genutzt… [Techcrunch]

Facebook hat im Bereich Virtual Reality Großes vor. Die Strategie bringt Kollege Ben Thompson auf den Punkt: It is easier to move bits than atoms [Stratechery]


TIPPS


Wer häufig Grafiken für Social-Media-Plattformen posten muss, kann dafür auf eine Vielzahl an Websites zurückgreifen: The 6 Best Free Design Tools to Create Social Media Graphics [Zapier]

Falls du für deine Firma, deine Organisation oder deine Tante künftig auch vermehrt Videos produzieren sollstA Small Business Guide to Facebook Video Marketing [Social Media Today]


About the Author

martin

Hi, mein Name ist Martin Giesler. Ich bin Kulturanthropologe, Journalist und Blogger. 2013 habe ich das Social Media Watchblog gegründet. Hier erfährst du mehr über mich. Follow: Twitter | Facebook | Linkedin | Newsletter

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So fing das an mit uns: Anfang der 2000er entwickelten wir für Bands und Musiker digitale Kampagnen und tummelten uns auf MySpace, Friendster und StudiVZ. Wir waren quasi eine Social Media Agentur, bevor es den Begriff überhaupt gab 😉 Heute arbeiten wir für alle möglichen Branchen und gestalten den digitalen Wandel. Mit welchen Unternehmen wir zusammenarbeiten? Das seht ihr hier!