#Briefing: Facebooks Vorbild, Youtube-Stars & Verantwortung, Manifeste und Monopole

martin Briefing

Woher Mark Zuckerberg seine Ideen hat, wenn er einmal nicht Snapchat kopiert

Facebook-Chef Mark Zuckerberg macht in der Regel zwar vieles richtig, aber nur weniges neu. Denn die meisten großen Ideen seines Facebook-Imperiums waren in den vergangenen Jahren entweder gekauft oder schlicht geklaut. Die vielleicht größte Inspirationsquelle wird dabei aber oft vergessen: Die chinesische Messenger-App WeChat bietet schon seit Jahren vieles von dem, was bei uns Facebook gerade erst anfängt. Eine Analyse  zeigt jetzt etwas ausführlicher, wie diese Plattform-Strategie zunehmend Aufmerksamkeit auf Messenger lenkt und dabei klassische Apps immer öfter überflüssig macht – auch bei uns. Wer die Zukunftspläne von Facebook verstehen will, sollte diesen Text gelesen haben. [Techcrunch]

Was Spiderman schon gelernt hat und der weltgrößte Youtube-Star noch nicht

Felix Kjellberg ist nicht nur ein nett aussehender junger Mann aus Schweden, sondern nebenbei auch noch die Privatperson mit den meisten Youtube-Abonnenten weltweit. Als PewDiePie folgen ihm Millionen. Doch nach einem Skandal um antisemitische Witze und zahlreiche Hitler-Anspielungen hat der 27-Jährige gerade vermutlich mehr Aufmerksamkeit, als ihm lieb ist. Johnny Haeusler stört sich daran, wie unpolitisch und aus seiner Sicht feige sich der Youtube-Star in der Affäre verhält. In einem offenen Brief an Kjellberg mahnt er deshalb:

Ob du das nun magst oder nicht. Du hast Verantwortung! Und du wirst genauer beobachtet, kritisiert und härter behandelt als andere Leute. Damit musst du umzugehen lernen.Johnny Haeusler

Lesenswert – weil es nicht nur darum geht, was junge Menschen für Unfug auf Youtube treiben, sondern auch darum, ob es im Jahr 2017 im Internet eigentlich noch ausreicht "nicht wirklich rechts und nicht böse" zu sein. [Wired]

Manifeste und Monopole

Über das seitenlange "Manifest" von Facebook-Chef Zuckerberg haben wir in dieser Woche bereits an allen Tagen mehrfach berichtet. Am Montag hat Martin Giesler hier bereits ausführlich analysiert, was Zuckerberg mit seinem Strategiepapier angekündigt haben könnte (Spoiler: Nicht weniger als einen Radikalumbau). Heute knüpfen wir nun direkt daran an: Denn wenn es stimmen sollte, dass Facebook gerade das halbe Internet* aufsaugt, um selbst zu überleben, dann stellt sich unweigerlich die Frage, wie mächtig das Unternehmen damit eigentlich wird – und wer es überhaupt noch kontrolliere könnte.

Lässt sich Facebook wie ein klassischer Riesenkonzern mit Monopol-Gesetzen und Markt-Regeln noch von außen steuern? Oder ist Facebook längst ein transnationaler Monopolist, der sich selbst seine Regeln schafft? Ben Thompson hat in seinem darüber gewohnt klug und ausführlich nachgedacht. [Stratechery]

*Journalismus (Instant Articles), Medien (Instagram), Messenger (Whatsapp), Virtual Reality (Oculus Rift)…

Whatsapp, Snapchat, Instagram – wo soll ich posten?

Nach Instagram und dem Facebook Messenger kann jetzt auch noch Whatsapp vieles von dem, was Snapchat berühmt gemacht hat. Es ist ganz offensichtlich: Mark Zuckerbergs App-Triumvirat greift von allen Seiten an. Doch welches Angebot sollten Social-Media-Manager denn jetzt bitteschön nutzen? Eine simple Übersicht, die garantiert jeder versteht [Philipp Steuer]

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