#Briefing: Diese App macht Facebook-Stalking zum Kinderspiel | Das Twitter der anderen | Breaking News auf Snapchat

martin Briefing

Welchen Wert haben unsere Daten?

Facebook verdient Millionen mit den Informationen, die wir täglich auf der Seite teilen. Jeder Like, jeder Klick und jede Verlinkung machen uns noch besser durchschaubar und erhöhen unseren Wert für zielgerichtete Werbe-Anzeigen. Wäre es da nicht sinnvoll, ein Stück vom Kuchen abzubekommen? Sollte Facebook nicht eigentlich uns dafür bezahlen, dass wir unsere Daten preisgeben? Warum diese Idee nur auf den ersten Blick clever ist und weshalb es vielleicht besser wäre, unsere Daten gleich direkt einzufordern, steht hier. [L.A. Times]

Wie wir dann ganz konkret an unsere eigenen Daten bei Facebook kommen können, weiß Paul-Olivier Dehaye – er hat Facebook mithilfe europäischer Rechtsvorschriften dazu gezwungen, sie ihm auszuhändigen. Hier erklärt er, wie jeder von uns herausfinden kann, welche Unternehmen uns dank Facebook verfolgen und wozu sich diese Informationen noch alles nutzen lassen. [Medium]

So sehen Breaking News auf Snapchat aus

Kooperationspartner gibt es in Snapchats Discovery-Bereich, böse gesagt, fast mehr als Nutzer. Die Washington Post ist jedoch der erste Partner, der die, zuletzt nicht nur erfolgreiche, App mehrfach täglich mit harten News versorgen soll. Die Informationen der WaPo sollen betont seriös und nachrichtlich sein – in der gemeinsamen Ankündigung werden weltweit wichtige Themen und politische Berichterstattung besonders in den Mittelpunkt gestellt. Ob das Angebot wirklich gegen Facebooks Instagram-Offensive helfen wird? Wir wissen es noch nicht. Wie die Geschichten aber aussehen und funktionieren sollen, steht hier. [Washington Post]

Das Twitter der anderen

Eines der größten Schlagwörter unserer Zeit: Die Filterbubble. Inzwischen gibt es verschiedenste Projekte, die sie für uns aufbrechen wollen. Die Washington Post berichtet regelmäßig aus „blauen“ und „roten“ Filterblasen und der linksliberale Guardian hält sich einen eigenen Kolumnisten für ausgewählte konservative Blinkwinkel. Am MIT versucht man es jetzt etwas praktischer und lebensnaher – das Projekt „Flipfeed“ will mithilfe einer Chrome-Erweiterung zeigen, wie der Twitterstream bei anderen, ganz normalen Nutzern aussieht. Dabei werden die Austausch-Twitter bewusst in links und rechts eingeteilt. Wer herausfinden will, wie das Twitter der anderen aussieht, kann es hier einmal probieren. [MIT Media Lab]

Weitere Leseempfehlungen
  • Als Facebook 2013 die Graph Search einführte, waren viele Nutzer entsetzt, wieviele Informationen damit plötzlich leicht auffindbar wurden. Kurze Zeit später verschwand die Super-Suche wieder. Diese Seite bringt sie jetzt wieder zurück. Creepy. [Motherboard]
  • Medium galt einmal als Blog-Plattform der Zukunft. Ein paar Jahre später steckt die Seite jedoch tief in der Krise – Business Insider erzählt, warum das so ist. [Business Insider]
  • Für viele Muslime spielt die Familie bei der Partnerwahl immer noch eine große Rolle – wer ihr entkommen will, sucht sein Glück oft auf Instagram und Co. [Buzzfeed]
  • Facebook ist längst zu einem Sammelsurium an verschiedenen Diensten und Angeboten geworden. Warum es da vielleicht ganz gut wäre, die „News“ vom „Newsfeed“ zu trennen, beschreibt Irina Raicu hier. [recode]

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