#Briefing: Wer Hass verstehen will, muss Pegida-Slang pauken

martin Briefing

Künstliche Intelligenz lernt Pegida-Slang

Es gehört zu den tragischen Eigenschaften des rechten Hetzers, dass er sich meist nicht nur im Recht sieht, sondern auch noch für besonders lustig hält. Das verklemmt-ironische Spiel mit der „Lückenpresse“ und „Bahnhofsklatschern“ ist aber nicht nur anstrengend unlustig, sondern sorgt auch regelmäßig für Verwirrung. Was ist jetzt noch ernst gemeint und was soll eigentlich gesagt werden?

Besonders schwer ist diese Differenzierung, wenn es darum geht, Hass-Botschaften im Internet zu erkennen. In den USA nutzte das die alt-right-Bewegung bereits und versuchte mit gezielten Wortneuschöpfungen ihren Antisemitismus vor Moderationsfiltern zu verbergen. Jetzt hat das Google-Schwesterunternehmen Jigsaw aber einen Algorithmus vorgestellt, der selbst dazulernen und auch ironische Hassparolen stoppen soll.

Wie die künstliche Intelligenz den Pegida-Slang lernt und welche Probleme es derzeit noch gibt, steht hier. [Motherboard]

Zensiert Youtube zu viel oder zu wenig?

Youtube steht derzeit massiv in der Kritik – zahlreiche Unternehmen beschweren sich, weil ihre Werbung im Umfeld von Hassseiten oder anderen anstößigen Inhalten auftauchte – und sie diese mit ihren Werbegeldern so unterstützten. Gleichzeitig hagelt es aber auch Kritik aus der anderen Richtung, denn Youtube ermöglicht zwar immer wieder Hetze, sperrt LGBT-Videos in bestimmten Bereichen der Seite aber aus. Das Problem: Die einen fürchten zu viel Zensur, die anderen beklagen zu wenig. Das Unternehmen hat bereits Abhilfe versprochen und einige Maßnahmen angekündigt.

Wohin die Reise gehen könnte und was die unterschiedlichen Anforderungen für die Zukunft bedeuten, steht hier. [Guardian]

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