#Briefing: Journalismus und das Silicon Valley, Kampf um Glaubwürdigkeit, Fame und Vergänglichkeit

martin Briefing

Journalismus und das Silicon Valley – eine nötige Symbiose

In Zeiten, in denen Medien mit stetig sinkenden Einnahmen zu kämpfen haben und gleichzeitig aus (demokratischen) Regierungskreisen stark unter Beschuss geraten, braucht es neue Denkansätze. Könnte die wohlhabende Tech-Szene mit freiwilligen Spenden in einen Treuhandfonds die Rettung sein? Es klingt ein bisschen nach Verzweiflung, ein bisschen nach Revolution: Ein Aufruf an die amerikanische Öffentlichkeit und vor allem das Silicon Valley, den unabhängigen Journalismus zu retten, indem die Regeln des freien Marktes umgangen werden. Guter Journalismus braucht Geld und Facebook et al brauchen guten Journalismus. Eigentlich eine Win-Win-Situation – nur müssen das erst alle für sich auch einsehen. [CJR]

+ Bei der New York Times sieht man das übrigens ähnlich: Was es jetzt braucht, ist mehr Philanthropie, gerade von den vier Playern, die den (Werbe-)Markt am meisten umgekrempelt haben bzw. am meisten von der Neuordnung profitieren (und am wenigsten spenden): Facebook, Google, Verizon and Apple. [New York Times]

Fighting 'Fake News': Kampf um Glaubwürdigkeit

Während die Diskussion um die Definition, die Deutungshoheit und die Verantwortlichkeit von/im Kampf gegen "Fake News" weiter geht, beweisen einige (britische) Medien, dass Ihnen Klicks nach wie vor wichtiger sind, als saubere Verifizierung von Quellen und Inhalt. Denn Schnelligkeit und spektakuläre Inhalte bringen ihnen bessere Werbeeinnahmen. Fehler werden einfach durch nachgereichte Updates korrigiert. Ein Verhalten, dass in der aktuellen Zeit unverantwortlich ist, denn es untergräbt die generelle Glaubwürdigkeit des Journalismus. [Guardian]

+ Was tun, wenn die falschen, verzerrten oder unverifizierten Nachrichten in der eigenen Facebook-Timeline auftauchen? Unterrichten und informieren ist ein guter Schritt, der aber zuerst auf einer persönlichen und anschließend auf einer faktischen Ebene erfolgen sollte, wenn man sein Gegenüber wirklich erreichen will. Lesenswert, weil es in der Diskussion um "Fake News" helfen könnte. [The Open Notebook]

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